Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

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Test Christian Schlütter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Im Test zum Strategiespiel Ruse erfahren Sie, warum der Titel trotz oft duchgekautem Zweiter Weltkrieg-Setting überzeugen kann und warum es das Genre der Strategiespiel zu alter Größe zurückführt.

Unser Test zu Ruse zeigt, dass das Echtzeit-Strategiespiel von Ubisoft und dem französischen Studio Eugen Systems (bekannt für Act of War) das Genre mit klugen Interface-Ideen und taktischer Tiefe wieder zurück zu alter Größe führt. Die Missionen sind fordernd und abwechslungsreich, das Bauen geht flott und unkompliziert von der Hand und das clevere Listen-System erlaubt strategische Spielzüge und Ablenkungsmanöver, die vor allem im gut ausbalancierten und spaßigen Mehrspielermodus für Schadenfreude sorgen.

Positiv

Taktische Manöver wie diese Zangenbewegung nutzen Sie oft im Spiel. Quelle: Ubisoft Taktische Manöver wie diese Zangenbewegung nutzen Sie oft im Spiel. Gutes Spielsystem
Anstatt einen Haufen Gebäude und ungefähr 100 Panzer zu bauen und dann auf die zahlenmäßige Überlegenheit dem Feind gegenüber zu hoffen, errichten Sie in Ruse für jede der sechs Einheitengruppen nur ein Gebäude und müssen dann sehr genau auswählen, welche Fahr- oder Flugzeuge Sie wie einsetzen. Ruse setzt auf ein ausgeklügeltes Stein-Schere-Papier-System. Jede Einheit hat Stärken und Schwächen. Außerdem reicht es nicht, die richtige Einheit nach vorne zu schicken. Sie müssen auch Taktiken wie Hinterhalte und Zangenmanöver einsetzen und durch Aufklärer einen guten Überblick über das Schlachtfeld erlangen. Da Sie von Anfang an alle Bewegungen des Feindes nachvollziehen können (Sie sehen nur nicht, welche Einheiten genau der Gegner schickt) kommt dem coolen Listen-System eine besondere Bedeutung bei. Mit diesen kleinen Spezialaktionen verstecken Sie eigene Einheiten in einem Sektor der großen Karten, gaukeln dem Feind eine Scheinarmee vor oder Beschleunigen die Bewegung der eigenen Mannen.

Die Zwischensequenzen sind schön gerendert, die Dialoge aber nicht gerade spannend. Die Story ähnelt einem Agentenfilm. Quelle: Ubisoft Die Zwischensequenzen sind schön gerendert, die Dialoge aber nicht gerade spannend. Die Story ähnelt einem Agentenfilm. Missionen
Im Laufe der Kampagne führt Sie das Spiel durch Afrika, Italien, die Benelux-Staaten und Deutschland und wartet dabei immer mit taktisch anspruchsvollen Missionen auf. Mal müssen Sie eine Wüstenstadt gegen den Angriff der Deutschen verteidigen und dabei Ihre Einheiten strategisch klug platzieren, mal ist es Ihre Aufgabe, mit Flanken- und Punktangriffen die Verteidigungsstellungen rund um Cherbourg so weit zu schwächen, dass Sie schließlich den Tiefseehafen einnehmen können. Die Missionen bieten immer wieder überraschende, aber nie unfaire Entwicklungen und setzen die Spielmechaniken von Ruse konsequent um.

Umfang
Im Vergleich zu anderen Genrevertretern mutet Ruse fast wie ein Umfangsmonster an. Allein die Kampagne birgt Spielspaß für 25 Stunden. Hinzu kommt ein Operationen-Modus mit besonderen Aufträgen, die teils extrem knifflig sind. Obendrauf legen die Entwickler einen Skirmish-Modus mit einer extrem cleveren KI und 23 unterschiedliche Mehrspieler-Karten. Wer tiefer in die Materie eintauchen will, für den hat Eugen Systems eine Rusopedia eingebaut, in denen Sie Details und historische Hintergründe für alle Einheiten nachlesen können. Achievements, Extra-Inhalte und ein internes Benchmark-Programm runden das Paket ab.

Nahe heran kommen Sie mit der Kamera nur an Luftkämpfe. Diese sehen aber für ein Strategiespiel toll aus. Quelle: Ubisoft Nahe heran kommen Sie mit der Kamera nur an Luftkämpfe. Diese sehen aber für ein Strategiespiel toll aus. Gutes Interface
Damit die Komplexität von Ruse auch in der Hektik eines Echtzeit-Strategiespiels gut erfassbar und steuerbar bleibt, hat Eugen System das Interface des Spiels extrem entschlackt. Es gibt nur ein einziges, aufklappbares Baumenü mit wenigen Einträgen, das den Bedürfnissen des Spielers aber völlig genüg. Die meisten anderen Informationen können Sie direkt auf dem Spielfeld ablesen. Zoomen Sie heraus, dann werden nahe stehende Einheiten automatisch zusammengefasst und durch Spielchips repräsentiert. So wird es sehr einfach, die eigene Mannstärke mit der des Gegners zu vergleichen. Bewegungspfeile und Anzeigen für Seh- und Schussreichweite kommen hinzu, um Ruse extrem übersichtlich und zugänglich zu machen.

Toller Mehrspieler-Modus
So gut sich Ruse auch im Singleplayer spielt: Seine Stärken spielt Eugens Titel im Mehrspielermodus aus. Hier bekommen Sie sechs Fraktionen an die Hand, die sich zwar recht gleich spielen, aber alle unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Die Italiener produzieren sehr schnell Panzer, die Briten setzen auf eine starke Luftwaffe. Auf den gut designten Mehrspieler-Karten zeigt sich dann auch, dass sich die lange Multiplayer-Betaphase gelohnt hat. Die Fraktionen sind gut ausbalanciert, die Karten bieten für jeden gleiche Chancen aber auch immer Herausforderungen. Und auch aus fast aussichtlosen Situationen kann sich ein guter Spieler wieder befreien. Auch das Matchmaking funktioniert gut. Meistens kriegen Sie Gegner zugeteilt, die Ihrem Level entsprechen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Ruse im Test: Die positiven Aspekte
  2. Seite 2 Ruse im Test: Die negativen Aspekte und die Wertung
    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CS-Mag NPC
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Also ich bin mittelerweile in Mission 14 des Singleplayers und ich muss sagen ab diesem Zeitpunkt steigt der Schwierigkeitsgrad massiv an. Ab diesem Zeitpunk muss man genau überlegen was man wann baut und auch der Aufbau der Basis an sich bekommt endlich einen höheren Stellenwert (zumindest was die Verteidigungsanlagen betrifft). Ich bin von dem Spiel total begeistert da es sich super spielt und doch sehr viele taktische Möglichkeiten öffnet. Bin mal gespannt was da noch so alles kommt aber erstmal muss ich es endlich schaffen cherbourg einzunehmen und das werde ich nun auch mal angehen....
      • Von CS-Mag NPC
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Also ich bin mittelerweile in Mission 14 des Singleplayers und ich muss sagen ab diesem Zeitpunkt steigt der Schwierigkeitsgrad massiv an. Ab diesem Zeitpunk muss man genau überlegen was man wann baut und auch der Aufbau der Basis an sich bekommt endlich einen höheren Stellenwert (zumindest was die Verteidigungsanlagen betrifft). Ich bin von dem Spiel total begeistert da es sich super spielt und doch sehr viele taktische Möglichkeiten öffnet. Bin mal gespannt was da noch so alles kommt aber erstmal muss ich es endlich schaffen cherbourg einzunehmen und das werde ich nun auch mal angehen....
      • Von n0rdi Anwärter/in
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Also ich habes mir jedenfalls gekauft und bereue es nicht , endlich mal was neues!
      • Von swordfish2000 Mitglied
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Zitat von anjuna80
        Immer noch besser als 90% der übrigen Echtzeitstrategiespiele, bei denen es nur darauf ankommt, in kürzester Zeit möglichst viele oder effektive Einheiten zu bauen und den Gegner zu überrennen.
        Hier ist mehr Strategie drin als in vergleichbaren Titeln.

        Nee, also Glück hat nichts mit Strategie zu tun, echt nicht. Das können andere Titel wesentlich besser als ruse.

        Aber klar es ist mal etwas Neues und hat bestimmt so seinen Reiz. Trotzdem ist es so wie im Trailer gezeigt eher eine Art "Rumschieberei" ohne tiefsinniger Strategie dahinter.

        P.S: Weiß jemand ob man in Anno schon den Spielstand richtig speichern kann? Dann installiere ich es vielleicht nochmal

        Gruß
      • Von Volker-Neisser NPC
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Ich hatte die DEMO mehrfach angetestet und war bislang total begeistert von dem Spiel. Nun habe ich endlich die Vollversion installiert und nun läßt mich Steam seit über 2 Stunden mit dem Hinweis auf "überlastete Server" nicht rein ins Spiel.
        Solche Geschichten k.... mich sowas von an
      • Von Rabowke Klugscheißer
        AW: Spieletest - Ruse im Test: Ubisoft sorgt für angenehm frischen Wind im Strategiespiel-Genre

        Zitat von anjuna80
        Zitat von "swordfish2000, post: 8910872, member: 2616059"
        Strategie? NAJJJJAAAA.

        Also Aufbau fällt mal komplett flach, was bleibt ist das hin und herschieben der Einheiten mit Glücksfaktor (Papier, Stein, Schere, etc) auf dem neuen, innovativen "Tischchen".

        eher was für schnelles Spielen als großartiges Denken.
        Immer noch besser als 90% der übrigen Echtzeitstrategiespiele, bei denen es nur darauf ankommt, in kürzester Zeit möglichst viele oder effektive Einheiten zu bauen und den Gegner zu überrennen.
        Hier ist mehr Strategie drin als in vergleichbaren Titeln.
        Wobei ich mich immer wieder verdammt gerne an Rise of Nations ( RoN ) erinnere. Wenn du die letzte Forschungsstufe erreicht hattest, konntest du Einheiten "sofort" bauen ... ohne Bauzeit. Wenn man genug Ressourcen hatte, konnte man 100 Einheiten in 30 Sekunden bauen etc.

        Das auf LAN Parties war der absolute Hammer ... kann ich nur jedem Empfehlen bei dem Spiel mal einen Blick zu riskieren. Der Nachfolger Rise of Legends hat mir jetzt nicht so zugesagt.

        RUSE werd ich mir garantiert mal anschauen ... aber ein absoluter "must play!"-Titel ist das nun nicht. ;-)
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