Mass Effect 2: Die Ankunft - Das DLC-Finale im PC Games-Kurztest

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Mass Effect 2: Die Ankunft ist da. Es ist die letzte Download-Erweiterung für Biowares SciFi-Rollenspiel und markiert einen enttäuschenden Abschluss. Die Story ist schwach, die Action überwiegt.

Mit Die Ankunft möchte Bioware – laut eigenen Aussagen – eine Brücke von Mass Effect 2 zum dritten Teil schlagen, der Ende dieses Jahres erscheinen soll. Als Wegbereiter scheitert dieser lieblose DLC allerdings ganz gehörig – ein würdiges Finale sieht anders aus. Die Ankunft ist die letzte von mehreren DLC-Erweiterungen für Mass Effect 2, setzt aber keines der anderen Download-Pakete voraus. Sie können mit dem Mini-Add-on loslegen, sobald Sie das Hauptspiel etwa bis zur Hälfte gemeistert haben. Wir empfehlen allerdings, zunächst die Hauptgeschichte zu beenden, bevor Sie mit Die Ankunft beginnen, denn nur in dieser Reihenfolge ergibt die Handlung rund um die bevorstehende Invasion der Reaper auch einen Sinn.

Spannende Charakterentwicklung suchen Sie in Die Ankunft vergebens. Hier gibt es vor allem eines: Dauerfeuer. Quelle: Bioware / EA Spannende Charakterentwicklung suchen Sie in Die Ankunft vergebens. Hier gibt es vor allem eines: Dauerfeuer. Schwache Story, zuviel Action
In Die Ankunft soll Commander Shepard eine geheime Mission für Admiral Hackett ausführen, den Mass Effect-Fans bereits aus dem ersten Spiel kennen. Der Auftrag lautet: Die Wissenschaftlerin Amanda Kenson wurde von Batarianern entführt, Shepard soll sie retten – im Alleingang, der Held darf diesmal keine Verbündeten mit in die Nebenquest nehmen. Warum nur, Bioware? Was ist ein Mass Effect ohne Shepards charismatische Teammitglieder?

Statt spannender Charakterentwicklung und raffinierter Dialoge gibt's hier vor allem eines: Dauerfeuer. Shepard infiltriert die batarianische Basis, erschießt Gegner, schlurft durch graue Gänge, erschießt noch mehr Gegner. Sicher, das Ballern macht auch ohne Partymitglieder gewohnt viel Spaß, doch jegliche Taktik bleibt dabei auf der Strecke. Eine kurze Schleichpassage am Anfang kann man getrost ignorieren - bis auf ein Achievement fügt sie der Spielerfahrung nichts hinzu. Neue Waffen oder Ausrüstung gibt es nicht, nur an einer Stelle darf man für ein paar Minuten einen dürren Kampfroboter steuern. Der gesamte Spielablauf bleibt linear, echte Entscheidungsfreiheit genießt man im Grunde nie – da hatte das Hauptspiel deutlich mehr drauf.

Bioware versprach, dass man am Ende von Die Ankunft eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss. Und tatsächlich erlebt Shepard hier wohl einen der quälendsten Momente seiner Heldenkarriere. Allerdings fehlt es der Geschichte an großen Gefühlen, man fiebert nicht mit, sondern bleibt angesichts der dramatischen Ereignisse eher teilnahmslos.

Auswirkungen auf Mass Effect 3
Natürlich wollen viele Spieler ihren Spielstand in Mass Effect 3 importieren, und Bioware hat bestätigt, dass sich die Ereignisse von Die Ankunft auf den dritten Teil auswirken sollen. Doch wie stark diese Einflüsse letztendlich ausfallen, das bleibt abzuwarten. Immerhin hatte Bioware damals auch für Mass Effect 2 versprochen, dass das Ende des ersten Teils spürbare Auswirkungen auf den zweiten haben würde. Letztendlich merkte man davon aber kaum etwas.

Preis-Leistung
Für Die Ankunft müssen Sie 4,88 Euro (560 Bioware-Punkte) berappen. Das ist günstig, allerdings bekommt der Spieler auch nur einen geringen Gegenwert: Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist man in einer Stunde durch, selbst auf höheren Stufen sollte man nicht länger als zwei Stunden benötigen.

Meinung: Felix Schütz...
... über Die Ankunft:
Das DLC-Finale zu Mass Effect 2 kann ich leider nicht empfehlen. Die wenigen interessanten Parts der Story werden von zuviel Mittelmaß und Dauergeballer überschattet. Ein DLC, der Lust auf den dritten Teil machen soll, hätte wesentlich spannender ausfallen müssen. Das Traurige an der Sache: Vermutlich gibt's auch diesmal wieder reichlich Shepard-Fans, die trotzdem zuschlagen, ganz einfach weil Mass Effect draufsteht. Und solange das passiert, wird sich an Biowares DLC-Politik wohl auch leider nichts ändern.Wie man es besser macht, hat Bethesda mit dem gelungenen Broken-Steel-DLC für Fallout 3 gezeigt – da bekommt man noch was für sein Geld.

...über DLCs von Bioware:
Ja, das muss jetzt mal raus: Ich bin wirklich kein Fan von Bioware-DLCs. Vor allem über "Versteck des Shadow Broker" für Mass Effect 2 habe ich mich geärgert. Nicht weil der DLC schlecht wäre, ganz im Gegenteil - er war sogar richtig gut! Doch die Nebenhandlung um Liara T'Soni hätte nunmal zwingend ins Hauptspiel gehört. Sie einfach aus dem Spiel auszuklammern, habe ich als pure Geldmacherei empfunden. Ich erinnere mich, wie ich Mass Effect 2 damals für unseren Test durchspielte: Bis zum Schluss hatte ich gehofft und erwartet, dass die Geschichte um Liara endlich fortgesetzt wird, immerhin hatte Bioware genau das im Vorfeld verspochen. Doch stattdessen lief der Abspann durch, Liara blieb nicht mehr als eine Randnotiz – enttäuschend. Erst der "Shadow Broker"-DLC führte Liaras Nebenhandlung zu einem spannenden Ende. Das ist ein Geschäftsmodell, mit dem ich einfach nichts anfangen kann.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von soranPanoko Gelegenheitsspieler/in
        mal abgesehen von den gefühlten 1000 Logiklöchern (z.b. eine Supernova verschiebt ein Portal, ein Komet zerstört eins mal so? Man kann einfach mal in einem Gefängnis Landen?) ist es nicht gerade toll.
        Die Modelle sind einfach anderst angemalte standartgegner (warum musste man Batarianer in die Story nehmen, wenn man im ganzen DLC keinen sieht, zumindest keinen der wie einer aussieht? Staddessen bekommt man Menschen und Turianer).

        Das einzigste wirklich tolle an dem Spiel ist das kleine Video was die Reaperinvasion zeigt wenn man den Countdown ablaufen lässt (Youtube für die die zu faul sind) aber auch das wird zuschhnell abgespielt...
      • Von soranPanoko Gelegenheitsspieler/in
        mal abgesehen von den gefühlten 1000 Logiklöchern (z.b. eine Supernova verschiebt ein Portal, ein Komet zerstört eins mal so? Man kann einfach mal in einem Gefängnis Landen?) ist es nicht gerade toll.
        Die Modelle sind einfach anderst angemalte standartgegner (warum musste man Batarianer in die Story nehmen, wenn man im ganzen DLC keinen sieht, zumindest keinen der wie einer aussieht? Staddessen bekommt man Menschen und Turianer).

        Das einzigste wirklich tolle an dem Spiel ist das kleine Video was die Reaperinvasion zeigt wenn man den Countdown ablaufen lässt (Youtube für die die zu faul sind) aber auch das wird zuschhnell abgespielt...
      • Von The_Final Nerd
        Ich habe nun Overlord, Shadow Broker und Arrival direkt hintereinander durchgespielt. Mein persönliches Fazit: Arrival kann sich zwar nicht mit den beiden anderen DLCs messen, ist aber keineswegs schlecht. Allerdings lohnt es sich vermutlich nicht, nur wegen dieses DLC das Spiel wieder zu installieren, wenn man nicht ohnehin vorhatte, mal wieder eine Runde zu spielen.
        Es stimmt, dass Arrival sehr linear ist und man keine wirklichen Entscheidungen treffen kann. In einem anderen Forum hat ein User die Theorie geäußert, dass die Konsequenzen der in Arrival stattfindenden Ereignisse ME3 eröffnen werden und man praktisch nur gezeigt bekommt, was sich zugetragen hat. Es gibt in diesem Fall kaum wirklich einen alternativen Verlauf, der ein Weiterführen der Geschichte erlaubt.
        Dass man alleine unterwegs ist, finde ich, wie anscheinend viele andere auch, schade. Sich mit Shepards Kameraden durch die Horden an Gegnern zu ballern hätte sicher mehr Spaß gemacht
      • Von McDrake Mitglied
        Ich verschlinge alles, was das ME-Universum mir vor die Nase stellt.
        Die anderen DLCs fand ich, wie schon in nem anderen Thread beschrieben, ziemlich gut.

        Der letzte war auf der einen Seite enttäuschend, weil die Spielmechanik und Story (gabs sehr ähnlich ja schon in Teil 1) dem Rest nicht gerecht werden.

        Dass Episoden rauskommen die gut sind, find ich ok.
        Solange sie nach dem richtigen Spiel stattfinden.
        Shodowbroker vor dem Ende der Story zu spielen würde in meinen Augen nicht viel Sinn machen. Denn
        man bekäme sehr viele Infos direkt von ihm, da man mit ihr befreundet ist
        .
        Nebenbei bemerkt, verpasst man eine Nebenmission bei ME2, wenn man den Shodowbroker zu früh spielt. Oder hab ich da was falsch in Erinnerung?
        Beim Endkampf von ME2 hab ich hingegen auf die Hilfe von einem "Neben-"Charakter gesetzt.

        Bin vom Thema abgewichen... DLCs:
        Grade Missionen, die nach dem Ende des Spiels statt finden, haben in meinen Augen Daseinsberechtigung; Man kommt zurück und spielt den einen Charakter wieder und ist mit dem Team zusammen, mit dem man Tage verbracht hat.
        Eine Art Zusammenkunft ;)
      • Von Fabsun Anfänger/in
        Zitat von heinz-otto
        Danke für die Einschätzung. Ich habe ME2 gerade gestern abend installiert, weil ich den ersten Teil soeben beendet habe. Ich werde das DLC-Geschäftsmodell bei ME2 auf keinen Fall unterstützen, wenn Hauptspiel-Inhalte als DLC-Derivat verkauft werden. Das ist eine Preiserhöhung durch die Hintertür mit zusätzlicher Gängelung der Käufer.
        Schon beim Installieren kam ich mir gestern schon vor als würde mich EA mit den kostenlosen Beilagen anfixen wollen. Wieso hat man die dem Spiel nicht gleich beigelegt? Klar, um die kostenpflichtigen DLCs besser vermarkten zu können. Aber ich werde nicht mal die installieren, nur damit ich nicht noch irgendein Konto bei EA anlege. Und auf actionlastige Sachen wie in "Die Ankunft" kann ich bei Mass Effect getrost verzichten.
        Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht prinzipiell gegen DLCs. Aber so nicht. Danke für den Test. Da ist man als Leser echt besser informiert und greift nicht wahllos zu.

        Versuchs doch einfach mit Brettspielen.
        Mass Effect 2 hat einen Umfang von 30-40 Stunden. Ohne DLCs.
        Verstehe das Problem nicht, wenn die für ein paar € anschließend Inhalte nachschieben.
        Als wenn die ALLES schon vorher fertig entwickelt hätten...woher weißt du, dass z. B. Shadow Broker oder Overlord "Hauptspiel-Inhalte" waren? Wenn du auf die beiden verzichtest, verpasst du übrigens richtig was.

        Recht gebe ich dir bei den DLCs für neue Outfits. Sowas kann man auch getrost ins Hauptspiel integrieren.
      • Von Fabsun Anfänger/in
        Habe den DLC soeben durch und ich kann das ganze Genörgel nicht verstehen.
        Etwas kurz, ja. Aber sonst hat es viel Spaß gemacht, mal wieder was neues mit Shepard zu erleben.
        Wer, wie ich, großer Mass Effect Fan ist, sollte sich das für die paar € nicht entgehen lassen.
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