Voll in die Hose gegangen: Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie [Update mit weiteren Pannen]
Der Gamesmarkt ist ein hartes Pflaster. Im Wettbewerb um die Gunst der Spieler ziehen Entwickler und Publisher mit immer größer werdenden Marketingbudgets zu Felde. Einige Werbekampagnen verfehlen allerdings ihre Wirkung, schlimmer noch: Sie gehen unerwartet nach hinten los. Wir lassen heute die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Branche Revue passieren. Update: Jetzt mit weiteren PR-Desastern, schaut rein!
Update am 22. Oktober: Wir haben unser Special um weitere Pannen aus der Welt der Videospiele erweitert. Warum sich die Hitman-Entwickler IO Interactive für einen Trailer entschuldigen mussten und was es mit dem Versprechen "It's not on rails" auf sich hat, erfahrt ihr im Artikel. Die neuen Unterseiten sind entsprechend gekennzeichnet (Update).
Originalbericht: Was vor über 30 Jahren als Spielzeug für Nerds begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Industriezweig. Heute sind Videospiele längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und sorgen weltweit für Milliardenumsätze. Entwicklerstudios, die in Garagen und Hinterhöfen geboren wurden, residieren heute in Großstädten und beschäftigen oftmals mehrere hundert Mitarbeiter. Sie kämpfen nicht um die Gunst einiger treuen Fans, sondern sollen möglichst ein Millionenpublikum bedienen. Längst wird deshalb auch auf dem Gamesmarkt mit harten Bandagen gekämpft. Die Marketingbudgets liegen heute um ein Vielfaches höher als noch vor zwei oder drei Jahrzehnten. Wer bei der ganzen Reizüberflutung auffallen möchte, muss schon außergewöhnliche Werbekampagnen fahren.
Virale Marketingaktionen wie die von Electronic Arts im Zeichen von Dante's Inferno sind ein gutes Beispiel. Doch sie können auch nach hinten losgehen, wie einige Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt haben. Erstaunlich oft trat Sony ins Fettnäpfchen. Der Elektronikriese brachte es unter anderem mit dem Lair Reviewers Guide und einer toten Ziege bei einer Pressevorführung in die Negativ-Schlagzeilen. Einen langfristigen Imageschaden hat Sony bei den Aktionen zumindest nicht davongetragen, was man von Ocean Marketing und Paul Christoforo nicht gerade behaupten kann - ein "Lehrstück" in puncto Kundenservice. Auf den nachfolgenden Unterseiten widmen wir uns ausführlicher den wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie. Über Meinungen und Kommentare freuen wir uns natürlich gerne.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Die Nonnen aus Hitman: Absolution (Update)
- Seite 2 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Molyneux zu Fable: The Journey: 'Its not on rails' (Update)
- Seite 3 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Sonys 'rassistische' PSP-Werbekampagne
- Seite 4 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - John Romero und sein Baby Daikatana
- Seite 5 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Ein beispielloses Fiasko: Der Fall 'Ocean Marketing'
- Seite 6 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Leitfaden für Spiele-Journalisten: Lair Reviewers Guide
- Seite 7 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege
- Seite 8 Bildergalerie
Ein Hitman-Trailer in der Kritik: Heiße Nonnen gegen Agent 47
IO Interactive wollte mit dem "Attack of the Saints"-Trailer ein wenig die Werbetrommel für Hitman: Absolution rühren. In dem actionreichen Video legen sich acht schwebewaffnete Nonnen in Fetisch-Kleidung mit dem berühmt-berüchtigten Profikiller Agent 47 an. Der Hauptprotagonist der Hitman-Reihe vermöbelt die weiblichen Attentäter auf seine Art. Unmittelbar nach der Veröffentlichung des besagten Werbeclips machte sich jedoch eine Welle der Empörung breit. Verschiedene Medien wie IGN und die britische Tageszeitung The Guardian warfen den Entwicklern Sexismus vor.
Der Trailer würde völlig falsche Signale an die (männliche) Zielgruppe senden, die dargestellte Gewalt gegen Frau wurde aufs schärfste verurteilt. Game Director Tore Blystad zeigte sich überrascht über die Kritiken, räumte die Fehler jedoch ein und gab eine Entschuldigung ab: "Es tut uns Leid, wenn wir jemanden beleidigt haben - das war wahrlich nicht unsere Absicht mit dem Trailer. Natürlich verstehen wir das. Es war ein sehr großes Thema bei uns und wir lesen so viel wie wir können von den Artikeln und Antworten." Es habe nie die Absicht gegeben, die Leute damit zu provozieren, betonte Blystad.
- Seite 1 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Die Nonnen aus Hitman: Absolution (Update)
- Seite 2 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Molyneux zu Fable: The Journey: 'Its not on rails' (Update)
- Seite 3 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Sonys 'rassistische' PSP-Werbekampagne
- Seite 4 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - John Romero und sein Baby Daikatana
- Seite 5 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Ein beispielloses Fiasko: Der Fall 'Ocean Marketing'
- Seite 6 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Leitfaden für Spiele-Journalisten: Lair Reviewers Guide
- Seite 7 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege

ihr habt sowas von recht. ehrlich
hmmm, eigentlich müsste sich bei den Betschwestern eher Sainatrix eher anbieten ;-)
...
Ich finde es übrigens Rassistisch das in dem Hitman Trailer nur eine Schwarze aber 7 Weiße Frauen sind!
Und ich finde es unverantwortlich, daß nicht darauf hingewiesen wird, ob dieser Trailer nur mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde.
Aber Themawechsel: Gut finde ich, daß mit dem Hitman ein Vorbild für die Jugend von heute geschaffen wurde, durch das jeder lernt, daß Selbstjustiz, das Recht des Stärkeren und der unreflektierte Einsatz von Waffen als Problemlöser ok ist.
btw: Wieso "Saints"? Müßte das nicht "Saintesses" heißen? oder wie auch immer die die "Verweiblichung" à la "-innen" in Englisch funktioniert?
Stellt euch vor es wären unverschleierte Muslime. Dann würden Botschaften gestürmt werden!
Genauso bei Frauen. Kampagne ohne Frauen->diskriminierend. Baust du welche ein, dann ist es sexistisch. Ja, was denn nun? :-B