Stronghold 3 im Test: Ein Bug-Debakel mit Ärger-Garantie [Test des Tages]
Zehn Jahre ist es her, dass sich das ursprüngliche Stronghold mit riesigen Belagerungsschlachten und einer Prise Aufbau-Strategie eine treue Fangemeinde sicherte, welche auch die zahllosen Neuauflagen und Nachfolger klaglos hinnahm. Doch beim offiziellen dritten Teil der Reihe namens Stronghold 3 sollten sich auch die treuesten Anhänger des Spielprinzips zwei Mal überlegen, ob sie für diesen fehlerbehafteten Software-Schund das Portemonnaie zücken.
Stronghold 3 versetzt euch einmal mehr ins Mittelalter, wo ihr in einer Mischung aus Aufbau- und Echtzeit-Strategie erst eine florierende Siedlung inklusive simpler Warenkreisläufe aufbaut, um anschließend eure von Mauern umgebenen Betriebe in Belagerungen gegen feindliche Armeen zu verteidigen. Dabei greift ihr nicht nur auf rekrutierte Truppen wie Armbrustschützen und Pikeniere zurück, sondern setzt auch Fallen wie brennende Baumstämme oder Pfahlgruben ein.
Info: So haben wir getestet
Da THQ uns kein Testmuster vor Release zur Verfügung stellte, spielten wir ab dem 25. Oktober die Verkaufsfassung von Stronghold 3. Mit dieser Version (v1.0.24037) kam es zu zahlreichen Abstürzen, Bugs und Grafikfehlern. Außerdem war es nahezu unmöglich, eine Mehrspieler-Partie zu betreten und länger als 20 Minuten zu bestreiten. Nach der Veröffentlichung von Patch 1.1.24196 spielten wir noch einmal Probe, konnten aber keine gravierenden Verbesserungen feststellen.
Das hat uns an Stronghold 3 gefallen:
Der erste Teil ist enthalten
Entwickler Firefly Studos hat offensichtlich gewusst, in welch desolatem Zustand sich das Strategiespiel befindet. Als kleine Entschädigung enthält die Verkaufsversion den tollen ersten Teil der Serie aus dem Jahre 2001 als kostenlose Dreingabe. Nachdem wir uns während des Tests über die vielen Fehler von Stronghold 3 geärgert hatten, waren wir über den Anblick der vertrauten 2D-Burganlagen des Klassikers besonders erfreut. Auch heute noch ist Stronghold ein prima Zeitvertreib.
Es gibt zwei Kampagnen
In Stronghold 3 habt ihr die Wahl: Errichtet ihr lieber eine prächtige Siedlung und macht euch ausschließlich Sorgen um Getreideernte, Holzförderung und Wohnraumbeschaffung? Oder steht euch der Sinn danach, mit Lanzenträgern, Bogenschützen und Schwertkämpfern Feindverbände aufzureiben und in Belagerungen Rammböcke sowie Katapulte zu kommandieren? Für jeden Spielertyp steht eine eigene Kampagne bereit.
Der Aufbaupart ist gelungen
Zwar besitzt Stronghold 3 bei weitem nicht die Komplexität der Anno-Serie. Dennoch macht es Laune, Obstgärten, Steinbrüche und Kerzenmacher zu errichten. Da die Stimmung der Untertanen Einfluss auf den Zuzug neuer Siedler hat, seid ihr ständig damit beschäftigt, Nahrungsmittelrationen, Steuersatz und Bierausschank zu regulieren – und zwar so, dass sich sowohl eure Schatzkammer füllt als auch stets genug Rekruten für neue Jobs und die Armee verfügbar sind.

Die Grafische Darstellung der Objekte, der aufbaumodus von Wällen, die bugs und der mangel an Karten machen es meiner Meinung nach so schlecht und vorallem dieses blöde anmelden bei Steam geht mir gewaltig auf den Keks. Es reicht noch lange nicht an Erfolge wie Crusader oder Stronghold ran, schon beim aufmachen der ersten freies Bauen Karte war mir klar ich muss das Spiel wieder loswerden!
Aber eine kleine Frage drängt sich mir auf: Vor ein paar Ausgaben habt ihr der PC Games noch die Previewbewertung "Gut" (glaube ich) vergeben, und da war nichts von einem dermaßen kaputten Spiel zu lesen. Wie kommt das?
Der Hauptkritikpunkt sind ja defakto die Bugs und Abstürze. Sowas lässt sich aber natürlich bei einer Preview nicht abschätzen - Vorabversionen laufen seltenst komplett rund, gerade bei kleineren Studios.;-)
Aber eine kleine Frage drängt sich mir auf: Vor ein paar Ausgaben habt ihr der PC Games noch die Previewbewertung "Gut" (glaube ich) vergeben, und da war nichts von einem dermaßen kaputten Spiel zu lesen. Wie kommt das?
es war sogar ein "sehr gut" in der Ausgabe 10/11 wobei die Grafik schon als alt beschrieben wurde.