Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Die stummen Helden der Spielegeschichte
Sie retten die Welt vor dem drohenden Untergang, bleiben während ihrer Abenteuer aber so stumm wie ein Fisch: Claude, Gordon Freeman, Isaac Clarke und andere populäre Helden aus erfolgreichen Computer- und Videospielen haben offensichtlich ein Schweigegelübde abgelegt. Welche Vor- und Nachteile das Ganze mit sich bringt und welche Protagonisten außerdem noch als redescheu gelten, verraten wir euch in unserem heutigen Special.
Grausam entstellte Kreaturen schlendern durch düstere Korridore, die Wände und Böden sind mit Blut getränkt, überall liegen Leichenteile auf dem Boden. Ohne jeden Zweifel, auf dem gigantischen Raumkreuzer USG Ishimura ist die Hölle los. Doch den Dead Space-Helden Isaac Clarke lässt das Ganze offenbar kalt. Kein Wort kommt aus ihm heraus. Auch dann nicht, als er unfreiwillig mit ansehen muss, wie ein Teil seiner Crew von den Necromorphs zerfleischt wird. Das Gefühl der Angst und Hilflosigkeit entsteht beim Spieler, nicht jedoch bei der Figur selbst, die das oben geschilderte Szenario gerade eben noch "live" erlebte. Eine Identifikation mit dem Protagonisten fällt somit nicht gerade leicht.
Isaac Clarke ist dabei ein Extrembeispiel. Anders als beispielsweise bei Link aus der Zelda-Reihe, der ebenfalls stumm bleibt, können wir an Isaac's Gesicht noch nicht einmal eine emotionale Regung ablesen, da er die meiste Zeit über einen Helm trägt. Spieler und Presse beklagten sich gleichermaßen über den profillosen Protagonisten. Als Reaktion auf das Feedback spendierte Entwickler Visceral Games Isaac in der Fortsetzung Dead Space 2 zumindest einige Zeilen Dialogtext. Außerdem legt er häufiger seine Maskierung ab und zeigt uns sein Antlitz.
Wenn stumme Helden offensichtlich bei Spielern durchfallen, warum gibt es sie dann noch? Häufig entscheiden sich die Designer zugunsten der Atmosphäre bewusst für einen redescheuen Hauptcharakter. So erklärte der Portal 2-Autor Erik Wolpaw die Schweigsamkeit von Chell mit ihrer Abneigung gegenüber dem Roboter-Personal: "Wir haben immer angenommen, dass sie reden kann. Sie hat sich nur dazu entschlossen, es nicht zu tun. Warum auch den Robotern dieses Vergnügen geben, wenn diese eh nur Ärsche sind?" Bei Grand Theft Auto 3 sah die Sache hingegen ein wenig anders aus. Gangster Claude hat laut Rockstar Games seinen Mund nur nicht aufgemacht, weil die Entwickler damals an ganz anderen Baustellen gearbeitet haben.
In unserer Bildergalerie unterhalb dieser Zeilen stellen wir neben den oben genannten Beispielen weitere sprachlose Protagonisten aus der Videospiellandschaft vor. Was haltet ihr von stummen Charakteren? Glaubt ihr beispielsweise, dass Half-Life 2 ein noch besserer Ego-Shooter geworden wäre, wenn Gordon Freeman ab und an einen Kommentar zum Geschehen abgegeben hätte? Über eure Meinung zu diesem Thema würden wir uns freuen. Nutzt dazu die Kommentarfunktion.

bei half-life fand ich ok das gordon nicht spricht, wie schon erwähnt man soll sich in den charakter hineinversetzten was schlecht geht wenn er auf einmal anfängt zu reden. auf der anderen seite wirkt es halt extrem lächerlich wenn die leute mit einem reden aber man nie antwortet. zweischneidiges schwert...
wegen Freemans "Stimme".
Wir erleben selbst die Abenteuer von Freeman und machen uns unsere
eigenen Dialoge und Gedanken.
Dieses Konzept geht aber nur auf wenn die Spielequalität einfach überragend ist.
Siehe Zelda, Metroid (Prime) und eben Half Life Serie.
Ich dachte schon, niemand hier ist sich dessen bewusst... Gefällt mir persönlich viel besser.
Was mir allerdings am besten gefällt ist, wenn man seinem Charakter die Worte in den Mund legen kann, nur haben dies bisher nur wenige Spiele wirklich gut gemacht (zb Mass Effect 1 + 2). Mir ist es dann sogar fast egal, ob diese Aussagen etwas bewirken oder nicht, schließlich sind sie für mich in dem Moment, in dem ich nicht weiß, dass sie eigentlich nichts ändern, real. Und das ist für mich die höchste Kunst des Rollenspiels: sich im Hauptcharakter wiederzuspiegeln.
bei half life 2 war es dann anders weil jeder npc ständig freeman beim namen nannte - aber freeman in hl war für mich überhaupt kein "spieleheld" keine person
Liegt wohl daran dass Gordon Freeman wohl
erst im 2 Teil der "Superheld" der Nation war? oder nicht? ;-)
Schließlich war er zu Half Life 1 Zeiten ein Physiker und nix anderes.
Erst später wurde er zum "Gott" ernannt.
Und Freeman sollte auch nie ein echter Spieleheld sein bzw. Person.
Denn man verkörpert selbst Freeman. Darum auch die Designentscheidung
wegen Freemans "Stimme".
Wir erleben selbst die Abenteuer von Freeman und machen uns unsere
eigenen Dialoge und Gedanken.
Dieses Konzept geht aber nur auf wenn die Spielequalität einfach überragend ist.
Siehe Zelda, Metroid (Prime) und eben Half Life Serie.
deutsche synchronkultur ist mit die beste weltweit aber wenn ihr o ton geil seid zieht euch den nächsten batman schinken rein nächste woche da habt ihr sicher euern spaß. ;)
jetz ne news mit schweigen ist gold?!
was kommt als nächstes? bunte pilze naschen und die stimmen hören die man hören will? sommerloch oder? dr. house , vin diesel soviele typen klingen wie nen lappen im o-ton seid mal lieber froh die überbewerteten ami synchros sind auch nicht sonderlich gut