FIFA Online: Das kostenlose FIFA-Browsergame im Hands-on-Test
EA Sports möchte mit FIFA Online einen Schritt auf den lukrativen und heißumkämpften Browsergame-Markt machen. Seit dem 26. Mai ist der kostenlose FIFA-Ableger in der offenen Beta-Phase und damit für alle spielbar. Wir haben einen Blick auf das Fußballspiel geworfen.
Einfachheit ist das Hauptziel von FIFA Online. Ein Fußballspiel mit leichtem Einstieg will EA schaffen. Denn genau das hat FIFA 10 und PES 2010 nur bedingt. Dort muss lang und hart gelernt werden, wenn man einigermaßen gegen andere Spieler bestehen möchte. Vor allem die Steuerung überfordert viele Einsteiger im Duell mit Profis. Und genau da setzt FIFA Online an: Gesteuert werden die eigenen Spieler mit der Maus. Zwei Tasten, das Mausrad und ein bisschen Bewegung mit der Maus, mehr braucht es nicht um auf Torjagd zu gehen. Der eigene Spieler folgt den Mausbewegungen, eine Linie zeigt dabei die Laufrichtung an. Die Geschwindigkeit lässt sich mit der Entfernung zwischen Cursor und Spieler einstellen: Die Maus weiter vom Spieler weg bewegen heißt Sprinten, sie nah am Mann lassen, heißt langsamer, dafür wendiger sein. Gepasst wird mit einem linken, geschossen mit einem rechten Mausklick. Wird die Taste länger gedrückt, schießt der Spieler stärker oder schlägt eine Flanke. Viel mehr braucht es nicht, um eine erste Partie in Angriff zu nehmen. Zwar sollte man sich noch kurz mit der Defensivarbeit auseinandersetzen, aber letztlich ist Angriff sowieso die beste Verteidigung.
Quelle: pcgames.de
Screenshots aus FIFA Online. (16)
Viel verteidigen lässt sich eh nicht: Mit der linken Maustaste holt man sich den Ball zurück, mit der rechten wird in den Mann gegrätscht. Der Rest muss über das Stellungsspiel gehen. Hier offenbart sich dann auch die erste Kritik: So simpel die Steuerung gehalten ist, so wenig lässt sie einem wirklich Freiraum. Es ist recht komisch zu sehen, dass man eigentlich taktisch klug spielen könnte, man kann ja die Laufwege direkt bestimmen, letztlich aber die Taktik wenig zählt. Meist ist der torsicherste Weg dann doch stupide durch die Mitte zu laufen und den Ball irgendwie in den Strafraum zu bekommen, irgendein Abpraller geht schon ins Tor. Das ist angenehm für Einsteiger, Profis winden sich stark bei der Zufallsrate.
Dennoch ist die Lernkurve schön flach: Fünf Minuten nach Installation steht man im ersten Match und schießt die ersten Tore. Die KI ist gerade am Anfang der Motivation sehr entgegenkommend, zieht aber mit den Erfolgen auch im Schwierigkeitsgrad an. Dennoch ist ein 4:1-Sieg von Zweitligaverein 1860 München gegen den ewigen Rivalen Bayern München dann doch – bei aller Liebe und gutem Willen – etwas sehr hoch. Wie bei allen Fußballspielen gilt dann einfach: Entweder man mag es gegen die KI zu spielen, oder man mag es eben nicht und spielt gegen menschliche Gegner. Zum Beispiel im Weltmeisterschafts-Modus.
Quelle: pcgames.de
Die WM 2010 in Südafrika lässt sich im Vorfeld durchspielen.
Zur Weltmeisterschaft in Südafrika hat EA das Turnier auch in FIFA Online integriert und als Online-Turnier ausgeschrieben. Tausende Spieler können dort das Turnier im Vorfeld schon durchspielen. Eine Partie England gegen Deutschland beweist dann auch recht schnell den alten Satz: leicht zu lernen, schwierig zu meistern. Im Duell gegen einen anderen Spieler lässt sich einiges an Demut eröernen. Und es lässt das alte FIFA-Problem aufflackern, das EA ja eigentlich vermeiden wollte: Die Steuerung kommt einem stark in den Weg, wenn man sie nicht beherrscht. Jedes Überlegen wie man denn jetzt am besten einen langen oder kurzen Pass macht, kostet wertvolle Zeit – und den Ballverlust. Dazu kommt eben die beschriebene kaum vorhandene Verteidigung. Das Wechseln der Spieler dauert noch sehr lang, selten wird der richtige Spieler ausgewählt und direkt verteidigen die Spieler selten, sie laufen meist unbeteiligt nebenher. Oder in eine ganz andere Richtung. Klar, die offene Beta ist erst gestartet und das heißt natürlich, dass noch nicht alles rund läuft, dennoch sollte EA in die Steuerung noch einiges an Arbeit und Optimierung stecken. Ein wirkliches Gefühl der Kontrolle über die Spieler und das Team kann sie jedenfalls nicht vermitteln.

Wo hier allerdings Transfers gesehen wurden ist mir ein Rätsel, man bekommt lediglich einen zufällig generierten Spieler (auswählbar aus 3 verdeckten Karten) nach jedem Spiel, mit Transfer is da - noch - nichts.
Dass man anfänglich wirklich so ziemlich alles gewinnt stimmt zwar, allerdings wird die Sache nach 3-4 gewonnen Spielen schon etwas schwieriger, da durch Siege das difficult lvl erhöht wird und so ab 13-15 wird die Sache im Ligamodus schon etwas knackiger.
Den Itemshop empfinde ich bisher eher als nicht zu gebrauchen, da man sich zwar diverse - noch sehr wenige - boosts holen könnte, aber diese den Kohl nicht wirklich fett machen, wie man so schön sagt.
Zur Steuerung: Würde ich auch eher zu einem Gamepad raten, wobei ich lange mit der Maus gespielt hab und auch diese Steuerungsmethode erstaunlich gut funktioniert.
Ich denk aber der Schwerpunkt bei Fifa Online liegt ganz klar im vs. Modus, der wirklich Spass macht und als Alternative zu nem Vollpreisspiel - meiner Meinung nach - sicher überzeugen kann.
so long
Man startet das Spiel im Browser..ok...aber dann läd was runter, installiert es und spielt dann außerhalb des Browsers, gleich wie bei BF Heros. Man spielt nich im Browser wie bei Quke live, es ist kein Flashgame und weit entfernt von einem Spiel wie Ogame....warum heisst sowas Browsergame, anyone?
Die closed Beta läuft seit Februar, wenn die es bis heut immernoch nicht geschafft haben die Steuerung gut zu justieren, dann machen die was flasch (ich hab es im Februar gespielt mit Maus und Controller und hatte kein Schwierigkeiten). Der Vorwand das es Beta heißt ist für mich etwas dünn um Fehler schön zu reden.
Zu guter Letzt, warum erst mehre oder weniger erst im letzten Satz die Controllersteuerung erwähnen wenn man auf der ersten Seite soviel über die Maussteuerung schreibt?