WRC: FIA World Rally Championship im Test - Dröge Technik, tolles Fahrgefühl
Während Codemasters mit der Dirt-Serie immer mehr in Richtung Fun abdriftet, soll WRC: FIA World Rally Championship mit Vollgas in Richtung Rallye-Simulation rasen. Der PC Games-Test zeigt, ob die Entwickler es geschafft haben.
Hochtechnisiert, steril, auf Perfektion getrimmt – die Formel 1 gilt als die Königsklasse des Motorsports. Die WRC bietet das genaue Gegenteil: dreckig, rau und ungestüm! Diese Merkmale möchte Entwickler Black Bean mit seinem gleichnamigen Titel vermitteln. Die Grundvoraussetzungen für authentisches Rallye-Vergnügen sind dabei gegeben: WRC enthält die Originallizenzen, -strecken und -fahrzeuge der FIA World Rally Championship. Außerdem ermöglichen diverse Fahrassistenten und Schwierigkeitsgrade das Anpassen an Können und Vorlieben des Hobbyrasers.
Quelle: Black Bean
Die Cockpitperspektive soll mehr Authentizität bringen, sieht aber grauenhaft aus.
Als Einstieg in die wohl schmutzigste Rennserie der Welt dient auf Wunsch eine kleine Fahrschule. Diese nette Aufwärmübung macht den Spieler mit den verschiedenen Untergründen vertraut. Diese unterscheiden sich merklich, allerdings hätten wir uns mehr „Tiefenwirkung“ gewünscht. Die Fahrzeuge machen den Eindruck, als schlitterten sie über die Oberfläche, statt sich richtig in den Dreck zu graben.
Zuvor sticht jedoch die altbackene Grafik ins Auge, die in Kombination mit der nüchternen Präsentation etwas als Stimmungsdämpfer wirkt. Anschließend trumpft WRC dafür mit inhaltlichen Stärken auf. Fernab vom Glanz und Glamour, den die Colin McRae Dirt-Titel ins Genre brachten, versteht sich dieses Werk vielmehr als nüchterne Betrachtung des Sports und bietet dementsprechend keinen Schnickschnack, sondern pures Rallye-Vergnügen.
Klar, ein paar zusätzliche Modi, etwa Rallycross, wären schön gewesen und die magere Präsentation kostet Punkte. Echte Rallye-Freunde geben in WRC aber dank der stimmigen Rennetappen und des umfangreichen, motivierenden Karrieremodus trotzdem Gas.

Ich denke die Grafik ist hinterher das stimmt, aber wenn das Spiel der Lizenz gemäß richtig umgesetzt worden wäre, können sehr viele Leute darüber hinweg sehen.
Zum Thema Umsetzung fällt mir ganz stark auf, dass dieses Spiel auf Fun- und Arcadespieler ausgelegt wurde, da die Etappen und Rallys mit max. 6 Stages und den kurzen Fahrzeiten nicht so sehr viel mit echtem Rallyfeeling zu tun haben. Dazu kommt noch eigenart das man nach jeder Stage 60 Min Reparaturzeit hat, was meiner Meinung nach etwas übertrieben ausgelegt wurde.
Seit damals Rally Championship 2000 und RBR gabs kein wirkliches Spiel das dem Thema Rally gerecht wird.
Mir fehlt eindeutig der Ablauf einer echten Rally mit entsprechend langen WP's die auch teilweise mal an die 20 km oder mehr ran reichen, aber nicht diese Arcade Strecken mit Ihren 2-4 Min Fahrzeit.
Vielleicht sollte sich mal ein Entwicklerstudio mit Rennsimulationserfahrung wie z.B. Simbin an so ein Game setzen.Ich könnte mir vorstellen das die Ihren Job gut machen würden. Das Speil hätte bestimmt einen gutem Stand der Technik auf Basis einer echten Simulation und würde dem Genre gerecht werden.
@pcg_vader
würdest du sagen, dass der schwierigkeitsgrad mit richard burns rally vergleichbar ist? einfacher? schwerer? (wobei schwerer sicher nicht geht xD)
Mit Sicherheit nicht schwerer. Allerdings würde ich es auch gar nicht mit RBR vergleichen.
RBR ist eine Simulation. In allen Belangen. WRC spielt nicht annähernd in dieser Liga.
Anspruch, Streckendesign, Beschaffenheit der Strecken (Straße, Schotter, Sand...), Physik, Sound & Grafik, etc.
Es ist natürlich nicht so Arcade wie ein DiRT2.
Aber für ein richtiges WRC der FIA fehlt schon noch jede Menge.
Zumindest was den Anspruch an ein Spiel aus diesem Bereich bieten sollte.
Gerade Spieler die auch privat Rallye fahren oder diesem Motorsport nahe stehen sind wohl nicht zufrieden.
Auch wenn das der Test so suggeriert:
und des umfangreichen, motivierenden Karrieremodus trotzdem Gas.
Diese Leute sind halt RBR gewohnt. Da hilft auch die WRC-Lizenz dieses Spiels nichts, welche imho einfach verbraten wurde. RBR mit akuellen Mods (RSRBR 2010) sind das Maß der Dinge.
Aber so ist das halt, wenn man die Massen bedienen will und nicht den Kern dieses Sports berücksichtigt.
Man könnte für die Masse bestimmte Dinge vereinfachen und für die Anspruchsvollen einen Modus einbauen der auch dieses Klientel gut versorgt. So schwer sollte das doch wirklicht nicht sein.
Ich kann es jedenfalls nicht nachvollziehen was Milestone/Black Bean sich dabei gedacht haben.
Mein Fazit:
- wer Ansprüche stellt, der ist mit Richard Burns Rallye (plus Mods) auch in Zukunft besser aufgehoben
- wer Arcade, gute Optik & Spaß mag, spielt DiRT2
- wer zwischen den Stühlen sitzt, sollte mal WRC: FIA World Rally Championship ausprobieren
Btw: Ich spiele sowohl RBR als auch DiRt 2 gerne.
Nur mit WRC bin ich noch nicht wirklich warm geworden, was sich wohl auch in Zukunft nicht ändern wird.
Schade um die Lizenz ...
PS: http://www.cynamite.de/foren/cynamite/multiplattform/49195-wrc-world-rally-championship.html#post1221589
ich finde das in ordnung solange das fahrgefühl stimmt, allerdings muss ich sagen das ich die bilder jetzt grafisch nicht so schlecht finde, da finde ich andere gehypte spiele schlechter, ich hols mir und freue mich auf andere Rallyefans im Onlinemodus :)
Als ich die ersten Bilder sah dachte ich das es ein Fehler von der Red war...so quassi Pcgames vor 5 Jahren???lol
Weiß jemand warum???wollen die wirklich Geld für sowas???
COlin Mc rae auf der Ps 1 hat auch ein super fahrgefühl,trotzdem will das heut keiner mehr...ooohman eure Glaubwürdigkeit sinkt ins Bodenlose...
also grafisch zumindest kommt das spiel mindestens drei jahre zu spät oder irre ich mich? die cockpit-ansicht ist tatsächlich grauenhaft, das kann ja fast jeder semi-pro-modder bei rfactor besser.
@pcg_vader
würdest du sagen, dass der schwierigkeitsgrad mit richard burns rally vergleichbar ist? einfacher? schwerer? (wobei schwerer sicher nicht geht xD)