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  • Gamescom 2011: Was 2012 besser werden muss - sechs ganz konkrete Vorschläge

    Eine komplette Woche hat PC-Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich auf der Gamescom in Köln verbracht. Und sie ist überzeugt: Die Gamescom 2011 war die bisher schönste - doch die Messe läuft Gefahr, Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Sicherheitsrisiken, Einlass-Stopp, Wartezeiten von fünf Stunden und mehr - all das wollen wir 2012 nicht nochmal erleben. So kann es nicht weitergehen. Hier kommen sechs ganz konkrete Vorschläge, damit im nächsten Jahr alle Besucher mehr von der weltgrößten Spielemesse haben.

    PC-Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich zieht ihr ganz persönliches Messefazit. PC-Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich zieht ihr ganz persönliches Messefazit. Quelle: PC Games Unglaubliche 275.000 Menschen haben die Gamescom besucht – neuer Rekord. Die Kombination aus Schulferien plus Spieleneuheiten wie Battlefield 3, Diablo 3 oder Call of Duty: Modern Warfare 3 hat dazu beigetragen, dass die Hallen aus allen Nähten platzten. Endlos lange Schlangen wickelten sich um die gefragtesten Messestände. Schon wenige Minuten nach Einlass mussten selbst die schnellsten Sprinter feststellen, dass ein anderer Eingang strategisch günstiger gewesen wäre. Und so warteten sie dann geduldig zwei, drei, vier, fünf Stunden darauf, um wenigstens ein paar Minuten lang zu Tastatur, Maus und Controller greifen zu dürfen. An den mitgebrachten Klappstühlen erkannte man die einschlägig erfahrenen Gamescom-Besucher.

    Schön zu beobachten: Die Gamescom entwickelt sich immer mehr zu einer Art "Spielekarnveal". Weder zu Leipziger Games-Convention-Zeiten noch in der Kölner Gamescom-Ära waren derart viele Fans in vielfach selbstgeschneiderten und –gebastelten Kostümen ihrer Lieblingshelden und –figuren unterwegs. Einfach toll!

    Die Messe hat zudem weiter an Renommee und internationaler Bedeutung gewonnen: World of Warcraft-Chefdesigner Tom Chilton war da, Ultima-Legende Richard Garriott war da, Valve-Boss Gabe Newell war da, Blizzard-Gründer Frank Pearce war da. Die Chefs von Electronic Arts, Ubisoft & Co. ohnehin.

    Fakt ist: Die Messe ist in diesem Jahr buchstäblich an ihre Grenzen gestoßen, zum allerersten Mal mussten die Kassen geschlossen und der Einlass abgebrochen werden. Sicherheitsgründe. Zuweilen fragte man sich angesichts der wogenden Messe aus tausenden Besuchern, was wohl passiert, wenn mal wirklich ein Notfall eintritt.

    Für nicht wenige Fans endete der Gamescom-Besuch zwangsläufig mit einer Enttäuschung – entweder, weil sie gar nicht auf das Gelände kamen oder das gewünschte Spiel weder sehen noch ausprobieren konnten.

    Im ohrenbetäubenden Lärm der Gamescom-Hallen ist etwas untergegangen, dass die Gamescom für die drei kommenden Jahre in Köln bleibt – also bis einschließlich 2014. Der Kölner Oberbürgermeister hat sich über die Vertragsverlängerung so sehr gefreut, dass er dies bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch gespoilert hat (um im Spielejargon zu bleiben). Für 2012 müssen sich Veranstalter, Verbände und Aussteller die Frage stellen, wie man im kommenden Jahr eine sichere, informative, ergiebige Gamescom durchführen kann. Denn es ist nicht damit zu rechnen, dass das Interesse an Spieleneuheiten abnehmen wird. Von den Herstellern wird man kaum erwarten können, dass sie noch größere Stände bauen, zumal selbst ein doppelt so großer Battlefield-3- oder Diablo-3-Stand mit doppelt so vielen PCs die Wartezeiten kaum auf ein erträgliches Maß reduziert hätte.

    Mit wenigen, einfachen Maßnahmen könnten die Besucherströme dennoch entzerrt und Warteschlangen verkürzt werden. Hier meine Top 6 Vorschläge:
    1. Wichtigster Punkt: Electronic Arts und Activision Blizzard gehören nicht in dieselbe Halle. Niemals! Allein diese einfache Maßnahme löst 50 % aller Probleme.
    2. Die Gamescom gibt sich gerne familienfreundlich, tatsächlich sind die kleinsten Besucher die größten Verlierer der Show. Die Gamescom braucht dringend eine separate Halle für Familien mit Schwerpunkt Wii, DS, 3DS, Singstar, Just Dance, Kinect & Co. Inklusive breiter Gänge für Kinderwägen, ausreichend Sitzgelegenheiten und gesondertem Zugang für Eltern und Kinder.
    3. Die vielfach geforderte 18er-Halle muss kommen - Einlass nur für erwachsene Besucher! Das würde auch dafür sorgen, dass die Stände nicht mehr aufwändig umbaut werden müssen (siehe Battlefield 3, Mass Effect 3, Modern Warfare 3, Rage, Skyrim, Prototype 2, Far Cry 3 usw.)
    4. Von Disneyland lernen heißt Siegen lernen: Baut das Fastpass-System sinnvoll aus, anstatt die Leute stundenlang warten zu lassen. Und: Auf den Tickets sollte die entsprechende Uhrzeit gedruckt werden (Beispiel: Diablo 3-Zugang zwischen 14:15 Uhr und 14:45 Uhr).
    5. Intensiviert den Kartenvorverkauf via Internet und Vorverkaufsstellen! Dadurch würden die hoffnungslos überlasteteten Tageskassen spürbar entlastet.
    6. Baut mehrere zentrale große Showbühnen und 500-Mann-Kinos mit wechselndem Programm. Die Publisher-eigenen Minibühnen führen nur zu sinnlosen Staus auf den Fluren.

    Ich bin mir sicher, euch fallen noch weitere Vorschläge ein.

    Vielleicht wollen die Spielefans die Gamescom aber genau SO beibehalten – so, wie man es von Rock am Ring und anderen Großveranstaltungen gewohnt ist: Es ist laut, es ist eng, es ist stickig, die Bühne ist nur schemenhaft in der Ferne zu sehen und man wartet stundenlang drauf, bis es endlich losgeht. Und wenn man dann nassgeschwitzt und ausgepowert vom Gelände schleicht, sind sich dennoch alle einig: "War das GEIL!".

  • Es gibt 51 Kommentare zum Artikel
    Von Trespin
    Ich habe noch genau die Punkte im Kopf warum die Messe unbedingt weg von Leipzig nach Köln sollte. Irgendwie vor allem…
    Von No1-Obaruler
    Passt schon, bei EA waren wenigstens - so man denn zeitig da war - Entwickler von deren Spielen auf der Bühne die man…
    Von Marten-Broadcloak
    Ich bin für "Mehr Entwickler, die Fragen über ein Spiel beantworten" als "Dumme Idioten, die auf der Bühne stehen,…
    • Es gibt 51 Kommentare zum Artikel

      • Von Trespin Benutzer
        Ich habe noch genau die Punkte im Kopf warum die Messe unbedingt weg von Leipzig nach Köln sollte. Irgendwie vor allem die Punkte die jetzt und auch schon in den 2 Jahren vorher in Köln jämmerlich schief gelaufen sind!!!
        Von der Verkehrssituation und dem gesamten organisatorischen Umfeld drumherum wurde…
      • Von No1-Obaruler Erfahrener Benutzer
        Passt schon, bei EA waren wenigstens - so man denn zeitig da war - Entwickler von deren Spielen auf der Bühne die man hat befragen können, so sollte es tatsächlich sein. Die Marktschreier sind zwar super für die Goodie-Looter die auf jeder Messe rumlungern - Thema egal, aber wer da wegen den Spielen ist der…
      • Von Marten-Broadcloak Erfahrener Benutzer
        Ich bin für "Mehr Entwickler, die Fragen über ein Spiel beantworten" als "Dumme Idioten, die auf der Bühne stehen, gröhlen und billigen Mist wie Aufkleber in die Menge werfen"... 2K-Games-Stand war da echt die Härte ...
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Gamescom 2011: Was 2012 besser werden muss - sechs ganz konkrete Vorschläge
Eine komplette Woche hat PC-Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich auf der Gamescom in Köln verbracht. Und sie ist überzeugt: Die Gamescom 2011 war die bisher schönste - doch die Messe läuft Gefahr, Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Sicherheitsrisiken, Einlass-Stopp, Wartezeiten von fünf Stunden und mehr - all das wollen wir 2012 nicht nochmal erleben. So kann es nicht weitergehen. Hier kommen sechs ganz konkrete Vorschläge, damit im nächsten Jahr alle Besucher mehr von der weltgrößten Spielemesse haben.
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