Verstaubte Ladenhüter: Die größten kommerziellen Flops

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Special Sebastian Thöing Max Falkenstern Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
 Beyond Good & Evil, PC / PS2 / Xbox / GameCube 
Das Action-Adventure aus dem Hause Ubisoft sollte den Auftakt einer Trilogie bilden, ging auf dem hart umkämpften Spielemarkt - trotz hervorragendem Gameplay und durchdachter Handlung - völlig unter. Der Misserfolg lässt sich vermutlich auf das schlechtem Marketing und den unpassend gewählten Releasetermin (viel Konkurrenz) zurückführen.
Quelle: ubisoft.com

Qualität allein reicht nicht. Spiele müssen auch zugänglich sein und zum Release von einer umfangreichen Markteing-Kampagne begleitet werden. Wenn keine der Kriterien erfüllt sind, landen diese Spiele meist als Ladenhüter in den Regalen der Händler und verstauben dort. PC Games zeigt euch heute einige der größten kommerziellen Flops.

Eine durchdachte Handlung, abwechlungsreiches Leveldesign oder innovatives Spielkonzept schützt noch lange nicht vor kommerziellem Misserfolg. Denn es gibt sie, die Spiele, die trotz positiver Pressestimmen hoffnungslos in den Händlerregalen verstaubten. Am Ende folgt oft die Pleite des Herstellers und für uns beginnt die Suche nach der möglichen Ursache. Hier setzen wir an. Von Fans und Kritikern verehrt und doch auf dem Massenmarkt gescheitert, ist zum Beispiel das Action-Adventure Beyond Good & Evil. Das Spiel des französische Gamedesigners und Rayman-Schöpfers Michel Ancel begeisterte durch seine vielschichtigen Charaktere, die stimmige Welt und nicht zuletzt der gesellschaftskritischen Handlung. Dennoch hatte es das kleine Meisterwerk schwer, sich gegenüber der Konkurrenz zu behaupten. Nach Meinung des Ubisoft PR-Managers Owen Hughes war Beyond Good & Evil einfach zu speziell. Selbst der Publisher tat sich schwer, das Wesentliche an dem Spiel in ein, zwei Sätzen zusammenzufassen. Dennoch: Beyond Good & Evil 2 ist in Planung!

Ähnlich erging es dem mehrfach preisgekrönten Okami für Nintendo Wii und PlayStation 2. Die Verkaufszahlen blieben unter den Erwartungen des Herstellers Capcom. Möglicher Grund: Der ungewöhnliche, künstlerische Look im Stil japanischer Tuschezeichnungen, an dem der Durchschnittsspieler in Europa und den USA wohl wenig Gefallen fanden. Außerdem stand nur unwesentlich später die Veröffentlichung des Rollenspiel-Schwergewichts Zelda: Twilight Princess an. Auf verfehltes Marketing sind die schlechten Verkaufszahlen von Mirror's Edge und Dead Space zurückzuführen. Branchenriese Electronic Arts hat den Abverkauf dieser beiden großartigen Spiele nur unzureichend gefördert, was der Publisher selbst zugab. Darüber hinaus hatte man die Veröffentlichung in einen denkbar ungünstigen Zeitraum gelegt. Das Weihnachtsgeschäft 2008 war von starker Konkurrenz geprägt. Nicht gerade das ideale Umfeld, um zwei nagelneue Marken zu platzieren. Electronic Arts räumte die Fehler ein und gelobte Besserung. Nachfolgend findet ihr weitere Beispiele für kommerzielle Flops aus der PC - und Videospielgeschichte. Solltet ihr einen Titel in unserer exemplarischen Liste vermissen, hinterlasst uns doch bitte einen Kommentar. Noch ein Hinweis: Um die Bildunterschriften in voller Länge zu lesen, klickt bitte ins Bild.

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    • Kommentare (121)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Das mit Titan Quest ist arg, ich empfand es als das beste Hack'n Slay-Game das ich je gezockt habe. War auch die beste PC Games-Vollversion der letzten Jahre. Hätte gern mehr von Iron Lore gesehen.
        Und zu Alpha Protocoll: Hab es über die aktuelle ComputerBildSpiele erworben, und im gepatchten Zustand sind die Gameplay-Schnitzer absolut im erträglichen Rahmen. Das Spiel ist viel besser als sein Ruf.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Das mit Titan Quest ist arg, ich empfand es als das beste Hack'n Slay-Game das ich je gezockt habe. War auch die beste PC Games-Vollversion der letzten Jahre. Hätte gern mehr von Iron Lore gesehen.
        Und zu Alpha Protocoll: Hab es über die aktuelle ComputerBildSpiele erworben, und im gepatchten Zustand sind die Gameplay-Schnitzer absolut im erträglichen Rahmen. Das Spiel ist viel besser als sein Ruf.
      • Von der-jan Mitglied
        Zitat von Sylabeth
        Das mit dem verskillen stimmt schon, hatte aber nie Probleme, weil ich immer mit wen zusammen alles durchgezockt habe.
        Das war ja auch die dümmste Idee von Iron Lore überhaup - aus purer Faulheit haben die das Spiel nicht seperat für Einzelspieler und Mehrspieler/Coop angepaßt sondern knallten die Trefferpunkt etc der Bossgegner hoch als ein paar Leute meckerten, daß es im Coop zu leicht sei - damit haben sie das Spiel für Einzelspieler versaut und haben übersehen, daß diese den Hauptteil der Käufer ausmachen - besonders wenn man in dem Spiel nen miesen Netzcode hat was Mehrspieler widerum abschreckte.

        Der Mißerfolg von Titan Quest war hausgemacht und nicht etwas weil so viele böse Raubkopierer es nicht gekauft haben...das Spiel wollte einfach keiner spielen.
      • Von Sylabeth Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von der-jan
        hab ich gerade umgedreht empfunden - nofl konnte über die gesamte spielzeit überzeugen, besonders auch durch die eingestreuten witzigen sprüche der gegner
        hellgate london zog sich nach ner weilem wurde monoton, blieb aber war immer fair und die gefundenen sachen motivierten durch die abschnitte, die quasi nur für das aufleveln zum endkampf drin waren...

        titan quest hingegen fand ich extrem nervig - man spielte ewig mit den gleichen gegnertypen (ja von setting zu setting gab es optische unterschiede, aber die angriffsbewegungen waren immer gleich und vor allem teilweise frustrierend) - gefunden hat man je nach gewältem char oft auch nur plunder und wenns gar mies lief merkte man bei bosskämpfen daß man sich gnadenlos verskillt hatte
        ausbalanciert war der titel auf keinen fall - ich kann gut verstehen warum der titel kein erfolg wurde wer solche miesen "kämpfe" wie gegen cerberus in sein spiel tut der brauch sich nicht wundern - daß ein großteil der leute die finger vom spiel lassen (ok der ist aus dem addon aber auch im hauptspiel gab es genug frustmomente)
        Das mit dem verskillen stimmt schon, hatte aber nie Probleme, weil ich immer mit wen zusammen alles durchgezockt habe. Items habe ich auch reichlich gefunden und mulen war ja damit kein Problem. (war auch gut gelöst) Für mich war Titan Quest ein guter Trost, nachdem ich D2lod schon in und auswenig kannte :) Für mich kam immer Titan Quest an 2ter Stelle, diese anderen D2lod Klone haben mir meist nicht gefallen, leider!
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von JeremyClarkson
        Hmm. Von meiner Warte aus betrachtet ist der Grund für die diversen Bauch-/Bruchlandungen einfach zu finden: die Spieleentwickler haben einfach dämliche Spiele entwickelt; sie sind - mit einem Wort - hausgemacht. Zum besseren Verständnis meiner Behauptung sollte ich erwähnen, dass ich von all den Beispielen kein einziges Spiel gespielt, nur von zweien jemals was gehört habe und mich alle nicht im geringsten interessieren.
        Du widersprichst dir gerade selbst:
        Wenn du nur von zwei Spielen überhaupt gehört hast, hat in erster Linie die Marketingabteilung versagt. Ob das Spiel "dämlich" ist oder nicht, kann man schließlich erst beurteilen, wenn man das Spiel erst mal kennt.

        Wobei ich mich jetzt ernsthaft frage, was an BG&E, Nolf, Sacrifice, Psychonauts, Mirror's Edge ... "dämlich" sein soll
      • Von JeremyClarkson Gelegenheitsspieler/in
        Hmm. Von meiner Warte aus betrachtet ist der Grund für die diversen Bauch-/Bruchlandungen einfach zu finden: die Spieleentwickler haben einfach dämliche Spiele entwickelt; sie sind - mit einem Wort - hausgemacht. Zum besseren Verständnis meiner Behauptung sollte ich erwähnen, dass ich von all den Beispielen kein einziges Spiel gespielt, nur von zweien jemals was gehört habe und mich alle nicht im geringsten interessieren.
        Ich weiß nicht, wem es ähnlich ergeht, aber ich denke, dass die generelle Entwicklung der Spielidee an sich schon eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe ist. Zum einen scheint es unmöglich zu sein, etwas wirklich Neues zu schaffen und zum anderen scheint niemand etwas wirklich Neues auch kaufen zu wollen. Das wiederum ist ein Teufelskreis von nahezu exorbitantem Ausmaß. Da lob ich mir meine semi-standhafte Intoleranz gegenüber all der Innovation und deren Folgen: never change a running system/game/Tastaturbelegung.
        Natürlich ist der Fehler in meinem großartigen Plan offensichtlich: siehe CoD!
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