Steam-Box im Eigenbau: So stellt ihr einen spielefähigen HTPC fürs Wohnzimmer zusammen

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Gerüchte über eine Steam-Box, eine Mischung aus PC und Konsole des Steam-Betreibers Valve, der für Steam-basierte PC-Spiele genutzt werden kann, machten in diesen Tagen Schlagzeilen. Doch einen für moderne PC-Games ausreichend starken kleinen Wohnzimmer-PC kann man auch selber zusammenstellen - wir haben dies in unserem Special für euch getan und geben Kauftipps.

Der Trend zum Home-Entertainment ist ungebrochen. Neben großen LCD-TVs und Heimkino-Anlagen mit Surroundsound (siehe dazu auch unser Special zu Heimkino von letzter Woche) spielt auch die Vernetzung und Verschmelzung von Multimedia-Geräte eine immer größere Rolle. Wer aber im Wohnzimmer auch spielen will, für den war der Griff zu einer Spielekonsole oft die einfachste Möglichkeit – der Konsolenmarkt hat nicht zuletzt deswegen auch dem PC-Spielemarkt arg zugesetzt. Doch immer häufiger kehrt der PC wieder zurück an die Wohnzimmer-Front. Das Stichwort heißt HTPC – Home Theater Personal Computer.

Mit einem HTPC kann man die Vorteile eines PCs genießen, nämlich vor allem: Office- und Internetanwendungen im vollen Umfang nutzen und den PC als Medienzentrale verwenden. Wer sich bei der Auswahl der Hardware ein bisschen bemüht, wird auch bei modernen PC-Games mit Grafikdetails belohnt, die einer aktuellen Spielekonsole weit überlegen sind. Natürlich kann man sich auch einen ganz normalen Gamer-PC zusammenstellen und diesen einfach im Wohnzimmer neben dem LCD platzieren. Wir wollen in unserem Special aber Zusammenstellungen präsentieren, die in kleineren Gehäusen Platz finden und weniger nach einem klassischen PC, sondern mehr nach einer Konsole oder Multimedia-Box aussehen. Selbstverständlich könnt ihr unsere Vorschläge aber auch als Tipps für den Zusammenbau eines PCs in einem gängigen MIDI- oder Big-Tower-Gehäuse verwenden.

Gehäusestandards: ATX, Micro-ATX und ITX
Wer einen PC nutzt, hat in aller Regel ein ATX-Gehäuse. Dies ist eine Baunorm, die unter SilverStone Fortress FT03 Quelle: SilverStone SilverStone Fortress FT03 anderem auch die maximalen Baumaße für ein Mainboard und Netzteil beschreibt. Bei Micro-ATX ist das Gehäuse kleiner als ATX, hier passen nur Mainboards, die ebenfalls Micro-ATX-Baugröße haben. Ein solches Board passt allerdings wiederum problemlos in ein ATX-Gehäuse. Ein anderer Standard, der nochmals kleiner ist, nennt sich ITX. In ein Gehäuse mit Micro-ATX- oder ITX-Baugröße, in denen kein Netzteil mitgeliefert wird, passen normale ATX-Netzteile hinein. Für Spiele sind ITX-Gehäuse meist nur sehr eingeschränkt nutzbar, da wegen der kompakten Baugröße in aller Regel nur wenige Grafikkarten eingebaut werden können, die für aktuellere Spiele zumindest niedrige bis mittlere Details ruckelfrei schaffen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Steam-Box selber gebaut: Einleitung, ATX und ITX
  2. Seite 2 Steam-Box selber gebaut: Grafikkarten, Surroundsound und Input-Lag
  3. Seite 3 Steam-Box selber gebaut: Kabellose Bedienung und ITX-HTPC ab 500 Euro
  4. Seite 4 Steam-Box selber gebaut: Fortsetzung ITX-Gamer-HTPC ab 500 Euro
  5. Seite 5 Steam-Box selber gebaut: Micro-ATX-Gamer-HTPC ab 430 Euro und Aufrüsttipps
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Also, für mittlere Details reicht da zB eine AMD 6770 oft schon aus, da wäre eine 7770 sicher nicht schwächer. Aber wenn es nur um den Strombedarf geht, ist wiederum eine 7850 eh kaum "hungriger" - kostet halt so oder so dann über 100€ mehr. Da stellt sich dann sogar die Frage, ob man nicht eine "ältere" Karte für 140€ nimmt, die zwar dann 20W im IDLE braucht, aber eben in der Anschaffung günstiger ist. zB die AMD 6870 für 140€, die hab ich selber und reicht mit meinem X4 965 für alles auf hohen Details in FullHD aus - bis auf wenige "Ultra"-Sachen, die aber beim Spielen ehrlich gesagt nicht anders aussehen als "nur" hohe Details.

        Zudem ist die AMD 6870 zB von Sapphire auch im IDLE sehr leise - das dürfte ja bei einem HTPC auch ein Punkt sein, oder? Ach ja: Maximalbedarf der 6870 ist auch um die 140-150W.
      • Von Herbboy Mitglied
        Also, für mittlere Details reicht da zB eine AMD 6770 oft schon aus, da wäre eine 7770 sicher nicht schwächer. Aber wenn es nur um den Strombedarf geht, ist wiederum eine 7850 eh kaum "hungriger" - kostet halt so oder so dann über 100€ mehr. Da stellt sich dann sogar die Frage, ob man nicht eine "ältere" Karte für 140€ nimmt, die zwar dann 20W im IDLE braucht, aber eben in der Anschaffung günstiger ist. zB die AMD 6870 für 140€, die hab ich selber und reicht mit meinem X4 965 für alles auf hohen Details in FullHD aus - bis auf wenige "Ultra"-Sachen, die aber beim Spielen ehrlich gesagt nicht anders aussehen als "nur" hohe Details.

        Zudem ist die AMD 6870 zB von Sapphire auch im IDLE sehr leise - das dürfte ja bei einem HTPC auch ein Punkt sein, oder? Ach ja: Maximalbedarf der 6870 ist auch um die 140-150W.
      • Von Luzzifus Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Herbboy
        Hast Du denn den HTPC woanders stehen als den "normalen" PC?
        Ja schon, beim Fernseher und der Anlage halt. Der PC steht zumindest nicht in Sichtweite.

        Und Spiele wie Skyrim, Arkham Asylum/City und Blades of Time sollte der HTPC dann schon auch mitmachen können, glaube da schwächelt die 7770 schon etwas.
      • Von Herbboy Mitglied
        Also, vielleicht reicht Dir ja auch für die Spiele, die mal am HTPC spielen willst, eine schwächere Karte aus? Das wäre dann zB die AMD 7770, wobei die für ihre Leistung etwas zu teuer ist, und viel weniger Strombedarf hat die auch nicht, vlt 3-4W im IDLE weniger.


        Eine nochmal andere Idee wäre eine neue CPU, die mit der eigenen Grafikeinheit vlt. schnell genug ist.


        Hast Du denn den HTPC woanders stehen als den "normalen" PC?
      • Von Luzzifus Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Herbboy
        Dazu käme dann noch der Mehrverbrauch fürs Spielen, was Du ohne die Karte aber ja gar nicht machen könntest ;)
        Naja bzw. wofür ich jetzt noch den "großen" PC zusätzlich anschalte. Das würde ja dann auch größtenteils wegfallen (nur für die Spiele nicht, die zwingend Maus/Tastatur erfordern).

        Allerdings zocke ich gar nicht so viel, manche Tage gar nicht und meistens so maximal 2 Stunden.

        Aber es würde sich wahrscheinlich trotzdem recht günstig ausgehen vom Strom her. ^^
      • Von Herbboy Mitglied
        Rechne * 52 Wochen * 0,015 KiloWatt * Strompreis, dann weißt Du, wieviel mehr Strom Du zahlst, bei ner Karte mit 15W IDLE. Dazu käme dann noch der Mehrverbrauch fürs Spielen, was Du ohne die Karte aber ja gar nicht machen könntest ;)

        zB bei 20 Cent/KWh wären es ca 10,70€ pro Jahr.
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