Blacklight: Tango Down im Test: Billig-Shooter mit zu wenig Anspruch
Mehrspieler-Shooter gibt es wie Sand am Meer. Mit Blacklight: Tango Down kommt ein weiteres Körnchen hinzu. PC Games erklärt im Test, warum das einzige Verkaufsargument der günstige Preis ist.
Quelle: Ignition
MP- und Digi-Granaten ersetzen in der Welt von Blacklight die sonst üblichen Rauch- und Blendgeschosse. Das führt zu gewöhnungsbedürftigen Effekten.
Derzeit gibt es viele Gründe, online die Waffen zu zücken: Die Modern Warfare-Spiele begeistern noch immer Tausende, Battlefield Bad: Company 2 lockt mit suchterzeugendem Gameplay und Platzhirsche wie Counter-Strike Source oder Team Fortress 2 werden mit umfangreichen Updates aufgepeppt. Kurzum: Der Markt der Mehrspieler-Shooter ist prall gefüllt. Dementsprechend schwer hat es ein neuer Bewerber, besonders wenn er ohne großen Namen daherkommt. So ergeht es derzeit Blacklight: Tango Down.
Die Rezeptur von Blacklight hört sich auf den ersten Blick lecker an: Zwölf Karten gibt es, sieben verschiedene Spielmodi, dazu kommen noch vier Abschnitte, die Sie alleine oder mit bis zu drei Freunden kooperativ durchspielen können. Da der Shooter in der Zukunft spielt, kommen noch einige Wunderwaffen dazu, die das Spielgeschehen aus der Masse hervorheben sollen. Das klappt nicht. Ein unsagbar schlechtes Matchmaking-System erstickt die Spielfreude schon, bevor sie überhaupt aufkommen kann. Denn nur nach einem „schnellen Spiel“ dürfen Sie online suchen, die einzige Filteroption ist der gewünschte Spielmodus. Da es keine dedizierten Server gibt und Spiele von den einzelnen Teilnehmern gestellt werden, haben Sie keinen Überblick über laufende Partien oder besonders beliebte Spielmodi. So bleibt nur suchen, warten und viel Geduld mitbringen.
Quelle: Ignition
Blacklight verspricht neben Koop- und Einzelspielermissionen packende Mehrspieler-Action für wenig Geld.
Kommt eine Partie zustande, erweist sich der Shooter (neben durchaus hübscher, düsterer Optik) als erstaunlich belanglos. Keiner der Spielmodi ist neu, auch das Erfahrungspunktesystem, mit dem Sie im Rang aufsteigen und neue Waffen freischalten, kennt man. So entwickeln sich Partien, die kaum Überraschungen bieten und höchstens für preisbewusste Spieler interessant sein dürften. Einzig der sogenannte Hyper Reality Visor bringt ein wenig Pep in die schnellen Schießereien. Mit diesem Wunderwerk (wir kämpfen ja in der Zukunft) können beide Parteien kurzzeitig durch Wände sehen und so Feinde, Munitions- oder Medikits ausmachen. Allerdings sind Sie während des Gebrauchs wehrlos. Eine kleine taktische Komponente also, die aber auch nicht hilft, Blacklight: Tango Down vor der Belanglosigkeit zu retten. Sollten die Entwickler ihr Matchmaking nicht fix nachbessern, rechnen wir mit einem sehr schnellen Aus für den Günstig-Shooter.
