Sniper: Ghost Warrior im Test: Keine Katastrophe, aber eben auch kein gutes Spiel
Ziel verfehlt. Sniper: Ghost Warrior lockt mit hübscher Grafik und interessantem Spielprinzip. Im Test zeigt sich aber, dass nicht nur die äußeren Werte stimmen müssen.
Quelle: pcgames.de
Die Areale sind ansehnlich, der Chrome-Engine (Call of Juarez: Bound in Blood) sei Dank.
Es gibt viel Positives über Sniper: Ghost Warrior zu berichten: Es hat ein interessantes Konzept und ein fantastisches Grafikgrundgerüst, es verfügt über eine mittlerweile schon fast selten gewordene Schnellspeicher-Funktion, es hat fantastisch kurze Ladezeiten und im Abspann läuft tolle Musik. Aber Sie ahnen es vielleicht schon: Im restlichen Artikel verstecken sich nicht mehr allzu viele positive Adjektive … Kurz und knapp: Sniper ist ein Ego-Shooter mit Scharfschützenthematik, wobei wir – anders als der Hersteller – hier bewusst auf das Wort „Simulation“ verzichten. Je nach Schwierigkeitsgrad berücksichtigen Sie beim Schießen zwar Dinge wie Wind, Entfernung, Ballistik und Wetterverhältnisse, das war es dann aber auch schon mit dem Realismus. Doch selbst ohne die Nähe zum vermutlich ziemlich langweiligen Dasein eines echten Scharfschützen hätte das Spiel unterhaltsam werden können – wenn es doch zumindest ein wenig mehr Hollywood mitgeliefert hätte. Eine Prise Duel: Enemy at the Gates vielleicht. Oder ein Hauch Full Metal Jacket. Aber nein, nichts dergleichen. Ganz im Gegenteil, selbst die Handlung ist langweilig und wird zudem in sehr schwankender Erzählqualität vorgetragen. Teils richtig gute Zwischensequenzen und coole Handlungstwists geben sich die Klinke mit abgeschnittenen Sätzen, lächerlichen Storyfilmchen und deplatzierten Kommentaren in die Hand. Technische Schwächen wie komplett fehlende Geräusche, sprechende Leichen oder hakelige Animationen machen das Ganze auch nicht gerade besser.
Quelle: pcgames.de
Manche Zwischensequenzen sehen bombig aus, andere hingegen total daneben. Die Vertonung ist dabei durchweg missglückt.
Eine typische Mission, so wie sie im Spiel ablaufen könnte: Irgendwo im Dschungel. Vor uns liegt eine Tempelruine, die laut dem Funkkontakt in unserem Ohr das erste Ziel sein soll. Aber die Stimme in unserem Kopf spricht auch eine Warnung aus: Das eingefallene Gemäuer ist schwer bewacht und wir dürfen uns auf keinen Fall entdecken lassen! Also schleichen wir los, ein Deckungsanzeiger auf dem Bildschirm verrät, wie gut wir vor fremden Blicken geschützt sind. Als wir das Gemäuer erreichen und um eine Ecke lugen, entdecken wir den ersten Feind. Dank Wurfmesser kein Problem. Weiter in die Ruine, Wache 2 und 3 ereilt sogleich ein ähnliches Schicksal. Noch macht die Aktion Laune, noch fühlen wir uns motiviert. Doch das ändert sich schnell: Vor uns liegt etwas, das wohl einmal eine große Halle war, jedoch ist das Dach längst eingestürzt und der Raum mit Gestrüpp überwuchert. Die Sicht ist extrem eingeschränkt. Und doch machen wir einen Gegner aus, zücken das Scharfschützengewehr und erledigen ihn aus sicherer Entfernung. Dank Shift-Taste, die für angehaltenen Atem und verlangsamtes Geschehen sorgt: problemloser Kopfschuss. Eine wilde Kamerafahrt, die den Weg des Projektils verfolgt, belohnt uns für den Treffer. Wir sehen dabei auch, wie die Kugel das Opfer trifft, ihm der Helm vom Kopf gerissen wird und es blutüberströmt zu Boden sackt. An sich ist die Kugelkamera eine nette Idee, doch Animationen und Blickwinkel wiederholen sich so schnell und oft, dass es schon nach ein paar Mal anfängt zu nerven.
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Die Kugelkamera belohnt Kopftreffer aus großer Entfernung. Der Zeitlupenkugelflug ist technisch schön in Szene gesetzt - nutzt sich aber auch sehr schnell ab.
Was ebenso nervt: Der Tote in unserer Beispielmission bleibt nicht unbemerkt, eine zweite Wache, die wir vorher nicht gesehen haben, schlägt Alarm – Mission gescheitert, schnellladen, zweiter Versuch. Dieses Mal sehen wir uns gründlicher um und erledigen die beiden Wachen schnell hintereinander. Glück gehabt so etwas klappt nicht allzu oft. Weiter durch die Ruinen, nächster Abschnitt, gleiches Problem: Wachen, die wir vorher nicht sehen konnten, versalzen uns die Suppe … Und so schnellladen wir uns Bereich für Bereich voran. In Abschnitten, in denen Entdecktwerden nicht mit Missionsende gleichzusetzen ist, verkommt das Spiel im Entdeckungsfall zu einer recht drögen Ballerei, in der wir zwar ein Scharfschützengewehr haben, die Gegner uns aber durch den kompletten Level hinweg entdecken. Erneut verstecken? Keine Chance. Wir beißen also nicht nur pro Mission gefühlt zehn Mal schuldlos ins Gras, sondern mindestens ebenso oft vor Ärger in die Tastatur – auch der unsichtbaren Levelgrenzen wegen, die die offen wirkenden Areale meist auf lediglich einen möglichen Weg beschränken. Das ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß!
Bei manch einem Auftrag steht im Anschluss an die Beseitigung der Zielperson eine Actioneinlage an, in der wir den Protagonisten wechseln und plötzlich Teil eines Sturmtrupps sind. An sich eine schöne Idee, die Abwechslung in das sonst öde Dasein unseres Scharfschützen bringt, allerdings ist der Shooter-Part so zermürbend und unfair, dass dabei kaum Freude aufkommt. Die Gegner sind Grau in Grau und vor allem in Nachtmissionen kaum zu erkennen, das Waffengefühl ist unter aller Kanone und von der KI brauchen wir – wie übrigens im restlichen Spiel auch – erst gar nicht zu reden. Und trotz der zahlreichen Gründe, das Spiel nach Minuten entnervt in die Ecke zu feuern: Ab und zu kommt sogar echter und ehrlicher Spielspaß auf, zum Beispiel immer dann, wenn alles aus Versehen einfach mal so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Für ein gutes Testurteil ist das natürlich zu wenig und außerdem hätte die Spieldauer mit einer Nettospielzeit von vier Stunden ruhig etwas umfangreicher ausfallen dürfen, aber alles in allem ist Sniper: Ghost Warrior immerhin keine totale Katastrophe.

dazu ist zu sagen dass ich sniper elite, das alte 2 weltkrieg game schon mehrere male durchspielte immer auf elite ich also einige anforderungen an ein sniper game stelle.
aber nun mal im ernst, wer dieses Spiel schwierig findet, und sich nervt wenn der tote entdeckt wird, sollte keine sniper spiele testen sondern schön bei CS bleiben!
ebenso wer das sniper dasein im grundsatz als langweilig ansieht der sollte so ein spiel nicht testen!
fact ist:
- das game ist zu leicht,
- zu linear,
- und die wachen sollten MEHR reagieren wenn ich ihren nebenmann erwische.
- wer sich darab aufregt dass die gräser nicht reagieren, hätte sich wohl darüber aufgeregt wenn sie es getan hätten, vor allem dann wenn die person ohnehin schon zu schwer findet.
- wenn eine headshot cam da ist, dann will ich auch jeden headshot in der cam sehen
- es fehlen die distanz highscores
- überhaupt eine genaue statistik wo getroffen wurde.
ernsthafte herausforderung ist nur der 2 letzte level
der letzte level ist die enttäuschung schlecht hin!
aber dennoch, ich finde das spiel extrem gut gemacht, abwechslungs reich und spannend.
der mutliplayer ist gut, schade dass man nicht liegen kann, dann wäre noch mehr herausforderung.
ein kauf ist es aus meiner sicht allemal wert!
mittlerweile gibt es das spiel ja auch günstiger!
dennoch auch meine wertung wäre bei 75 %
sniper elite ist und bleibt das bessere sniper game, auch wenn die graphik deutlich schwächer ist.
Besonders nervend ist, dass das Spiel so unterirdisch Programmiert ist...Durch Gras und viele andere Gegenstände kann ich einfach durchlaufen (also so, dass sich meine Waffe mit dem Gras überschneidet) und Sekunden später bleibe ich an einem 2cm hohen Stein hängen, den ich nur durch springen überwinden kann...
Der nächste Teil davon kann mir gestohlen bleiben.
Toll wieder 45€ zum Fenster rausgeschmissen.
Bei mir hätte das Game mal gerade eben so noch ne 50% Wertung bekommen.
An alle die sich das Spiel evtl. kaufen wollen : KAUFT ES NICHT !!!!!!!!