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Kino.to - Staatsanwalt will Premium-User zur Rechenschaft ziehen

13.02.2012 17:26 Uhr
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Schlechte Nachrichten für Nutzer von Kino.to und Kinox.to: Nutzer der illegalen Filmportale müssen nun mit Strafanzeigen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden rechnen. Betroffen sind Premium-Kunden, die mit PayPal für einen werbefreien Zugang zahlten.

Premium-Nutzern von Kino.to und den Betreibern von Kinox.to drohen schon bald Klagen. Premium-Nutzern von Kino.to und den Betreibern von Kinox.to drohen schon bald Klagen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die ehemaligen Nutzer des Premium-Angebots von Kino.to müssen mit Strafanzeigen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden rechnen. Demnach werden laut FOCUS tausende von Klagen gestellt werden. Bei kino.to war es möglich, neue Filme direkt im Internet über Streaming anzuschauen. Kein Wunder also, dass die Seite unter anderem der Filmindustrie ein Dorn im Auge war. Im Juni 2011 wurde die Seite von der Polizei stillgelegt.

Generell ist die Frage, mit welchen Folgen die Beschuldigten rechnen müssen. Rechtsanwalt Christian Solmecke hat sich auf seinem Blog dazu geäußert. Nach seiner Einschätzung hätten auch die Premium-User nicht mit allzu schweren Folgen zu rechnen: "Selbst wenn es hier zu Anklagen kommen sollte, müssen die Konsumenten – anders als die Betreiber von kino.to – keinesfalls mit Haftstrafen sondern allenfalls mit Geldbußen rechnen."

Konkret von den Klagen betroffen sind ausgerechnet die Premium-Nutzer von Kino.to. Sie zahlten mit PayPal, um einen werbefreien Zugang zu den Streaming-Portalen zu bekommen. Auf den beschlagnahmten Rechnern von Kino.to fand die Staatsanwaltschaft nun die Daten dieser Kunden. Über den PayPal-Account können die Nutzer ausfindig gemacht und angeklagt werden. Die anderen User stehen nicht im Fokus der Ermittlungen.

Während Streaming-Anbieter, die in illegaler Weise Film über Portal wie das mittlerweile vom Netz genommene Kino.to anbieten, sich ohnehin strafbar machen, befanden sich Nutzer des Angebots bislang in einer rechtlichen Grauzone. Richter Mathias Winderlich vom Amtsgericht Leipzig sprach nun im Rahmen des kino.to-Prozesses Klartext. Wer illegale Streams im Internet nutzt, macht sich strafbar, da hier sukzessive eine Verbreitung und Vervielfältigung des urheberrechtlich geschützten Materials stattfindet.

Daniel Herbig Google+
Erfahrener Benutzer
13.02.2012 17:26 Uhr

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