Krieg der Sterne: Die Faszination von Weltraum-Shootern
Einst erfreuten sie sich größter Beliebheit, doch heute fristen sie ein bescheidenes Nischendasein: Weltraumsimulationen wie Elite, Privateer und Wing Commander sind bis heute unvergessen geblieben. Doch dann kam das schleichende Ende. Wir skizzieren für Sie im folgenden die Geschichte und zeigen die besten Spiele dieses interessanten Genres.
Die Anfänge
Die Weltall übt nicht nur erst seit der Mondlandung eine ungebremste Faszination auf den Menschen aus. Wohl auch, weil der schwerelose Raum noch immer ein weitgehendes Mysterium geblieben und in seiner Fülle gänzlich unerforscht ist. Ideale Spielwiese für kreative Entwickler. Der Brite David Braben war einer der Ersten, die das Potenzial von Weltraumsimulationen erkannten. Er schuf mit Elite (1984) einen zeitlosen Klassiker der Videospielgeschichte und definierte gleichzeitig Standards, die bis heute Gültigkeit haben. Das Zauberwort lautet: Freiheit. Elite überlässt dem Spieler sämtliche Entscheidungen. Er kann der Story folgen, aber auch nach Lust und Laune andere Sterne erkunden, als Pirat fremde Schiffe kapern oder mit anderen Fraktionen Handel treiben. Die beiden Nachfolger Frontier und First Encounters haben das Spielprinzip noch ein wenig verfeinert, konnten aber nicht ganz an den Erfolg von Braben's Erstlingswerks anknüpfen.
Sternstunden des Genres
Mitte der 90er-Jahre erreichte die Beliebheit von Weltraumsimulationen ihren vorläufigen Höhepunkt. Es ist nicht nur die Geburststunde der genialen Star Wars-Titel X-Wing (1993), Rebel Assault (1993) und TIE-Fighter (1994), sondern auch die der legendären Wing Commander-Reihe. Bis heute unvergessen bleibt der dritte Teil der Saga Heart of the Tiger(1994). Eigens für das Spiel produzierte Entwickler Orgins Systems, unter der Leitung des Visionärs Chris Roberts, über zwei Stunden an Spielfilmsequenzen. Sehen lassen konnte sich dabei die illustre Darstellerriege, bestehend aus Mark Hamill (bekannt als Luke Skywalker), Malcolm McDowell und Tom Wilson. Das Speicherplatzproblem mit den Floppy-Disketten löste man kurzerhand mit dem Wechsel auf die CD-ROM. Entsprechende Laufwerke waren seinerzeit sehr teuer, was jedoch nur wenige Spieler vom Kauf der Software abhielt. Wing Commander 3 wurde zu einem riesigen Erfolg.
Status quo
Nach Wing Commander endete so langsam die Ära der Weltraumsimulationen. Ego-Shooter und Echtzeit-Strategiespiele haben sich bis Ende der 90er-Jahre etabliert. Das Massenpublikum kehrte ihrem einstigen Lieblingsgenre den Rücken; Ausflüge ins All waren plötzlich nicht mehr angesagt. Versuche das Genre zu reanimieren blieben trotz großartiger Produkte, wie Conflict: Freespace (1998), Freelancer (2003) und X- Beyond the Frontier (1999) erfolglos. Gänzlich aussterben werden Weltraumsimulationen jedoch nicht. Eine rosigere Zukunft versprechen MMOs. Das kostenpflichtige EVE Online erfreut sich beispielsweise seit 2003 großer Beliebheit. Mit Black Prophecy und Jumpgate Evolution stehen bereits zwei interessante Konkurrenten in den Startlöchern. Und auch wenn alle Stricke reißen sollten, eines ändert sich gewiss nicht: Die Faszination für das Weltall.

X-Wing vs. Tie-Fighter und Freelancer fand ich auch noch sehr ansprechend.
Ein Spiel wie Eve Online lag ja auf der Hand, allerdings gefällt mir persönlich Eve leider nicht besonders, da es zu viel Schnarchzeiten gibt.... (Flieg von A nach B und geh 15 Minuten Kaffee kochen, nur um anschließend von B nach C zu fliegen und nebenbei Wäsche zu waschen und Wohnung staubsagen zu gehen,.... nee, sowas geht gar nicht.) Schade Eve.
Definitiv. Wurde ja dazumals von vielen als der beste Weltraum-Shooter überhaupt bezeichnet.