pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

iPad 2

Betrug: iPad 2 mit Modelliermasse nachgebaut und in Originalpackung verkauft

19.01.2012 19:47 Uhr
|
Neu
|
In Kanada kaufen Betrüger iPad 2 in Elektromärkten, füllen die Verpackungen daheim mit Knete, versiegeln sie und stellen sie in die Läden zurück. Einige ehrliche Käufer erwartete daheim eine entsprechend böse Überraschung in Form von Modelliermasse.

Apple iPad: Betrüger füllten in Kanada Packungen mit Knete. Die gelangten in den Verkauf. Apple iPad: Betrüger füllten in Kanada Packungen mit Knete. Die gelangten in den Verkauf. Update von 15:48 Uhr: Unten im Video zeigen wir den Originalbeitrag von CTV, bei dem Mark Sandhu interviewt wird. Sandhu gehört zu den Leuten, die auf die iPad 2-Attrappe aus Knete hereingefallen sind. Dort wird auch die Knete gezeigt, die die Verbrecher genutzt haben, um das Gewicht des iPad 2 zu simulieren.

Originalmeldung: In Kanada haben Betrüger in Elektronikmärkten mehrere iPad 2 regulär gekauft. Daheim füllten die Betrüger die Verkaufspackungen mit Knete und Modelliermasse, wie der Fernsehsender CTV berichtet. Dabei achteten sie darauf, dass das Gewicht der Originalpackung des iPad 2 entprach. Schließlich versiegelten sie die Packungen und brachten sie zurück in die Shops. Da die Versiegelung professionell aussah, wanderten die vermeintlich ungeöffneten iPad 2-Verpackungen zurück in den Verkauf.

Bei den Elektronikmarktketten Future Shop und Best Buy wurden bislang sechs dieser Betrugsfälle bekannt, die immer nach dem gleichen Muster ablaufen. Bekannt wurde das ganze durch eine Sendung bei CTV, bei der der Kunde Mark Sandhu von seinen Erlebnissen berichtet. Der verdutzte iPad 2-Käufer hatte das Gerät eigentlich als Weihnachtsgeschenk für seine Frau erwerben wollen. Bei der Elektronikmarktkette hielt ein Filialleiter den protestierenden Sandhu erst selber für einen Kriminellen – erst der Fernsehbericht führte zu einer Erstattung von 695 US-Dollar und einer Entschuldigung.

Auch bei Walmart in Vancouver gab es einen Fall, dort wurde die Käuferin eines iPad 2 mit 32 GByte aber zuvorkommend behandelt und konnte trotz der Verwirrung aller Beteiligten mit einer Erstattung nach Hause gehen. Mittlerweile laufen die Ermittlungen auf Hochtouren – auch Apple selbst sei involviert. Das genaue Ausmaß der Betrugsserie ist unbekannt. Bis dahin hilft zumindest in Kanada wohl nur, die Apple-Verpackung direkt im Laden zu öffnen, um ganz sicher zu gehen, auch tatsächlich mit einem iPad 2 nach Hause zu gehen und nicht mit Knete.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
19.01.2012 19:47 Uhr