Futuristisches Rollenspiel, an japanischen Vorbildern orientiert.
Die Kamera erinnert ans Kino.
Die Kamera fährt quer über die Kulisse, zeigt ein Schlachtfeld in einem dunklen Hangar. Fünf Wachdrohnen schweben vor einem Raumgleiter im Halbkreis. Gegenüber stehen ein kräftiger Mann im Trenchcoat, eine schwarze Frau im quietschgrünen Anorak, außerdem ein bärtiger Kauz, der meckernd mit seinem Gehstock Löcher in die Luft sticht, und ein kleiner Roboter. Der Opa ist als Erster dran und könnte zuschlagen, stünde er weiter vorne. Eine Pistole hat er nicht. Sein Zug geht drauf für einen Schritt auf die Gegner zu. Eine Runde warten. Dann heult eine der Drohnen auf und jagt bunte Blitze in seinen Körper. Die Kamera ist lange gekreist, jetzt stiert sie in sein verzerrtes Gesicht. 136 Punkte minus. Der Mantelmann wägt ab: Dem Kollegen Heilcreme auftragen? Lieber rächen. Der Retourschuss zerlegt das Ziel in Schrottstücke. Reihum schießen, springen, schlagen die Kämpfer. Die Lady findet noch einen Schalter, der die Drohnen hinter Energiebarrieren einschließt. Der Robo-Zwerg packt rotierende Sägeblätter aus. Am Ende sind die Maschinen kaputt, die Sieger steigen einen Level auf und können im Jet abhauen, der Spieler hat mit der Maus gewonnen und sich an hart gefilmten Bildern heiß gesehen. Das ist ein Teil von Anachronox: rundenbasierte Duelle. Erfahrungspunkte müssen Sie danach keine verteilen, denn die Charaktere entwickeln sich fließend automatisch. Der zweite Teil sind ausgedehnte Adventure-Phasen: Nach und vor den Kämpfen müssen Sie Gegenstände sammeln und damit anständige Rätsel lösen. Das läuft zum Beispiel so: Sie wollen die Ratsherren einer Stadt sprechen. Weil diese nur Parteitreue vorlassen, müssen Sie auf einem langen Wahlzettel Ihre Gesinnung beweisen. Um die richtigen "Meinungen" zu finden, tigern Sie durch die Straßen und überlisten Lakaien des Rats im Gespräch, teilen Bestechungsgeschenke aus oder brechen in Hotelzimmer ein. Besondere Talente in der Party helfen: Der Kerl im Trenchcoat knackt Schlösser, der Roboter hackt Computer und der alte Grummelkauz schwafelt Schwachsinn, bis seine Opfer freiwillig über all ihre Geheimnisse plaudern. Eine Besonderheit von Anachronox: Die Dialoge sind durchweg witzig, als wären sie Grim Fandango entliehen.

Ich habe die Demo gespielt und muss sagen,schade dass so ein gutes Game nicht in Deutsch oder zumindest mit Deutschen-Untertexten kommen wird.
Nochmals,schade,schade.
Markus
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