Alan Wake: Test der PC-Version - Schlaflos, spannend, super - Ab sofort auf Steam als Download

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Test Thorsten Küchler - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 12,49 €
Alan Wake: Test der PC-Version - Schlaflos, spannend, super - Ab sofort auf Steam als Download
Quelle: Remedy

Alan Wake erschien bereits vor rund zwei Jahren. Allerdings nur für Xbox 360, obwohl zuvor immer wieder mit einer PC-Version geworben wurde. Nun allerdings gibt es Alan Wake auch für PC - nur ohne Microsoft. Dafür aber mit vielen Verbesserungen. Wir sagen euch, wie gut Alan Wake für PC ist. Update: Alan Wake für PC ist ab sofort auf Steam erhältlich.

Alan Wake macht auch auf dem PC eine überragend gute Figur - und ist ab sofort (16. Februar 2012) über Steam als Download erhältlich. Die Laden-Version erscheint am 2. März 2012. Die Steuerung ist für ein Actionspiel in Perspektive der dritten Person hervorragend geschmeidig und eingängig - die Konsolenwurzeln sind hierbei eigentlich nur spürbar, wenn ein Gamepad angeschlossen und Alan in der ursprünglich gedachten Art und Weise mit Benutzereingaben versorgt wird. Dass das Spiel im Grunde schon zwei Jahre alt ist und unter der Haube "nur" Direct-X 9 zum Einsatz kommt, fällt im wahnsinnig atmosphärischen Ganzen keineswegs negativ auf - ganz im Gegenteil, die für den Heimrechner aufgebohrten Grafikeffekte schmeicheln dem Auge des vergleichsfreudigen Betrachters: die Weitsicht ist großartig, der virtuelle Nebel fast schon zu schön, die Wassereffekte eine wahre Pracht.

Selbst der stereoskopische 3D-Modus kann sich sehen lassen und wer noch mehr Rundum-Gefühl braucht, macht von der Multimonitor-Option mit Eyefinity Gebrauch. Das alles rechtfertigt die lange Wartezeit auf die PC-Umsetzung vielleicht nicht ganz, dafür aber gibt's das Abenteuer schon ab 30 Euro inklusive der Add-ons - eine faires Verkaufsmodell, das selbst diejenigen besänftigen sollte, die all die Jahre Groll gegen den virtuellen Schriftsteller wegen seiner PC-Abstinenz hegten.

In Bright Falls geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Das werdet ihr schon kurz nach dem Start zu spüren bekommen. Quelle: Remedy In Bright Falls geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Das werdet ihr schon kurz nach dem Start zu spüren bekommen. Aber fangen wir vorne an. Alan Wake, seines Zeichens Romanautor, leidet an einer fiesen Schreibblockade. Ein Urlaub muss her. Entspannung mit der Frau. Und genau dafür hat man sich das beschauliche Städtchen Bright Falls ausgesucht. Erholung sucht Alan Wake (jetzt kaufen 11,60 € / 12,49 € ) hier allerdings vergebens, denn in dem kleinen Küstendörfchen gehen seltsame Dinge vor. Menschen verschwinden spurlos, andere faseln dummes Zeug. Mysteriös. Doch als wäre das nicht schon genug, kommt es schlimmer. Viel schlimmer. Denn Alan Wake entdeckt Seiten eines Manuskripts, das er offensichtlich selbst verfasst hat. Dumm nur: er kann sich nicht mehr daran erinnern. Noch bizarrer wird es, als eben diese Dinge plötzlich Realität werden. Hätte Wake eine Komödie geschrieben, so wären die Ereignisse durchaus unterhaltsam. Doch es ist ein Gruselroman, in dem sich unbescholtene Bürger in Monster verwandeln und die Frau des Helden entführt wird. Und der Held? Der ist Alan Wake selbst.

Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel. Darum geht es in Alan Wake. Spielt die Handlung tagsüber, ist Wake sicher. Sobald es aber dämmert und die Nacht einbricht, kommen die Monster hervor und wollen euch ans Leder. Dumm nur, dass diese Viecher aufgrund eines Schutzschildes gegen Waffen immun sind. Lediglich gleißendes Licht, hervorgerufen beispielsweise durch eine Taschenlampe, macht sie verwundbar. Einmal des Schutzschildes entledigt, könnt ihr allerdings mit weltlichen Waffen gegen die Fieslinge vorgehen. Größeren Schaden richtet die Signalpistole an: Denn die explosive Leuchtmunition brutzelt ganze Gegnermassen mit einem Treffer weg. Besonders elegant: wer nicht warten möchte bis die Waffe automatisch nachgeladen ist, kann auf einen entsprechenden Knopf hämmern, um jede Kugel manuell in die Waffe zu befördern. Das lässt euch Hektik und Panik am eigenen Leib erfahren. Super umgesetzt. Weitere Klamotten im Arsenal: die Leuchtfackel sowie Blendgranaten.
Waffen und Munition sind aber nicht das einzige das ihr einsammelt. Da wären nämlich noch Batterien. Für eure Taschenlampe. Diese verbraucht Strom und während ihr eines Schattenwesen anleuchtet, geht Energie flöten. Wer dann nicht sofort einen frischen Akku nachwirft, der steht sprichwörtlich im Dunkeln. Wer etwas mehr Zeit hat, der wartet einfach ab. Denn die Energie lädt sich über Zeit wieder von selbst auf. Auch die Lebensenergie von Alan Wake lädt sich wieder auf. Entweder ihr wartet kurz an einer sicheren Stelle oder aber ihr spurtet in den Lichtkegel eines Schweinwerfers. Letzterer Zufluchtsort fungiert zudem als Rücksetzpunkt. Das Spiel speichert nämlich an vorgegebenen, meist sehr nah aneinander liegenden Stellen automatisch ab.

Wer nun glaubt, das Spiel verkomme durch derlei Hilfen zu einem leichten Durchlauf, der irrt. Während das Spiel auf "Normal" recht einfach ist, bekommt ihr auf den beiden Schwierigkeitsgraden "Schwer" und "Albtraum" deutlich mehr Probleme. Das liegt vor allem daran, weil das Böse spätestens ab Episode 4 richtig schwere Geschütze auffährt. Und das ist wörtlich zu verstehen. Die Dunkelheit übernimmt nämlich die Kontrolle über Gegenstände - gerne auch riesige Gegenstände. So müsst ihr beispielsweise gegen fliegende Kühlschränke oder Stahlträger ankämpfen, während euch ein wild gewordener Bagger das Leben zur Hölle macht. Oder wie wäre es mit einem fiesen Kran oder einem durchgeknallten Mähdrescher? Das mag zwar auf den ersten Blick befremdlich wirken, doch sind diese eigentlich normalen Objekte deutlich unheimlicher als der nächste Fantasy-Ork oder der nächste Psychopath. Doch auch Alan steht nicht allein auf weiter Flur. Beispielsweise könnt ihr an manchen Stellen auf KI-Unterstützung setzen. Alans abgedrehter Agent Barry und die Polizistin Sarah sind im Kampf eine echte Hilfe! Die beiden agieren clever und ihr müsst sie nicht beschützen - kein Vergleich mit den meist nervigen Babysitter-Einlagen aus anderen Spielen.

Schaurig schön. Die Atmosphäre von Alan Wake ist Remedy überaus gelungen. Vor allem Nachts kommt Gruselstimmung auf. Quelle: Remedy Schaurig schön. Die Atmosphäre von Alan Wake ist Remedy überaus gelungen. Vor allem Nachts kommt Gruselstimmung auf. Doch nicht immer geht es in Alan Wake gruselig und spannungsgeladen zu. Das Spiel hat auch seine ruhigen Momente, beispielsweise wenn es daran geht, Rätsel zu lösen. Nur allzu lange seid ihr damit nicht beschäftigt, denn auf die Lösung der meisten Kopfnüsse kommt selbst ein dressierter Affe. Dennoch wirken die Passagen beruhigend auf den von der Dunkelheit gehetzten Spieler. Auch Hüpfeinlagen gibt es. Allerdings erst gegen Ende des Spiels. Dabei nervt lediglich die durchaus realistische Kondition von Alan Wake. Im Vergleich mit anderen Spielen wirkt Alan wie ein Kettenraucher. Bereits nach wenigen Metern im Sprint geht ihm die Puste aus.

Dass Alan Wake seinerzeit deutlich mehr auf Adventure getrimmt war, lässt sich nur noch erahnen. Alle Dialoge wurden in Zwischensequenzen verfrachtet und nur wenige Abschnitte am helllichten Tag lassen euch die Umgebung in Ruhe erkunden. Belanglos wirken auch die wirklich kurzen Fahreinlagen, die ihr hin und wieder absolvieren müsst. Das ist doppelt schade, denn Remedy hat diverse Extras in den Levels versteckt. Darunter beispielsweise Thermoskannen oder Schatzkisten. Das wichtigste Sammelgut sind allerdings die Manuskriptseiten, sie erzählen nämlich wichtige Details zur Story und warnen öfters vor kommenden Gefahren. Wer also zuhört, kann so mancher bösen Überraschung entgehen. Weitere Abwechslung: teilweise dürft ihr auf Dosenpyramiden schießen. Das solltet ihr allerdings nur machen, wenn ihr genügend Munition euer Eigen nennt.
Atmosphärisch ist Alan Wake eine wahre Wucht. Von der schaurig-spannenden Story über die vielschichtigen Charaktere bis hin zum spielerischen Minimalismus ist alles auf ein Ziel ausgerichtet: den Spieler zu packen! Und das geling Remedy vorzüglich. Zum Verlauf der Story verraten wir an dieser Stelle aber sicher nichts, schließlich ist sie der absolute Kern von Alan Wake. Wir können allerdings verraten, dass die Tür für einen Nachfolger am Ende sperrangelweit aufsteht...

Wie bereits eingangs erwähnt hat Remedy für die PC-Version ordentlich an der Technik-Schraube gedreht. Was auf der Xbox 360 noch altbacken aussah, erstrahlt auf dem PC in neuem Glanz - auch wenn dieser bereits zwei Jahre alt ist. Doch besonders die Effekte zählen noch immer zur Spitzenklasse. Wenn ihr des Nachts durch den virtuellen Wald rennt, Nebel durch die Äste der Bäume kriecht und nur der Schein eurer Taschenlampe den Weg erhellt - dann kommt extrem dichte Gruselstimmung auf. Hinsichtlich der virtuellen Darstellung von Licht leistet die Grafik-Engine des Spiels tatsächlich Wegweisendes. Außerdem überzeugt die Sounduntermalung von Alan Wake sowie der Soundtrack, der aus lizenzierten sowie eigens komponierten Tracks besteht. Allein eines vermag nicht zu überzeugen: die deutsche Sprachausgabe. Zu unmotiviert wirken die Sprecher. Also: Sprache umstellen und auf Englisch zocken.

Meinung

Wertung zu Alan Wake (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Einzigartige AtmosphäreTolle Story mit vielen WendungenInnovatives KampfsystemUmfangreiche PC-Anpassungen
Manche Passagen eher belanglosMiese deutsche Sprachausgabe
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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von LouisLoiselle
        Wenn das für dich Grund genug ist aufs Spiel zu verzichten, solltest du das Hobby wechseln und einfach DVDs schauen.
        Das war auch der Grund weshalb ich das Deinstallieren erst nicht verstanden habe, der Satz davor klang für mich eher wie ein Kompliment.:-B
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von LouisLoiselle
        Wenn das für dich Grund genug ist aufs Spiel zu verzichten, solltest du das Hobby wechseln und einfach DVDs schauen.
        Das war auch der Grund weshalb ich das Deinstallieren erst nicht verstanden habe, der Satz davor klang für mich eher wie ein Kompliment.:-B
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von gnies
        lool, das erste Spiel in dem die Videos schlechtere Quali haben als das Spiel selbst
        #uninstall
        Wenn das für dich Grund genug ist aufs Spiel zu verzichten, solltest du das Hobby wechseln und einfach DVDs schauen.
      • Von chbdiablo Mitglied
        Zitat von gnies
        lool, das erste Spiel in dem die Videos schlechtere Quali haben als das Spiel selbst
        #uninstall

        Und für diesen Beitrag hast du dich jetzt extra registriert?

        Ich habs vor kurzem durchgespielt und fands ganz gut :-)
      • Von gnies NPC
        lool, das erste Spiel in dem die Videos schlechtere Quali haben als das Spiel selbst
        #uninstall
      • Von phily Mitglied
        @lordcrash: hab das spiel zwar nicht gespielt, aber das was du bemängelst war auch genau das, was mich am anfang, also vor einigen jahren an dem spiel so fansziniert hatte, bevor sie es so stark geändert hatten. der gedanke an eine open world mit dieser landschaft und recherche...man, das wär super gewesen.
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