Rift im Test: Gelungenes Online-Rollenspiel, mehr Evolution denn Revolution
Rift im PC Games-Test: Seit kurzer Zeit hat die Fantasy-Welt Telara für Online-Rollenspieler geöffnet. Unser Test von Rift zeigt, wie sich Rift nach dem Launch schlägt und wo die Entwickler noch Patch-Arbeit vor sich haben.
Gibt sich Rift im Test als "Best-of MMORPG" oder nur als lauer Aufguss von längst bekannten Spielinhalten? Seitdem Rift Anfang März an den Start ging, kursieren diese beiden Meinungen unter den Online-Rollenspielern. "Wir sind nicht mehr in Azeroth" lautet der recht provokante Slogan, mit dem Hersteller Trion Worlds für Rift wirbt. Das stimmt und irgendwie auch wieder nicht, was wir Ihnen in unserem Rift-Test gerne anhand etlicher Aspekte des Spiels veranschaulichen.
Hübsch gestaltete und abwechslungsreiche Spielwelt mit kleinen optischen Macken
Schön anzuschauen ist sie, die große Spielwelt Telara, in der Sie entweder aufseiten der Wächter oder der Skeptiker (Fraktionsmodell der Marke World of Warcraft) Ihre Rolle als Krieger, Schurke, Magier oder Kleriker einnehmen. Ihr Ziel ist, sich den bösen Mächten des Todesgottes Regulos und dessen Blutsturm zu stellen. Klingt nach gewohnter Weltenrettungs-Aufführung, aber das ist ja nichts Verkehrtes. Grafisch orientieren sich die Entwickler an bekannten Settings. So blickt man im Startgebiet der Skeptiker auf einen Vulkan, der förmlich die Aufschrift "Saurons Schicksalsberg" aus Der Herr der Ringe trägt. Manche Architektur erinnert an Hobbithöhlen oder an die weiße Stadt Minas Tirith, andernorts fühlt man sich an Hyboria, der Spielwelt von Age of Conan, erinnert. Doch die gewählten Landschaftselemente passen größtenteils gut zusammen und sorgen für eine tolle Umgebung. Farben und Beleuchtung erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre in Rift, alles wirkt ein wenig überirdisch und mystisch. Abstriche dagegen gibt es für Texturen, so sehen etwa die Pet-Begleiter bei genauem Hinsehen völlig vermatscht aus und auch etliche der Riss-Monster könnten ein paar mehr Details vertragen.
Durchschnittliche Quests, aber durchdachte Benutzerführung
Um möglichst viel von der Welt zu Gesicht zu bekommen, schnürt Trion Worlds regelrechte Questpakete an festen Orten (Questhubs). So erledigen Sie die beispielsweise Aufgaben für NPC A, was neue Quests bei NPC B und C freischaltet – bis schließlich alle Aufträge eines Questhubs erfüllt sind. Nach diesem Muster klappern Sie die Questgebiete häppchenweise ab. Das ist einerseits komfortabel und sorgt dafür, dass man sich nicht verzettelt. Andererseits ist dies nicht gerade die innovativste Art der Questgestaltung. Dazu kommen die meist simplen Inhalte, wie sie auch jedes andere MMORPG bietet: "Bringe mir 10 hiervon und erschlage 8 davon." Die Story-Quests sind dagegen besser, erzählen sie doch die Hintergründe zu den Ereignissen in Telara recht schön. Ein wenig mehr Sprachausgabe hätte hier jedoch für mehr Atmosphäre sorgen können.
Dafür ist die Navigation hervorragend gelöst. Questgebiete lassen sich auf der Karte farblich anzeigen (besser noch als etwa in Der Herr der Ringe Online) und zusätzlich darf man Markierungen auf die Karte setzen. Infoboxen zu den Gegnern zeigen sofort, ob sie für eine Quest relevant sind und auch die benötigte Anzahl wird darin angezeigt. Alles Dinge, die man einzeln auch von anderen Genre-Vertretern her kennt. In Rift findet man derlei Details jedoch gebündelt, so als wäre es das klare Bestreben der Entwickler, möglichst viele gut funktionierende Features zu vereinen. Hier und da entdeckt man auch Verbesserungen, zum Beispiel beim Thema Händler. Wie im Genre üblich, sammelt sich im Laufe der Zeit jede Menge so genannter "Trash-Loot" im Inventar, also Krempel, den man erbeutet, der aber nur dazu dient, ihn für ein paar Münzen zu verkaufen. Im Händlermenü von Rift finden Sie einen kleine Schaltfläche, mit der sich alle Trash-Loot-Gegenstände auf einmal verkaufen lassen – ungemein praktisch. Auch beim Einsammeln der Beute selbst bietet Rift zusätzlichen Komfort. Wenn mehrere besiegte und plünderbare Gegner beinander liegen, zeigt das Beutefenster den kompletten Inhalt all dieser Ziele an. Klasse gelöst.

Dass man die letzten Levelabschnitte ohne Quests auskommen muss, werden nur Spieler bemerken die extrem schnell leveln und somit keinen Erholungsbonus haben.
Bei meinem Lvl 50er waren das ca 30% die ich ohne Quests machen musste, hatte den aber in knapp 2 Wochen hochgespielt.
Alles in allem kann ich sagen: Wer was völlig anderes als Wow sucht, ist hier falsch. Ein nettes Spiel, das für 1 - 2 Monate eine "über 80" Wertung verdient, aber es fehlt definitiv noch der Feinschliff und attraktiver Lvl 50 Inhalt.
Für Pve mag es ein Tolles Spiel sein aber als PvP spieler ist es nichts.
Rift ist kein schlechtes Spiel, aber beileibe auch kein 88% Titel.
PvE: Leveln zu einfach, Normal-Instanzen zum Einschlafen leicht, Experten-Instanzen zum Einschlafen langwierig (aber nicht schwerer - einfach nur mehr Leben bei den Mobs). Rifts sind eigentlich eine gute Idee, aber zum Teil schlampig designt und sie werden nach einer Weile ebenso interessant wie die Instanzen.
Crafting: Lächerlich einfach aber Glückssache, da man die Marken aus den Dailies und Zufallsdrops für die Highlevel Mats braucht.
Items: PvP im Vergleich zu PvE lächerlich in den Werten. Nicht schwieriger zu bekommen, aber langwieriger. Einfach nur Zeitverbrennung im Warfronts grinden. Im Vergleich dazu regnet es Epix in den T1/T2 dungeons.
PvP: Warfronts oder gelegentliches Geganke. Kein Ziel und Sinn im Welt-PvP. Die Warfronts sind anfänglich ganz witzig, Wenn man sie das 500ste mal auf dem Weg zu Rang 6 macht, sind sie einfach nur noch zum Gähnen. Leider ist auch kein join als Raid möglich, so dass es keine Gilden vs. Gilden (oder zumindes Premade gegen Premade) Kämpfe gibt.
Klassen/Seelen: Nur oberflächlich vielfältig. Faktisch hat man wenig Wahlmöglichkeiten und eine recht kleine Anzahl sinnvoller Builds. Die letzten Patches haben die Wahlmöglichkeiten noch einmal eingeschränkt.. Das wird Gelegenheitsspieler kaum betreffen, aber im Highend (egal ob PvE oder PvP) ist es sehr ärgerlich, da man zu bestimmten Builds gezwungen ist, um am jeweiligen Geschehen auf hohem Niveau teilnehmen zu können.
Balance: Der Mann, der schon Warhammer in den Abgrund gestürzt hat, darf jetzt bei Trion seinen Fetisch für Feuermagier ausleben und wild in den Klassen herumpatchen, ohne dass ein übergreifender Plan pder auch nur ein grundlegendes Konzept ersichtlich wäre.
Fazit: Kein schlechtes, aber ein sehr mittelmäßiges PvE MMO mit ungeschickt aufgepfropftem PvP.
"Wes' Brot Du isst, des' Lied Du singst!" fällt mir zum Thema GS nur ein. Ohne ordentlich Penunzen wirds da nichts mit einem objektiven Testbericht, wenn die Konkurrenz mehr zahlt.
Von daher sind die weder Kollegen noch objektiv.
Wenn man die Levelzeit so kurz macht, dann muss man sich bewusst machen das es da bald des nachschub bedarfs, auch wenn der Release Content mit 10 oder 11 Instanzen, 1 Raidinstanz und den Invasionen (die echt Spaß machen mit so 50+ Leuten^^) und Raid Rissen mehr als ausreichend ist.
Wie man aber sieht arbeiten sie weiter dran und liefern auch schnell Patches und Verbessserungen (das neue Account-Schutz System z.B)
Die Kollegen von der GS haben ja bemängelt das im hohen Bereich zu wenige Quests sind, das stimmt aber einfach nicht. Dann wurde das nicht richtig gequested oder sie haben Risse, Inis und/oder PvP garnicht genutzt. Wie gesagt ich bin fast 47 und habe noch einiges in Eisenkiefer offen und auch in Shimmersand hab ich gerade die 46er quest fast durch, Stillmoor habe ich noch nicht einmal angefangen.
Quests gibt es echt genug wenn man normal spielt und nicht irgendwelche Hubs aus lässt.
Allerdings musst du auch sehen, dass der Großteil erst um die Level 30 ist. Nur viele Headstarter und eben die Hardcorezocker sind schon Level 50 und schlagen sich durch den Endcontent, sind aber eine kleine Minderheit (jedenfalls auf Brutmutter).
Zudem ist Trion bis jetzt das mit Abstand schnellste Entwicklerteam, was Bugfixes, Patches und Fixes (z.B. Raidbossleben drastisch erhöht etc) angeht.
Ich bin da sehr guter Dinge, dass die das schaffen, mich lange am Bildschirm zu fesseln
Es kann zum Beispiel nicht schaden, mal die ganzen Bergketten und Klippen langzulaufen, man findet viele und seltene Artefakte, Grenzsteine mit bis epischem Loot und auch Erfolge sowie ein wunderschönes Panorama
Bis jetzt passt für mich alles.
Das mit den wenigen Qs im Endverlauf des Spiels kann ich auch nicht bestätigen.
Bin Level 43 und hab noch mind. 3 höherstufige Gebiete vor mir...