Freiheit auf Knopfdruck - Die Faszination der Open-World-Spiele wie GTA und Co.
Die rekordverdächtigen Verkaufszahlen des Konsolentitels Red Dead Redemption haben mal wieder bewiesen: Sobald ein guter Open-World-Titel in den Startlöchern steht, stürmen wir scharenweise die Elektromärkte. Dabei scheint schon das Schlagwort "Sandbox" allein auszureichen, um zumindest den kommerziellen Erfolg sicherzustellen. Aber was macht ihn eigentlich aus, den Reiz der freien Welten?
Spätestens seit dem Erfolg der Grand Theft Auto-Reihe gelten Open-World-Games als die Königsdisziplin bei der Schöpfung virtueller Welten. Denn die Herausforderungen, denen sich Entwickler bei der Erschaffung einer komplexen Open-World stellen müssen, sind zahlreich. Schließlich muss eine spannende Spielewelt mit ausreichend Gegnern, interessanten Missionen, glaubwürdigen Charakteren und einer abwechslungsreichen Landschaft bestückt werden. Darüber hinaus muss eine Story konzipiert werden, die sich auf die individuelle Spielweise des Einzelnen einstellt, das Unvorhersehbare vorausahnt und jeder Aktion eine sinnvolle Reaktion folgen lässt. Gelingt den Machern dieser Drahtseilakt, können sie sich aber auf ein dickes Stück vom Verkaufschart-Kuchen freuen. Denn bis heute gibt es kaum ein Singleplayer-Spielkonzept, dass Gamer mehr an den Bildschirm fesselt, als die gute alte Sandbox. Dabei brechen die meisten Open-World-Spiele mit den narrativen Strategien, die schon seit der griechischen Antike als Garant für gute Unterhaltung gelten. Aber woher kommt es, dass Spiele, bei deren nicht-linearen Erzählmustern sich Aristoteles vermutlich im Grab umdreht, seit Jahren für anhaltende Begeisterung sorgen?
Ab in die Freiheit
Im Alltag spüren wir es ständig: Das Leben besteht zu einem guten Teil aus Verpflichtungen: Da wären Job und Schule, das Bezahlen von Rechnungen und auch der Besuch der ungeliebten Schwiegermutter lässt sich nicht so ohne weiteres verschieben. Bei soviel Fremdbestimmung ist es kaum verwunderlich, wenn wir zumindest im Spiel gerne einmal die führende Hand der Entwickler abschütteln und völlig frei entscheiden möchten, welchen Verlauf unsere Geschichte nehmen soll. Und eben hier setzt ein gutes Open-World-Game an. Denn im virtuellen Sandkasten steht vor allem die Interaktivität, größte Stärke und Markenzeichen unseres geliebten Mediums, im Vordergrund. Nur selten finden wir in der Open-World einen nörgelnden Questgeber, der uns zur Eile und in eine bestimmte Richtung drängt. Stattdessen haben wir Zeit und Muse gelassen durch die Landschaft zu streifen. Möchte ich wirklich zur nächsten Mission flitzen oder meine Zeit lieber auf der zauberhaften Insel weit im Norden verbummeln? In der freien Welt: Meine Sache. Und tatsächlich nur meine. Denn Free-Roaming-Spiele erlauben ihrem Gamer, die ausgetretenen Pfade anderer Spieler zu verlassen - seine Story erlebt er allein. Kein Wunder also, dass Open-World- Games zu regem Austausch in den Foren einladen. „Hast du schon versucht…?“ und „Ich habe gehört, dass…“-Kommentare steigern die Entdeckerlust und versichern uns, dass immer noch zahlreiche Landschaften erkundet, Geschichten erlebt und Geheimnisse gelüftet werden können. Dabei kann zwar alles, aber nichts muss. Stoßen wir in der Open-World auf einen übermächtigen Gegner oder bleibt unsere Suche nach einem notwendigen Item erfolglos, müssen wir unseren Charakter nicht suchenden Blicks stundenlang durch eine abgegraste Umgebung steuern oder ihn gar dümmlich in der Landschaft stehen lassen, während wir uns auf der Suche nach Hilfe durch seitenlange Foren-Einträge quälen. Stattdessen gräbt der Spieler eben erst einmal die eine oder andere Nebenhandlung aus, macht ein paar feindliche Ansiedlungen dem Erdboden gleich und vergnügt sich damit, neue Bekanntschaften zu schließen, bevor ihm des Rätsels Lösung selbst einfällt.
Motivation durch Immersion
Lösungswege gibt es in Open-World-Games ja bekanntlich viele. Schließlich kann und soll der Spieler meist selbst bestimmen, wie moralisch seine Entscheidungen in der freien Welt tatsächlich ausfallen. In Spielen wie GTA 4 ist es sogar möglich, den Heiligenschein gänzlich abzustreifen und sich unverhohlen auf die Seite der Mafia zu schlagen. Macht ja schließlich auch mal Spaß – und gibt dem eigenen Charakter natürlich einen guten Schuss Individualität. Und die ist für das Spielvergnügen von zentraler Bedeutung. Diese Ansicht vertritt auch Todd Howard, Produzent aus dem Hause Bethesda Games, der sich die Faszination, die von Free-Roaming-Spielen ausgeht, durch deren große Identifikationsmöglichkeiten erklärt: „Der Konsument identifiziert sich mit der Spielfigur. Spieler handeln nach eigenem Ermessen, nicht nach den Vorgaben der Entwickler“. Das ist natürlich umso vergnüglicher, wenn auch die virtuelle Umwelt auf die selbst gestaltete Persönlichkeit entsprechend reagiert. Schon im ersten Open-World-Game Adventure für den Atari 2600, variierten die Konsequenzen für unsere Handlungen je nach Konstellation. In heutigen Open-World-Games sorgen ausgefeilte differenzierte Reaktionsmöglichkeiten der NPCs meist für eine satte Portion Realismus. So mögen es die Bewohner von Gotha in Gothic 3 beispielsweise gar nicht, wenn man sich an ihrem Hab und Gut schadlos hält und auch in Fallout 3 bleiben die Geschenke der Bewohner bei zu viel exzessiver Mordlust letztlich aus. Dieser Eindruck von Realität, wird in Sandbox-Games durch lebendige Spielwelten mit verschiedenen Szenarien, Klimazonen und glaubwürdigen Tag und Nacht-Wechseln unterstützt. Und da sich ein gelungenes Open-World-Spiel mit jedem Durchgang anders präsentiert, ist auch der Wiederspielwert garantiert.
Hier bin ich gern - Hier will ich bleiben
Wer kennt sie nicht, die Ernüchterung, wenn der letzte Gegner besiegt, die Landschaft abgegrast, die Welt mal wieder gerettet ist und wir ordentlich mit Ruhm bedeckt, aber nicht wenig wehmütig eine Welt verlassen müssen, für die wir zahllose Tode gestorben sind, in der wir gekämpft, geliebt und gelacht haben? Open-World-Spiele bescheren uns solch bitter-süße Empfindungen nicht. Schließlich stehen uns auch nach Abschluss der Hauptquests noch pulsierende Städte, Siedlungen oder wilde Landschaften als Spielwiesen bereit. Just Cause 2 wartet gar mit einer Größe von mehr als 1000 Quadratkilometern mit dem bislang größten Level im ganzen Action-Genre auf. Erlebt werden kann hier einiges. Ob spektakuläre Stunts, beeindruckende Explosionen oder das Zerstören von Militärbasen - für Unterhaltung je nach Präferenz, ist auch abseits der Quests in den vier Klimazonen gesorgt. Bei einer Spielzeit von mehr als 100 Stunden stimmt dann auch das Preis-Leistung Verhältnis. Umso erfreulicher ist es, dass angekündigte Titel, wie Lara Croft and the Guardian of Light auch in Zukunft dem großen Freiheitsdrang der Gamer nachkommen werden. So können wir hoffentlich noch lange in den virtuellen Welten eines der zentralen Rechte frei nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung genießen: „Das Recht auf Freiheit und das Streben nach Glück“.
Eine Auswahl der bislang erschienen Open-World-Games finden Sie in nachfolgender Bildergalerie.
[ivwgallerie]

Jährlich kommen zwar neue Verhaltensmuster der KI's in Spielen hinzu, aber im Großen und Ganzen ist die Entwicklung nur mäßig befriedigend.
und öhm.....seit wann schleißt action titel missionen, geschichte , charakter entwicklung etc aus?! alle 3 genial in RD:R .... meiner Meinung nach.....und alle 3 um längen besser als in WoW O_o
wenn die KI in RDR wirklich so gut wär
dann hätten wir längst ein Skynet oder HAL 9000
immerhin sprichter von den Mitspielern die durch die Welt wuseln, und die sind idr. immer noch einer KI überlegen
aber ja, so von der KI ist WoW schon Saublöd
Ich versuch das mal anders darzustellen, seid WoW habe ich bei Offline Games, besonders bei open world titeln, die eine Lebendige Welt bieten sollen, keinen Spass mehr, weil durch die Lebendigere Welt in WoW, ich das gefühl bei offline Open World Titel habe, das die Welt gar net Lebendig ist.
So hoffe ich konnte das so besser darstellen^^
und öhm.....seit wann schleißt action titel missionen, geschichte , charakter entwicklung etc aus?! alle 3 genial in RD:R .... meiner Meinung nach.....und alle 3 um längen besser als in WoW O_o
@topic:tu mir mit open world spielen schwer....meist heißt es einfach lange leerphasen oder viele Wiederhohlungen....GTA sticht dank absolute detailtreue heraus, Just Cause 2 durch die oben erwähnte freiheit. Ansonsten ist es meist nur mittel zum zweck oder halbgar umgesetzt