Rage Hands On Test: 9 gute Gründe, warum ids Shooter das Genre revolutioniert
Immer wenn John Carmack eine neues Produkt veröffentlichen, horchen Fachwelt und Spieler auf. Zuletzt eher wegen der Technologie dahinter, weniger wegen der spielerischen Qualität. Das wird sich mit Rage definitiv ändern. Wir konnten es spielen und waren begeistert!
Rage wird nicht die id Software-Variante von Borderlands, wie teilweise in Foren zu lesen ist. Es wird kein Quake mit Schrottautos. Es wird kein Doom mit Tageslicht. id Software sind stattdessen auf dem besten Weg, etwas Neues im Shooter-Genre zu erschaffen. Etwas, das die atmosphärische Stärke von epischen Rollenspielen mit modernem Shooter-Design und der erwartungsgemäß exquisiten Carmack-Technologie kombiniert.
Warum wir guten Gewissens behaupten können, dass Rage neue Maßstäbe setzen wird, liegt an einer simplen Tatsache: Wir konnten es spielen! Nachfolgend argumentieren wir in neun Punkten, warum Rage das Überspiel 2011 im Actiongenre werden wird.
1. Grund: Glaubwürdige Spielwelt
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (7)
Zuerst sorgt die Grafik für einen Aha-Effekt. Die Oberflächen der Landschaften und Objekte wirken griffig, lebensecht und plastisch, ohne dass Metall wie Plastik glänzt. Dazu kommt die Architektur, die Bekanntes variiert, in einen ungewohnten Kontext setzt und so eine auf unheimliche Weise vertraut wirkende, fremdartige Welt erschafft. Die organisch wirkende Umgebung bringt ein Gefühl der Weite mit sich, das im krassen Gegensatz zur bisherigen klaustrophobischen Enge der id-Shooter Doom und Quake steht.
2. Grund: Einzigartige NPCs und Gegner
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (6)
Wer die früheren id-Spiele kennt, ist mit der Spielmechanik bestens vertraut: Hunderte, teilweise Tausende Gegner werden zerballert, zersägt, zerspratzelt und so weiter. Tausende Leichen verteilen sich auf eine Handvoll Charaktermodelle. Armeen von fetten Doom 3-Zombies verfolgen den Spieler. Kennt man einen, kennt man alle. Das ist unrealistisch, das kostet Atmosphäre. Hier legt id nach, besser gesagt legt kräftig vor: Jede Spielfigur sieht unterschiedlich aus, sogar wenn sie aus dem gleichen Clan stammt und alle ähnliche Kleidung und Tattoos tragen. Auch das trägt enorm dazu bei, dass der erste Grund so stark ist. Die Spielwelt wird vor allem durch ihre Bewohner so glaubwürdig.
3. Grund: Die Welt lebt
Quelle: di
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (11)
NPCs gab es auch schon in früheren id-Spielen. Zum Beispiel jemand, der einen Funkspruch sendet. Oder ein Mechaniker, der sterbend bedeutungsschwangere Botschaften röchelt. Das sind geskriptete Ereignisse, die nur dann auftreten, wenn der Spieler einen bestimmten Punkt erreicht. Danach nicht mehr. Die Umgebung in Doom 3 lebt nicht. In Quake hausen eh nur Monster. Sonst niemand. Der Spieler ist allein, um ihn herum nur Tod und Verderben. Das hat lange Jahr bestens funktioniert, doch spätestens seit Modern Warfare 2 haben die Spieler sich an eine cineastische Inszenierung gewöhnt, in der auch alltägliches zumindest angedeutet wird. In Rage gibt es viele Einwohner, die aus ihrem Leben erzählen. Manche sind Staffage, andere wiederum verteilen Aufträge oder handeln mit dem Spieler. Das erinnert an ein Rollenspiel, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen. Minispiele mit anderen Einwohnern der Welt verstärken das Gefühl einer realen Umgebung noch zusätzlich.
4. Grund: Die Waffen
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (17)
Von einem id-Spiel erwartet man keine fein ziselierten Waffen, sondern fette Wummen, die so richtig reinhauen (abgesehen von der Standard-Knarre). In Rage versorgt id den Spieler mit vielen Waffentypen, die auch noch unterschiedliche Munitionsarten verwenden können. Explosivgeschosse schaden Gegnergruppen, aber nur bei einem Einschlag in nächster Nähe. Elektro-Pfeile und Wasserflächen sind auch höchst effektiv gegen Kontrahenten, die im Nass stehen. Das bringt mehr Tiefe in Spielgeschehen, als immer nur mit der größtmöglichen Wumme alles niederzuballern. Die Waffen haben den typischen id-Look und wirken somit schön vertraut, ohne altbacken zu sein. Neue Ideen wie ein Bumerang passen gut in die Spielwelt.
5. Grund: Logisches Missionsdesign
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (27)
Frühere id-Spiele sorgten häufig mit verschlossenen Türen und dem dezenten Hinweis auf eine fehlende Key-Karte einer bestimmten Farbe für Kilometergeld-Wünsche. So fühlt sich der Spieler schnell mal gegängelt, wenn er fürs Weitermachen von A nach B laufen muss, ohne dass ein echter Sinn erkennbar ist. Dieses Prinzip gibt es zwar in so gut wie allen Spielen, doch fehlt der Fußmarsch naturgemäß leichter, wenn ein Sinn erkennbar ist – die Suche nach dem Schlüssel also im richtigen Kontext zur Handlung steht. In Rage gibt es zwei große Städte (Wellspring und Subway Town), in denen es Aufträge gibt und um die eine Rahmenhandlung gesponnen wird.
6. Grund: Abwechslung
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (19)
Es klingt so simpel und ist doch so schwierig umzusetzen. Abwechslung ist kein Muss – wenn wie in Doom das Spielprinzip sich auf „fiese Gegner in düsteren Levels metzeln“ konzentriert und in diesen bewusst engen Grenzen das Maximum ausschöpft, dann haben wir ein tolles Spiel vor uns. Doch wenn diese Grenzen ein bisschen aufgeweicht werden, dann kann das Ergebnis schnell mittelprächtig ausfallen. Rage weicht vom id-Standard ab und bringt Rollenspiel-Elemente mit ein, wie Rüstungs- und Waffen-Boni und Quests, mit denen man Geld verdient. Mit einem einfachen Crafting-System können Sie basteln, zum Beispiel Geschütztürme oder gleich zu Beginn ein ferngesteuertes Auto mit Sprengsatz. Dazu kommen Fahrzeuge wie Buggys und Muscle Cars, um die großen Entfernungen zu überbrücken (plus eine eigene Rennliga). Geballert wird natürlich auch – Rage ist und bleibt ein Ego-Shooter.
7. Grund: Die Gegner-KI
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (5)
Seien wir mal ehrlich: Die Gegner in den bisherigen Doom-Spielen waren strunzdumm. Was bei Höllenviechern und Zombies auch okay ist. Die Quake-Bots waren ebenfalls dumm, aber dafür sehr geschickt beim Zielen. Nur entsteht so nicht wirklich das Gefühl, gegen echte Kontrahenten anzutreten – es bleiben Computergegner. id weicht bei Rage vom Shooter-Standard ab und sorgt für Überraschungen. Gegner gehen in Deckung (kennt man ja), zeigen sich dann aber nicht an der gleichen Stelle wieder, sondern bewegen sich in Deckung weiter (kennt man eher nicht). Gegner in Gruppen schwärmen aus; Nahkämpfer lassen Fernkämpfern den Vortritt; Nahkämpfer schleichen sich an oder springen blitzschnell und akrobatisch durch die Räume, um an Sie heranzukommen.
8. Grund: Realistische Trefferzonen
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (2)
Es klingt martialisch und ist es wohl auch, aber realistische Trefferzonen passen ins Rage-Konzept wie die Faust aufs Auge. Wenn die Spielwelt schon betont realitätsnah wirkt, die Umgebung glaubwürdig erscheint, dann dürfen die Gegner nicht bei einem Treffer einfach mit einer Standardanimation umkippen. Daher kann in Rage ein Treffer in den Arm eines Mutanten bedeuten, dass dieser weiter auf Sie zu rennt. Nach einem Beinschuss humpelt auch der flinkste Angreifer nur noch langsam umher – ein ideales Ziel.
9. Grund: Die Grafik
Quelle: id Software
id Software arbeitet mit Rage an einem ganz besonderen Shooter, der neue Maßstäbe im Action-Genre setzen dürfte. (18)
Grafik allein sollte kein Spiel verkaufen – aber Bombast-Optik kann ein sehr gutes Spiel zu einem brillanten Spiel machen. Vorausgesetzt, Effekte & Co. werden nicht zum Selbstzweck eingesetzt. Wenn die Darstellung die Atmosphäre und das Gameplay unterstützt, dann gewinnt der Spieler, kann besser eintauchen, tiefer in die Welt eindringen und sich darin verlieren. Rage beeindruckt durch fantastische Explosionseffekte, organisch gewachsene Gebiete (kein Baukasten-System!) und butterweich animierte Personen. Die Grafik ist kein Blender, sie ist die würdige Kulisse für einen ganz besonderen Shooter.

Kleine Unaufmerksamkeit im Satzbau?
Ja, der Denkfehler im Rechtschreibfehler. Habs auch gemerkt, NACHDEM ich es geschrieben habe.
Have a n1ce day
Kleine Unaufmerksamkeit im Satzbau?
"Immer wenn John Carmack eine neues Produkt veröffentlichen, horchen Fachwelt und Spieler auf. "
Kleine Unaufmerksamkeit im Satzbau?
Ihr kennt schon id Software??
Die Firma steht für Qualität!!!
Die brauchen kein Hype, es ist eben eins der wenigen Spieleschmieden dessen Spiele man blind kaufen kann. (Meine Meinung)
Das sehe ich ganz genauso. Es gibt wirklich nur sehr wenige Spieleschmieden, die so konstant hohe Qualität abliefern wie id Software und Blizzard.
Spontan fällt mir eigentlich auch keine andere Firma ein, auf die das zutrifft. Früher konnte man Origin, Bullfrog und Lucas Arts noch dazuzählen ... aber Origin und Bullfrog gibt's ja leider nicht mehr und das Niveau der Spiele von Lucas Arts hat leider ganz enorm nachgelassen.
Wie auch immer, ich bleibe dabei: Ich freue mich auf Rage, obwohl mir Borderlands nicht gefallen hat. Gründe dafür hab ich ja weiter oben geschrieben. Die machen einfach alles richtig.
Hype??
Ihr kennt schon id Software??
Die Firma steht für Qualität!!!
Die brauchen kein Hype, es ist eben eins der wenigen Spieleschmieden dessen Spiele man blind kaufen kann. (Meine Meinung)
Wer auch nur ansatzweise das Spiel schlecht redet, weiß nicht was er da sagt :D
Das sind diese typischen Hype-brüller, die dann im nach hinein (wenn ein Spiel nicht so toll wurde, wie versprochen) sagen: "Ha, hab ich es euch doch gesagt....".
So was trifft vielleicht bei ein Call of Duty zu.. Aber nicht bei einen einzigen Spiel von id Software :D
Ja ich bin ein id Fanboy, zu recht.. Ist halt so, wenn einen jedes neue Spiel was direkt von ihnen kam einen immer begeistert hat :D
Zudem haben sie nie ein festes Datum, bis ein Spiel fertig ist.. (When its done) Weswegen ihre Spiele immer FERTIG auf dem Markt kommen..
Habt ihr eigentlich einfach mal daran gedacht, dass PC Games den Artikel so schreibt, weil sie eben von dem Spiel so begeistert sind? Sie haben es schließlich gespielt im Gegensatz zu uns..
Ich werde mit dem Spiel meinen Spaß haben.. Und wer meint, dass es ein 08/15 Spiel wird dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen :D
Dann verpasst ihr halt ein gutes Spiel.. Nicht mein Problem ;)