Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 im Test: Endlich ist es vorbei

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Test Jürgen Krauß Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Das Beste am neuen Potter-Spiel: Die Saga geht damit endlich zu Ende. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 ist grottenschlecht, selbst für Harry Potter-Fans? Warum? Das verrät der Test von PC Games.

Bei allzu vielen "Registered Trademarks" (TMs) auf der Rückseite einer Spielepackung heißt es in der Regel: Aufgepasst! Wer nämlich ach so überschwänglich mit eingetragenen Markenzeichen wirbt, versucht damit meist spielerische Defizite zu vertuschen. Zum Glück ist das beim neuen Harry Potter mit dem unsäglich langen Untertitel und die Heiligtümer des Todes – Teil 2, nicht der Fall: Die dort enthaltenen Schwächen sind so offensichtlich, dass Vertuschungsversuche sinnlos wären. Wir sparen uns an dieser Stelle das abgedroschene "Fans greifen zu"- Gefasel, denn Potter-Fans müsste man vermutlich wegsperren, um sie vom Kauf abzuhalten – wobei das andersherum freilich genauso gilt: Wer Potter für eine langweilige Brillenschlange hält, dürfte ohnehin einen großen Bogen um dieses Spiel machen.

Im Grunde handelt es sich wie schon beim Vorgänger um einen Third-Person-Shooter mit Deckungssystem, wechselnden Protagonisten und nur einer Waffe: dem Zauberstab, der immerhin aber unterschiedliche Geschosse abfeuern kann, die je nach Gegnertyp mehr oder weniger sinnvoll sind. Rätsel oder Ähnliches gibt es nicht. Selbst hartgesottenen Potterianern sollten sich beim Spielen schnell die Fußnägel aufrollen. Grund dafür sind die schlecht übersetzten Bildschirmtexte, die emotionslose Inszenierung, die unfair gesetzten Checkpoints, die abwesende Gegner-KI, das konsolige Spielgefühl, die doofen Mitstreiter und noch einiges mehr.

Vor allem aber der sich ständig wiederholende Spielablauf, bei dem Sie von Abschnitt zu Abschnitt eilen und dort jeweils einige Gegner erledigen, bevor Sie weitergehen, sorgt für Langeweile und stete Sehnsucht nach einem baldigen Levelende – der draufgeklatschte Herausforderungsmodus, der eigentlich "Wiederspielwert" rufen sollte, ist also nur etwas für komplett Schmerzbefreite. Da wundert es auch nicht, dass die Motivationskurve im Falle Potter wie die Herzfrequenzlinie eines Toten aussieht: komplett ohne Höhepunkte. Doch es gibt auch Positives über HPUDHDTT2 zu sagen: Es dauert nur etwa vier Stunden und da die zugehörige Buchreihe zu Ende ist, sind Nachfolger unwahrscheinlich.

Bildergalerie

Wertung zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 (PC)

Wertung:

4.0 /10
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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Das ist ja die große Problematik in der heutigen Spielebranche: Es hat immer weniger mit einem ComputerSPIEL zu tun. Wie du ja schon beschrieben hast, ist das Meiste was heute erscheint, einfach nur noch ein interaktiver Kinofilm. Nicht mehr und nicht weniger. Mir gefällt der Trend aber auch nicht. Mir sind das Gameplay und spielerische Freiheiten auch wichtiger, als irgendwelche Filmsequenzen.

        njoa
        wobei selbst das noch ok sein kann, wenn man aber an die erste Stunde Black Ups zurückdenke, das ist ja nicht mal ein Film sondern eher Krachbummgewitter wie ein schlechter B-Movie
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Das ist ja die große Problematik in der heutigen Spielebranche: Es hat immer weniger mit einem ComputerSPIEL zu tun. Wie du ja schon beschrieben hast, ist das Meiste was heute erscheint, einfach nur noch ein interaktiver Kinofilm. Nicht mehr und nicht weniger. Mir gefällt der Trend aber auch nicht. Mir sind das Gameplay und spielerische Freiheiten auch wichtiger, als irgendwelche Filmsequenzen.

        njoa
        wobei selbst das noch ok sein kann, wenn man aber an die erste Stunde Black Ups zurückdenke, das ist ja nicht mal ein Film sondern eher Krachbummgewitter wie ein schlechter B-Movie
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von KILLSOMA
        Zum Beispiel ist der neue DUKE (Duke Nukem) so langweilig, weil logische Verknüpfungen des Users nicht funktionieren dürfen, wenn ich z.B. gegen ein landendes Raumschiff die "Schrumpfkanone" einsetze und nichts passiert, dann ist Mr. Casual wieder am Werk gewesen und hat für Spieler gedacht, die auf solche Ideen nicht kommen "müssen". Meine spielerische Freiheit in den Grenzen eines weniger intelligenten Kreativen oder des Marketings bedeutet heutzutage ganz einfach nur Spielfrust und das gilt eigentlich für alle Spiele in denen mir das Denken und das Selbst-Kombinieren einfach vorenthalten wird. Deswegen ist PORTAL ja auch so ein Erfolg, weil man darin kombinieren muß, um zu "spielen". Keine Optionen, kein Spaß ! Mit der heutigen Technik ist soviel mehr möglich, daß es mich sehr wundert, daß die Spiele immer mehr zu gescripteten Kinofilmen mit einer kleinen Multiple Choice Option werden, wie z.B. MW3, MOH, etc. Wer mehr über die grundlegende Herstellung eines wirklich guten Spiels wissen möchte, liest bitte nochmal hier: SOMA's GamePad - Viewing Blog

        Das ist ja die große Problematik in der heutigen Spielebranche: Es hat immer weniger mit einem ComputerSPIEL zu tun. Wie du ja schon beschrieben hast, ist das Meiste was heute erscheint, einfach nur noch ein interaktiver Kinofilm. Nicht mehr und nicht weniger. Mir gefällt der Trend aber auch nicht. Mir sind das Gameplay und spielerische Freiheiten auch wichtiger, als irgendwelche Filmsequenzen.
      • Von KILLSOMA Mitglied
        Zum Beispiel ist der neue DUKE (Duke Nukem) so langweilig, weil logische Verknüpfungen des Users nicht funktionieren dürfen, wenn ich z.B. gegen ein landendes Raumschiff die "Schrumpfkanone" einsetze und nichts passiert, dann ist Mr. Casual wieder am Werk gewesen und hat für Spieler gedacht, die auf solche Ideen nicht kommen "müssen". Meine spielerische Freiheit in den Grenzen eines weniger intelligenten Kreativen oder des Marketings bedeutet heutzutage ganz einfach nur Spielfrust und das gilt eigentlich für alle Spiele in denen mir das Denken und das Selbst-Kombinieren einfach vorenthalten wird. Deswegen ist PORTAL ja auch so ein Erfolg, weil man darin kombinieren muß, um zu "spielen". Keine Optionen, kein Spaß ! Mit der heutigen Technik ist soviel mehr möglich, daß es mich sehr wundert, daß die Spiele immer mehr zu gescripteten Kinofilmen mit einer kleinen Multiple Choice Option werden, wie z.B. MW3, MOH, etc. Wer mehr über die grundlegende Herstellung eines wirklich guten Spiels wissen möchte, liest bitte nochmal hier: SOMA's GamePad - Viewing Blog
      • Von KILLSOMA Mitglied
        Was ich bemerkenswert finde, daß in dem erfolgreichen millionenschweren Franchise "Harry Potter" nicht ein 3D-Game dabei war, das von irgendjemand wirklich gerne empfohlen oder gespielt wurde. Je mehr diese neuen Serien-Figuren, Serien-Geschichten und Serien-Games durch die künstliche Merchandise-Welt zu einem wirklich nur durch das Marketing suggerierten "Kultfaktor" verkommen, desto weniger mag ich sie wahrnehmen oder mich damit beschäftigen. Das ist so, wie mit dem Wort "Freunde" bei facebook oder anderen sog. "social media"-Servern: Es taugt nichts, das Wort ist falsch, wie das Produkt.
      • Von Phatboy75 Anfänger/in
        Zitat von RedDragon20
        Gibt es nichts positives über das Spiel zu sagen? :ugly: Herrlicher Test. Kurz, knackig und geil. ^^

        Ich fand Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (den Film) klasse. Und um ehrlich zu sein, ist es die erste Buchverfilmung, bei der ich sagen muss, dass sie besser ist, als das Buch selbst.
        also ich hab selten so nen schrott gesehen , bin mit nem kumpel und unseren freunden rein , weil die mädels den unbeding sehen wollten .
        das hat damit geendet , das wir nach ca 45 min im kino an der bar saßen ein paar bierchen getrunken haben und auf die mädels gewartet haben :-D
        aber ich muss zugeben , die beiden fanden ihn gut , nur für mich war es die reinste folter und langeweile pur!
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