Largo Winch ist ein wahres Glückskind: als Weise aufgewachsen, von einem Milliardär adoptiert und in Eliteschulen gesteckt, sportlich, gut aussehend, erfolgreich im geerbten Unternehmen. Doch selbst für Largo läuft nicht alles glatt: In einem seinem Nahrungsmittellabors taucht genmanipulierter Raps auf, auf einem seiner Empfänge tickt eine Bombe und ein wichtiger Wissenschaftler ist spurlos verschwunden. Dies weckt den Jagdtrieb des Sunnyboys Largo Winch. Im Stil eines James Bond oder eines Lord Brett Sinclair reist er um die Welt, befragt seine (meist weiblichen und gut aussehenden) Angestellten, wagt sich in zwielichtige Kneipen, legt sich mit der Russenmafia an und hackt sich in Computersysteme, um die Vorgänge aufzuklären. Bei dem Spiel handelt es sich um eines der wenigen aktuellen Adventures im klassischen Stil. Man steuert seine Spielfigur durch vorberechnete Landschaften, sammelt Gegenstände ein, untersucht sie oder kombiniert sie mit weiteren Gegenständen und unterhält im Multiple-Choice-Verfahren mit den zahlreichen NPCs. Nebenbei bekämpft man rundenbasiert bösartige Schlägertypen, spielt Poker oder hackt mittels Denkspielen Computernetzwerke. Obwohl die jeweiligen Schauplätze relativ klein sind und erst verlassen werden können, wenn alle Aufgaben erledigt sind, informiert ein automatisches Notizbuch über das aktuelle Spielziel. Das alles geschieht in einer dreidimensionalen Darstellung, die Dank der frei schwebenden Kamera, der Landschaften und der Darsteller an eine Vorabendserie erinnert. Zu diesem Eindruck tragen auch die zahlreichen Videosequenzen bei, welche die Schauplätze und Ereignisse miteinander verbinden.