Testbericht

01.06.2001 13:25 Uhr

Optisch aufpolierter Neuzugang der legendären Dune-Reihe.

Westwoods Einstieg in die dritte Dimension. Erobern Sie in epischen Massenschlachten den verwaisten Kaiserthron des Wüstenplaneten Dune.

PC Games-
Spielspaß-Wertung
79%
Durchschnittliche
Lesertestwertung:
        
- %

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Arrakis-Veteranen werden sich erinnern: Im Abspann des Vorgängers Dune 2000 vergiftet eine machthungrige Mätresse den alten Kaiser Frederick und stürzt den Wüstenplaneten somit in politisches Chaos. Die Raumgilde, eine neutrale Organisation, die den Handel mit Spice überwacht und reglementiert, ruft angesichts des leer stehenden Throns zum eingeschränkten Krieg um die Herrscherwürde auf und lädt die konkurrierenden Adelshäuser zu einer Konferenz. Neben den alten Rivalen von Haus Harkonnen und Atreidis folgt ein neuer Mitbewerber der Einladung, Haus Ordos. Diese mysteriöse Rasse von Söldnern, die übrigens von Westwood eigens für das Spiel kreiert wurde, muss sich ebenso wie die anderen Häuser an die strengen Regeln des Kampfes halten. Der Krieg wird sich ausschließlich auf der Oberfläche des Wüstenplaneten abspielen, Kämpfe auf anderen Systemen oder im Weltraum sind verboten.
Als zukünftiger Schlachtenlenker stehen Sie nach der Eröffnungssequenz vor Ihrer ersten großen Entscheidung: Per Mausklick schließen Sie sich einem der drei Häuser an und übernehmen fortan die Kontrolle über dessen militärische Operationen.
Auf dem Schlachtfeld angekommen, erwartet den angehenden General zunächst ein vertrauter Anblick. Am rechten Bildrand befindet sich die seit Command & Conquer-Zeiten weitgehend unveränderte Befehlsleiste, mit der Sie neue Gebäude und Einheiten bauen, Ihre Basis verbessern oder sich per Radar einen Überblick über die taktische Situation verschaffen. Die Landschaft selbst allerdings hat nicht mehr viel mit den Vorgängern gemein, da Emperor eine reinrassige 3D-Engine zur Darstellung der Karten und Einheiten nutzt. Standardmäßig betrachten Sie das Geschehen von schräg oben, mit dem Mausrad zoomen Sie die Kamera in vordefinierten Schritten hinein und heraus, per Tastaturbefehl wird die Ansicht stufenlos geschwenkt.
Wie in etlichen anderen Echtzeit-Strategiespielen starten Sie die meisten Schlachten mit einer kümmerlichen Hand voll Einheiten und Ihrer mobilen Einsatzzentrale, dem Bauhof. Bedingt durch die unwirtlichen Verhältnisse auf der Oberfläche des Wüstenplaneten, können Sie allerdings nicht nach Belieben mit dem Aufbau Ihrer Basis beginnen. In den endlosen Sandwüsten befinden sich auf allen Karten Inseln aus festem Gestein, nur hier können Sie Ihrer Expansionslust ungestört frönen. Auf dem sandigen Wüstenboden kann in Emperor grundsätzlich nicht gebaut werden, die Steinfundamente, die Sie in den Vorgängern unter jedes Gebäude legen mussten, gehören somit der Vergangenheit an.
Die Auswahl an Einheiten ist gewohnt reichhaltig, wobei die meisten Truppenteile einen entsprechenden Gegenpart in mindestens einem anderen Haupthaus haben. Am Ende des Technologiebaums erwarten Sie wie immer die mächtigsten Vehikel, wie der Devestator-Mech der Harkonnen, der kleinere Basen im Alleingang dem Erdboden gleichmachen kann. Neben den drei Haupthäusern Atreides, Harkonnen und Ordos nehmen fünf weitere Fraktionen am begrenzten Krieg teil.
Allianzen zwischen einzelnen Häusern werden auf dem Schlachtfeld eingegangen. Zwischen den Missionen planen Sie Ihren Feldzug auf einer taktischen Karte. Hier entscheiden Sie sich, welches Territorium als Nächstes angegriffen werden soll, und erhalten Informationen über eventuell in der Gegend operierende Subhäuser. Auf der Karte verwalten Sie auch, ähnlich wie im Brettspielklassiker Risiko, Ihre Verstärkungstruppen, die Sie entweder mit in die Schlacht nehmen oder als Garnison in gefährdeten Gebieten zurücklassen können.
Im Mittelpunkt des Spielgeschehens stehen allerdings nach wie vor die Echtzeitgefechte, wobei hier in erster Linie das gute alte Spielprinzip des "Wir hauen die gegnerische Basis zu Klump" zum Einsatz kommt. Einige wenige Missionen durchbrechen dieses Schema: So schlagen Sie beispielsweise relativ früh in der Kampagne mit einer kleinen Spezialeinheit eine Schlacht im Inneren eines Raumfrachters oder müssen einen internen Konflikte auf dem Heimatplaneten Ihres Hauses austragen.
(Sascha Gliss)
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Sascha Gliss

Brandneue Optik, uraltes Spiel: Emperor ist das schönste Command & Conquer aller Zeiten.

Was ist los bei Westwood? Mit schöner Regelmäßigkeit beglücken die Echtzeit-Erfinder die Strategie-Gemeinde mit immer neuen Aufgüssen des Erstlingswerk von 1992. Auch Emperor macht in der Reihe uninspirierter Neuauflagen keine wirkliche Ausnahme. Nach anfänglicher Freude über die schicke und butterweich animierte 3D-Grafik und die aufwendigen Filmsequenzen macht sich bei der Suche nach neuen Spielideen auch im jüngsten Westwood-Werk schnell Ernüchterung breit: Der gute alte Tank-Rush führt in den meisten Missionen immer noch genauso todsicher zum Erfolg wie in C&C. Ebenso bekannt dürfte Kennern der Vorgänger die alles andere als perfekte künstliche Intelligenz der eigenen Mannen vorkommen, die bisweilen dafür sorgt, dass ein Sammler nach dem anderen in ein vom Feind besetztes Spice-Feld aufbricht, nur um dort gnadenlos zusammengeschossen zu werden. Die taktische Karte, die nun die einzelnen Kämpfe miteinander verknüpft, ist zwar ein netter Einfall, wurde allerdings nicht konsequent ins Spiel eingebunden. So erwartet Sie auch in den Abwehrschlachten dieselbe Aufgabe wie in den offensiven Missionen:, nämlich die Zerstörung aller feindlichen Einheiten.
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1 Kommentarezum Artikel

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System - 11.07.2001 20:18
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( Artikel: http://www.pcgames.de/ind... )
Pretorian - 11.07.2001 20:18
Ich hab das Spiel Emperor gekauft.
Ich finde es gut, irgend wie kommt trotz der ausgeleierten Spielidee (und Missionszielen) das Noch-eine-Mission-Bitte-Gefühl auf.
Ich spiele gerade mit den Ordos, als Unterhäuser stehen mir die Fremen und die Sadukar zur Verfügung.
Diese sind im Balancing wohl vergessen gegangen?
Während ich mit meinen eigenen Truppen gegen wieder stand stosse (mehr oder weniger). Mach ich mit einer kleinen Gruppe aus Fremen und Sadukar eine basis Platt.
Gegen die Unterhäuser haben die Parteien so wie es scheint keine Gegenmassnahme.
In einigen Missionen findet man auf der Map diese Särge (in denen Sadukar als Bonus heraus komment).
Zwei Missionen konnte ich mit Hilfe dieser Sadukar in max. 3 min lösen (bedenklich vor allem weil in einer Mission ich der Angreifer war).

Ich glaube EA gibt Westwood nicht mehr genügend Zeit? Die bringen das Spiel herraus bevor es richtig fertig ist?
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Allgemeine Infos

Name Emperor: Die Schlacht um Dune
Genre Echtzeit-Strategie
Webseite http://westwood.ea.com
Hersteller Westwood Studios (US)
Anbieter Electronic Arts GmbH (DE)
VÖ-Termin 21.06.2001 - zu diesem Produkt einen Lesertest schreiben!
Preis nicht bekannt
Plattformen: pc.gif
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