Quantum Conundrum im Test: Kein neues Portal, aber ein toller Rätsel-Spaß

2
Test Thorsten Küchler - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

PC Games testet Quantum Conundrum: Das neue Spiel der Portal-Miterfindern Kim Swift ist fertig - und es erinnert frappierend an (Überraschung!) Portal! Ob es dem großen Vorbild das Wasser reichen kann, klärt unser Test von Quantum Conundrum.

Bei Valve war Kim Swift maßgeblich an der Entwicklung des Genre-Meilensteins Portal beteiligt. Und trotzdem verließ sie das erfolgsverwöhnte Studio, um ihre ganz eigenen Ideen verwirklichen zu können. Doch eigentlich hätte Frau Swift gleich bei Valve bleiben können, denn ihr neuestes Werk namens Quantum Conundrum ist ein Ego-Puzzler, den man fast schon als Portal-Plagiat bezeichnen könnte. Nachfolgend beschreiben wir, was uns an Quantum Conundrum gefallen hat:

Clevere Puzzle-Mechanik

Was für Portal die typische Portalkanone ist, ist für Qunatum Conundrum ein Hightech-Handschuh namens IDS ("Interdimensional Shift Device"): Dank dieses Gadgets spielt ihr munter mit den Gesetzen der Physik herum! Insgesamt vier Funktionen werden im Laufe des Spiels eingeführt: Ihr könnt die Zeit verlangsamen, die Schwerkraft umdrehen und Gegenstände federleicht machen oder aber ihr Gewicht erhöhen. Zwei wichtige Dinge sind dabei zu beachten: Zum einen ist die Spielfigur selbst immun gegen sämtliche Physiktricks, zum anderen könnt ihr die Kräfte nur nacheinander und nicht gleichzeitig einsetzen. Aus dieser recht simplen Prämisse holen Swift und ihr Entwicklerteam einiges heraus: Mal müsst ihr Energiekugeln in Maschinen hinein werfen, mal schwebt ihr auf einem Sofa über tödliche Laserstrahlen hinweg. Der Schwierigkeitsgrad bleibt dabei stets locker bis knackig - nur an wenigen fiesen Stellen hätten wir uns eine optionale Hilfefunktion gewünscht. Sehr gut gelöst: Welche Talente ihr in den jeweiligen Levels aktivieren könnt, wird stets vorgegeben - so weiß man meist schnell, was zu tun ist. Nur um das "Wie" müsst ihr euch dann noch selbst kümmern.

Ordentlicher Umfang zum günstigen Preis

Der Story-Modus umfasst 51 Rätselräume, unterteilt in drei große Bereiche. Um alle Puzzles zu lösen, solltet ihr ungefähr 6 Stunden einplanen. Danach ist der Spaß aber noch nicht vorbei: Komplettisten suchen außerdem nach versteckten Roboterfiguren und vergleichen ihre Leistungen dank Online-Leaderboard mit denen ihrer Steam-Freunde. Weiterhin gibt es vier Blaupausen im Spiel zu entdecken, die wiederum einen reichlich schweren Challenge-Raum freischalten. Angesichts des günstigen Preises von 15 Euro kann man da wahrlich nicht meckern.

Saubere technische Umsetzung

Quantum Conundrum nutzt die Unreal Engine 3 - reizt diese aber natürlich nicht ansatzweise aus und läuft selbst auf ollen Rechnern flüssig. Dennoch sieht das Spiel mit seinen runden Formen und quietschbunten Farben wirklich charmant aus, einzig gelegentliche Nachladeruckler beim Betreten neuer Levels stören die Atmosphäre.

Das hat uns nicht gefallen:

Nervige Sprungpassagen

Knapp ein Drittel der Rätsel fordern nicht nur eure Intelligenz, sondern auch euer Geschick: Dann müsst ihr Gegenstände im richtigen Winkel herumwerfen oder über Plattformen hüpfen. Letzteres gestaltet sich extrem hakelig: Durch die Ego-Perspektive lassen sich Abstände schwer einschätzen und man stürzt teilweise unvermittelt ab - was trotz fair gesetzter Checkpoints eine der größten Schwächen des Spiels ist.

Story belanglos und mit doofem Ende

Zu Beginn glaubt und hofft man noch, Quantum Conundrum würde eine pfiffige, eigenwillige Handlung erzählen. Doch spätestens beim "großen" Finale wird klar: Die Geschichte ist einfach nur langweilig. Großartige Wendungen? Fehlanzeige! Denkwürdige Charaktere? Ebenso wenig! Tolle Zwischensequenzen? Auch das nicht!

Bildergalerie

Wertung zu Quantum Conundrum (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Clevere Puzzle-MechanikOrdentlicher Umfang zum günstigen PreisSaubere technische Umsetzung
Nervige SprungpassagenStory belanglos und mit doofem Ende
2
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Squeale Anfänger/in
        Jo, hab jetzt grad die 3. Dimension bekommen, saulustig bisher - manchmal hab ich kurz knobeln müssen - die Lösung kam dann wie ein gigantischer Facepalm auf mich zugeflogen weil es total einfach war.
        Tolles Spiel - toller Preis - empfehlenswert!
      • Von Squeale Anfänger/in
        Jo, hab jetzt grad die 3. Dimension bekommen, saulustig bisher - manchmal hab ich kurz knobeln müssen - die Lösung kam dann wie ein gigantischer Facepalm auf mich zugeflogen weil es total einfach war.
        Tolles Spiel - toller Preis - empfehlenswert!
      • Von Slayer2 Mitglied
        Bin gerade das erste Mal komplett durch (6 Stunden passen gut) und muss sagen das Spiel macht wirklich Laune und ist schön für zwischendurch. Die angesprochenen Sprungpassagen (Stichwort: Couchsurfing) sind wirklich etwas nervig und drücken etwas den Spielspass. Dafür sind aber alle Level eigentlich immer logisch aufgebaut und man kommt auf die Lösung. Leider wiederholen sich manche Rätsel-Elemente häufiger. Portal und Portal 2 bleiben klar noch meine Lieblingstitel in diesem Bereich. Aber Quantum Conundrum macht mit dem Dimensions-Element etwas schönes Neues zum Knobeln.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk