Assassin's Creed: Brotherhood - Hands-on-Test von der E3 2010
Mit Assassin's Creed: Brotherhood will Ubisoft den Multiplayermodus in das Assassinenspiel bringen. Auf der E3 konnte es das erste Mal angespielt werden. Wie das Konzept dahinter ist und ob es funkitoniert, hat PC Games vor Ort herausgefunden.
Überrascht war man ja schon, als Ubisoft Assassin's Creed: Brotherhood so kurz nach dem zweiten Teil ankündigte. Es ist aber auch kein richtiger dritter Teil, Ezio ist immer noch die Hauptperson und der Schwerpunkt des Spiels liegt offensichtlich im erstmaligen Multiplayer-Modus. PC Games-Redakteur Jürgen Krauß nahm an der Präsentation samt einem Anspielen von Assassin's Creed: Brotherhood auf der E3 teil.
Einzelspieler mit Unterstützung
Die Präsentation des Einzelspielermodus war identisch mit der Vorführung der Pressekonferenz. Es gab eine kurze Einführung in die "Brotherhood"-Komponente. Die Brotherhood ist im Prinzip eine Entourage, die dem Spieler zur Seite steht. Also ein leichter Anflug von RPG. Sie wird im Laufe des Spiels zusammengestellt und muss ausgebildet werden. Während der Präsenation wurde ein Attentat gezeigt. Ezio steht auf einem Dach, vor sich eine Kirche. In der Kirche ist die Zielperson, ein Geistlicher. Die Kirche ist schwer bewacht: Eine Wache steht auf dem Dach, mehrere weitere sind unten auf der Straße. In der Kirche befinden sich ebenfalls Wachen. Der Spieler drückt nun eine Taste und Ezio hebt den Arm, er gibt ein Zeichen. Eine weibliche Assassine rückt an und erledigt die Wache auf dem Dach, danach verschwindet sie sofort wieder.
Viel Wert wird auf die zu bildende Entourage gelegt. Sie unterstützt den Spieler.
Ezio geht hinunter auf die Straße, die Wachen vor sich. Wieder gibt er ein Zeichen und sofort hagelt es Armbrustpfeile von oben. Der Weg ist frei. Er geht in die Kirche und blickt nach oben: Unsere vier Kompagnons geben sich zu erkennen. Ein passender Zufall: Die Zielperson wird von vier Wachen beschützt. Also gibt Ezio wieder ein Zeichen und die vier Assassine schnappen sich die vier Wachen. Ezio schaltet die Zielperson mit einem Schuß über die Schulter aus und flieht vom Tatort. Draußen stellen sich Ezio und seiner Entourage allerdings 20 bis 30 Wachen entgegen - ein Kampf ist unausweichlich. Ende der Einzelspieler-Präsentation.
Erster Gedanke: Während der Präsentation erledigte die Brotherhood eigentlich etwas zu viel Arbeit. Der Präsentator von Ubisoft aber erklärt, dass ein großer Reiz darin liegt, die Entourage aufzubauen und auszubilden. Können die Typen auch sterben? Erst weicht der Präsentator aus und gibt keine ganz klare Antwort. Letztlich räumt er aber ein, dass die Aktionen einzelner Assassine auch schiefgehen können.
Multiplayermodus im Hands-On-Test
Danach folgt ein Multiplayer Hands-On-Test. Es wirkt Anfangs sehr konfus. Das Grundprinzip des Mehrspieler-Modus' erinnert ein bisschen an The Ship: Jeder Spieler bekommt eine Zielperson zugewiesen, wird aber gleichzeitig auch selber zum Ziel. Und zwar von bis zu drei anderen Spielern - es kann also sein, dass ein anderer Assassine Ihr Ziel ausschaltet. Um die Zielperson erkennen zu können, bekommt jeder Spieler ein individuelles Skin angezeigt. Ein Zielradar führt dann in die grobe Aufenthaltsrichtung der Zielperson. Am Ende muss aber jeder Assassine durch Auffälligkeiten entscheiden, wer eigentlich das Ziel ist. Letztlich eine nette Idee, die allerdings nicht so richtig aufgehen wollte und etwas verwirrend war. Mal sehen, wie es sich in längeren Matches schlägt.

Dass das Spiel aber im Ubisoft-Shop zum Vollpreis verkauft wird halte ich für überteuert.
Es ist Stand-Alone-Addon und zu dem Preis sollte es auch verkauft werden.