Die Synchronstimme macht das Spiel - Leser-Special von Nosi11
Wenn man heutzutage aus dem Kino kommt und zu Hause den Fernseher anschaltet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, eine der Stimmen, die man gerade noch im Kinosaal gehört hat, auch beispielsweise in einer der zahlreichen Crime-Serien wiederzuerkennen, obwohl völlig andere Schauspieler mitwirken. Auch in Spielen passiert dies immer öfter.
Der Markt an wirklich guten Synchronsprechern ist überschaubar und so ist es nicht selten, dass diese dann gleich eine ganze Reihe von amerikanischen Schauspielern synchronisieren. Ein Amerikaner schaut sich keine nachvertonten Filme an - und wenn doch, ist es wohl ein Zeichentrickfilm. Und da wird für die Vertonung dann schon mal der eine oder andere Hollywoodstar eingekauft.
Das gesprochene Wort wird auch in Spielen immer wichtiger und so ist es nicht verwunderlich, dass auch in Games die Hauptrollen von namhaften Stars eingesprochen werden. In "Mass Effect 2" ist zum Beispiel Martin Sheen, Golden-Globe Gewinner und Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, in der englischen Sprachausgabe zu hören. Mit deutschen Hollywoodstars in Spielen können wir nicht aufwarten, sehr wohl aber mit deren Stimmen. Der kleine Wheatley aus "Portal 2" wird beispielsweise von Tobias Meister, der deutschen Stimme von Brad Pitt und Jack Black, synchronisiert.
In "Mafia 2" ist die Stimme von Homer Simpson (Norbert Gastell), als Mafiosi Leo Galante am Sprechen.
Die herrlich dunkle Stimme von Tilo Schmitz, Synchronsprecher von Michael Clarke Duncan und Ving Rhames, ist in "Dragon Age 2" als Zwerg Varric und in "Starcraft 2" als Tychus zu hören.
Quelle: E3
Jack Black und Wheatley würden sich sicher gut verstehen
Auffällig wird es in Filmen vor allem immer dann, wenn die Sprecher wechseln. Manfred Lehman, selbst ein bekannter deutscher Schauspieler, stand für Bruce Willis in "Stirb langsam 3" nicht zur Verfügung, weil er selbst vor der Kamera stand. Stattdessen war dann die Stimme von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger zu hören. Für manche Fans ein Schock ;)
Manfred Lehmann war übrigens schon 1998 als Erzähler in "Die Siedler 3" zu hören und aktuell auch als Duke Nukem oder in "Crysis 2". Die Stimme eines Stars ist wichtig, und anscheinend ist man sich über die Arbeit eines Synchronsprechers auch nicht immer einig. So hatte beispielsweise David Nathan, die Stimme von Johnny Depp für den Film "Fluch der Karibik" eingesprochen. Allerdings war man mit seiner Arbeit nicht zufrieden und er sollte ein Weiteres mal das Mikrofon in die Hand nehmen. Nachdem der aber ablehnte, wurde stattdessen Marcus Off engagiert, der auch danach in "Fluch der Karibik 2 und 3" Jack Sparrow die Stimme lieh.
Gerüchten zu Folge wurde man sich mit Off für den vierten Teil der Serie nicht einig, so dass der größte Pirat aller Zeiten nun wieder mit der Synchronisation von David Nathan im Kino läuft. Nathan kennt man übrigens auch aus Spielen, beispielsweise als Batman, in "Arkham Asylum".
Aber nicht nur in Filmen gibt es Uneinigkeiten. Geralt von Riva aus "The Witcher" hat nun schon die dritte deutsche Stimme verpasst bekommen, obwohl es erst zwei Teile gibt. Geralt wurde im ersten Teil in einer "Enhanced Edition" noch einmal komplett neu vertont auf den Markt gebracht.
Kennt Ihr weitere bekannte Stimmen aus Spielen? Welche sind Eure Lieblingssprecher?

Sicherlich werden die Medien nicht nur mit der Hilfe von Redewendungen gestalltet, sie haben aber Einfluss. Auch gibt es bestimmte Wortwitze und wie ich oben schrieb kulturelle Unterschiede die auch in Serien oft einzughalten gerade wenn sie gesellschaftskritisch sind.
Denn die Probleme die behandelt werden müssen nicht unbedingt auf die andere Nationen zutreffen. Was das Verstehen einer bestimmten Passage erschwert. Womit ich wieder einmal dort angelangt bin und den meisten die gerade alles auf einen Nenner bringen, indem sie Sagen dass die Englischevertonung die bessere ist,werfe ich Schwindel vor. Dass resultiert daraus das niemand zugestehen möchte in Englisch nicht der beste zu sein oder sonst eine Schwäche haben. Wenn man hier eine Umfrage startet mit der Frage:"Welchen Abschluss haben sie?" Werden die meisten gerade beim Abitur sein oder Studieren. Dass dieses nicht stimmen kann müsste uns die Logik sagen. Es ist schade dass der Mensch dazu neigt sich selbstzubelügen. "Muß ja". (Ich schliesse mich nicht aus!)
Die Intonation ist ein wichtiger Teil, und der damit entstehende Ausdruck. Auch gestehe ich ein das man es nicht verstehen muss damit es sich gut Anhört als Beispiel nenne ich Dogen aus Lost, der am Anfang seines auftretens japanisch spricht, was sich sehr gut anhört. Aber ich musste immer auf die Übersetzung von Lennon warten damit ich was verstehe. Deshalb bleibe ich dabei dass das Verstehen wichtiger ist als der Ausdruck. Ich persönlich nutze meist Untertitel in Spielen, die Synchonisation ist nur nebensächlich, da ich schneller Lese als die Sprechen können.
Dumdideldei, aus dir mach ich Brei! :-X
Epic.
Jetzt beziehe ich mich wieder auf meinen Anfangssatz, und frage mich wieso viele der Meinung sind dass das englische Orginal besser ist wenn sie es kaum, oder nur fehlerhaft verstehen? Wenn sie schon in Ihrer Heimatsprache aufgeschmissen sind!
(...)
Als Beispiel nehme ich mal The Witcher 2:
Nachdem ich den ersten Teil bereits auf Englisch spielte, behielt ich das beim zweiten Teil bei.
Dennoch war ich neugierig, ob die deutsche Version gut gelungen ist und spielte bestimmte Stellen, die mir zuvor aufgrund der Sprecher, sehr gut gefallen hatten und im Gedächtnis geblieben waren, weil Emotionen bzw. Zynismus meiner Meinung nach glaubhaft vermittelt wurden, noch einmal an.
Im Deutschen war davon nichts mehr zu spüren; es klang, als würden die Sprecher in diesem Moment mehr vom Blatt ablesen, als sich darauf zu konzentrieren, eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.
Ob das nun nur daran liegt, dass Deutsch meine Muttersprache ist und ich nicht merke, wenn das Englische falsch intoniert ist, kann ich nur subjektiv beurteilen, aber ich denke dennoch, dass die englischen Sprecher etwas besser sind.
Und was dein Beispiel mit den Redewendungen anbelangt: ich denke, dass das zum einen ein richtiger Einwand ist, aber zum anderen bestehen Dialoge in Filmen, Serien und Spielen nicht nur aus speziellen Redewendungen und zudem gibt es im Deutschen, gerade bei Dialekten, wahrscheinlich auch genug Redewendungen oder mundartliche Dinge, die nicht jeder Deutsche versteht, weil es eben auch lokale Unterschiede gibt.
Für mich persönlich lässt sich das nicht generalisieren: ich werde Dexter immer lieber auf Englisch, als auf Deutsch schauen, aber ein englischer Ezio mit Dialekt muss dann doch nicht sein, da bleibe ich lieber bei meiner Muttersprache. :-)
Besondere Beachtung sollte man zum Beispiel den Redewendungen und den kulturellen Aspekt schenken, diese sind jeweils von der Sprache abhänging und auf bestimmte Gebiete konzertriert. Das könnte dazu führen und führt regelmässig dazu dass diese Abschnitte nicht verstanden werden, weil vielen die Bedeutung der vielen Redewendungen garnicht bekannt sind. Beispiele dazu sind:"Its all water under the bridge" und "Six feet under". Die Übersetzung spare ich mir, diejenigen die sich beim Nachschauen ertappen, werden wissen das sie lieber Übersetzungen genießen sollten. Es gibt sicherlich noch mehrere Beispiele die ich nennen, beziehungsweise einanderer nennen, könnte und bei denen die meisten ohne Wörterbuch aufgeschmissen wären.
Außerdem gibt es auch Wörter in speziellen Bereichen die wenn man nicht dort Tätig ist oder sich dafür Interessiert man nicht kennt. Es gibt auch in deutschen Sprachraum Wörter deren Bedeutung missverstanden oder in einen besseren Fall nicht verstanden werden. Ein gutes Beispiel ist dazu das Wort Anarchie, sogar der Journalismus ist nicht in der Lage dieses Wort richtig einzusetzten. Denn die meisten verwechseln die Bedeutung von Anarchie mit dem meist nie gehörten Wort Anomie. Auch hierzu gibt es wieder viele Beispiele. Mit dem vorherigem Abschnitt wollte ich zeigen auch wenn man eine Sprache gut beherrscht es nicht heist das man alles verstehen kann.
Weiterhin vermittelt nur die "Heimatsprache" so große Emotionen, das geschieht unteranderem dadurch das man sich nicht konzentrieren muss auf das Gesprochene.
Jetzt beziehe ich mich wieder auf meinen Anfangssatz, und frage mich wieso viele der Meinung sind dass das englische Orginal besser ist wenn sie es kaum, oder nur fehlerhaft verstehen? Wenn sie schon in Ihrer Heimatsprache aufgeschmissen sind!
Dazu fällt mir ein das in vielen Bereichen der Medien englische Wörter in deutschen Sätzen stehen die nicht dort stehen sollten weil sie zum Teil unnötig sind. Deshalb sitze ich fast nur heulend vor dem Fernseher weil ich mir vorstelle, dass dieser Jemand gerade nicht das passende deutsche Wort kennt oder ihm es gerade nicht einfällt. Der Prozess nennt sich wohl Dummheit, Faulheit oder Sprachverfall. Wo sind die großen Dichter wenn man sie braucht. Dies ist unteranderem ein Bezug auf die heutige Dichtkunst die zum großen Übel auch von Sprachverfall befallen ist und andererseits ist dieses ein Hilfe ruf.
Was die Stimme angeht so sehe ich es wie Veez, es gibt durchaus Stimmen die im deutschen besser klingen. Seine Beispiele ebenfalls sehr gut.
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