Patrizier 4: Aufstieg einer Dynastie im Test: Dieses Add-on hat wirklich viel zu bieten
Ein Koop-Modus, Inlandshandelsrouten, frische Szenarien und noch mehr. Patrizier 4: Aufstieg einer Dynastie hat viel zu bieten. Wie gut sich das Add-on im Test schlägt, verrät PC Games Ihnen heute.
Abseits von Fußballmanager-Spielen ist die Anzahl der Wirtschaftssimulationen inzwischen stark zusammengeschrumpft. Mit Patrizier 4 wirkten Kalypso und Gaming Minds dieser Entwicklung entgegen und belebten eine der erfolgreichsten deutschen Wirtschafssimulationen wieder. Obwohl Patrizier 4 in unserem Test vor einem halben Jahr insgesamt einen sehr guten Eindruck hinterließ, fielen auch negative Dinge auf. Und genau an diesen Kritikpunkten setzen die Entwickler an und bessern nun mit dem Add-on Aufstieg einer Dynastie nach.
Quelle: Kalypso
Weitere Bilder aus Patrizier 4: Aufstieg einer Dynastie. (1)
Die Erweiterung ergänzt Patrizier 4 zum Beispiel um einen kooperativen Mehrspielerpart, der Ihnen die Möglichkeit gewährt, Ihr Handelsimperium mit bis zu drei Mitspielern gemeinsam zu verwalten. Die richtigen Partner und eine rege Kommunikation vorausgesetzt, macht die Arbeitsteilung ordentlich Spaß und ist vor allem in späteren Spielphasen, wenn Ihr Unternehmen den Großteil des Hanseraums umfasst, sehr hilfreich. Und das Beste daran: Durch das Drop-in-/Drop-out-System steht die Tür für Ihre Freunde jederzeit offen, ohne das Beenden Ihrer Partie nötig zu machen. Näheres zum Mehrspielerteil erfahren Sie auf der zweiten Seite des Tests. Dass Sie immer noch nicht wie in Patrizier 2 gegeneinander wirtschaften dürfen, bleibt jedoch ein Wermutstropfen. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft! Aber wer weiß, vielleicht liefert Gaming Minds diese Möglichkeit in einer zweiten Erweiterung nach.
Ebenfalls neu ist das umfangreiche Landhandelssystem, das in der Endphase des Spiels neue Herausforderungen bietet. Wenn Sie das Vertrauen der Landesfürsten der jeweiligen Hanseregionen gewinnen, bieten Ihnen die hohen Herren irgendwann an, eine Handelsroute zu einer Stadt im Landesinneren einzurichten. Erschließen Sie solch eine Route, fungieren die Städte innerhalb des Landes genauso wie die Hanseniederlassungen an der Küste. Sie errichten also auch dort Kontore, bauen Betriebe auf und treiben Handel. Wer fleißig um die Gunst der Fürsten buhlt, kann bis zu acht verschiedene Inlandsstädte wie Berlin oder Mering erschließen und bis zu 26 Landhandelsrouten nutzen. Diese werden dann mit Ochsenkarren befahren, die Sie ebenso wie Handelsschiffe zunächst in den Küstenstädten bauen und dann bei Bedarf zu Konvois zusammenfassen. Automatische Handelsrouten sind mit den Ochsentrecks ebenfalls möglich.
Quelle: Kalypso
KI-gesteuerte Schiffe agieren nun cleverer in Seeschlachten.
Da Sie mit Ihren Karawanen allerdings durch die Ländereien der Könige und Grafen fahren und diese von Natur aus gierige Individuen sind, plündern sie Ihre Trecks von Zeit zu Zeit mit Soldaten. Um mit diesen Angriffen fertig zu werden, bleiben Ihnen gleich drei Optionen: Entweder Sie heuern in der Taverne Eskorte-Söldner an, die Ihre Ochsenkarren und die darauf befindlichen Güter im Fall eines Überfalls schützen. Oder Sie stellen sich gut mit den Adeligen, indem Sie Aufträge für sie erfüllen. Eine dauerhafte Lösung des Problems erreichen Sie durch den Kauf der Provinzen, durch die die Handelsstraße führt. Das ist allerdings mit immensen Geldsummen verbunden und bedarf ebenfalls eines hohen Ansehens bei dem Landesfürsten, dem Sie das Land abkaufen.
Abseits der Kampagne und des Endlosspiels locken nun zudem sechs Szenarien. Diese geben Ihnen Aufgaben vor, die Sie in einer gewissen Zeitspanne erfüllen müssen. Unter anderem verdingen Sie sich darin als Piratenjäger, gründen neue Hansestädte oder beweisen in einer Wette ihr Geschick als Meisterhändler. Die Zeitvorgaben sind knapp bemessen, was die Szenarien angenehm fordernd gestaltet.
Darüber hinaus bügelt die Erweiterung kleinere Unzulänglichkeiten des Hauptspiels aus, fügt ein paar Detailverbesserungen hinzu und erweitert das Repertoire an Aufträgen. Besonders positiv fiel uns während des Tests von Aufstieg einer Dynastie auf, dass die KI in den Seekämpfen jetzt etwas geschickter agiert. Wo Sie in automatischen Kämpfen zuvor sogar mit einer deutlichen Übermacht gegen Piraten verloren, fällt das Kampfergebnis von KI-gesteuerten Seekämpfen nun wesentlich
glaubwürdiger aus.

Wen jeder in einem spielt ist blöd, etwas Konkurrenz wäre gut, genauso wie ein Wettstreit mit seinen Freunden.....
Glaub mir, das tue ich ... wenn ich die Wahl habe zwischen Zocken und Abhängen mit Kommilitonen/Freunden, dann entscheide ich meist für Letzteres. Party & Social Life ist unumgänglich :-)
Bei wem das anders ist, der hat wohl ein langweiliges Studentenleben^^
Jep, der Koop-Modus geht auch im LAN. Hab es mit Kollege Bathge im Büro ausprobiert.
Hat mich persönlich auch gefreut, da ich früher viel Patrizier 2 im LAN gespielt habe und ein LAN-Modus kaum noch in Spielen vorhanden ist.
@fager: Eine Aktivierung ist nicht mal nötig. Installiert man Patrizier 4 ohne aktiven Internetzugang, braucht man auch nicht den Kalypso-Account zum Spielen. Lediglich die Keyabfrage bleibt.
Grüße,
Vik
Also genieß die Zeit! ;-)