Cursed Mountain-Test: Viel Potenzial, miserable Technik und eine stümperhafte Übersetzung

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Test Christoph Peter Schuster Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Verschollen im Himalaya: Wo Reinhold Messner auf Silent Hill trifft, beginnt der Kampf ums Überleben. In Cursed Mountain kämpfen Sie allerdings noch gegen ganz andere Probleme, wie unser Test beweist.

Mithilfe des geweihten Eispickels schießt Eric Gebetskraft auf seine Widersacher. Quelle: PC Games Mithilfe des geweihten Eispickels schießt Eric Gebetskraft auf seine Widersacher. Wer sich näher mit dem ungewöhnlichen Survival- Horror-Titel Cursed Mountain befasst, ahnt nichts Gutes: Das Spiel erschien im Sommer auf Nintendos Wii und fuhr dort nur durchschnittliche Kritiken ein, das verantwortliche Studio wurde mittlerweile geschlossen. Schade, denn die Ausgangslage klingt tatsächlich vielversprechend: Sie steuern den erfahrenen Bergsteiger Eric Simmons, der in einem verlassenen Sherpa-Dorf im Himalaya nach seinem Bruder sucht. Selbiger hatte geplant, den heiligen Berg Chomolonzo zu besteigen, um dort ein Artefakt zu bergen, und ist seitdem verschollen. Die Autoren würzen diese banale Geschichte mit einer gehörigen Portion Mystik und liefern dabei gute Arbeit ab. Trotz konfuser Zwischensequenzen kommt tatsächlich Spannung auf. Zudem verspricht das ungewöhnliche Himalaya-Setting eine unfassbar dichte und magische Atmosphäre. Doch an diesem Punkt angelangt, gerät Cursed Mountain gehörig ins Straucheln: Bereits auf der Wii zählte die Grafik nicht gerade zur Crème de la Crème, doch auf dem PC grenzt sie an eine Frechheit!

Das Teil erinnert an die alte Quake- Engine 3 – und die feiert aktuell zehnjähriges Bestehen! Doch damit nicht genug: Das streng lineare Gameplay bietet kaum Höhepunkte und die Levels strotzen regelrecht vor Detailarmut. Obendrein zieht amateurhaftes Skripting im Zusammenspiel mit mies gewählten Kamerawinkeln geschätzte 90 Prozent der Schockmomente ins Belanglose oder gar Lächerliche. Falls Sie die Mischung aus eisigen Temperaturen und Mystik interessiert, greifen Sie lieber zum Geheimtipp Cryostasis. Alle anderen Horrorfans warten hingegen auf ein Remake zu Silent Hill. An dieses große Vorbild reicht Cursed Mountain nämlich zu keiner Sekunde heran.

Der Test in Kürze

Grafik
Unglaublich – wie kann man so etwas 2010 in die Läden stellen? Extrem veraltet, eintönig, hässlich und arm an jeglichen Details.

Sound
Nette mystische Klänge, knarzendes Holz und brauchbare Sprecher sorgen für Atmosphäre.

Steuerung
Hakelige Kollisionsabfrage, ansonsten größtenteils in Ordnung

Jugendeignung

USK - ab 16 Jahren: Geister, wandelnde Tote, herumliegende Leichen und ein blutiges Opfer-Ritual sorgen für Gruselstimmung, dazu kommen verstörende Visionen – nichts für schreckhafte Naturen. Insgesamt aber sehr harmlos für ein Survival-Horror-Spiel.

Die Testabrechnung

Testversion: Verkaufsfassung
Spielzeit (Std.:Min.): 07:00

Eines muss man Cursed Mountain zu Gute halten: Bugfrei ist es! Während der kompletten Spielzeit hatten wir keine Abstürze, eine stabile Bildrate und keine merklichen Bugs.

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Bildergalerie zum Cursed Mountain-Test

Bildergalerie

Wertung zu Cursed Mountain (PC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Frisches und unverbrauchtes Setting im HimalayaHalbwegs stimmige Sound-KulisseEin paar nette Ideen, …
… die leider meist nur halbgar umgesetzt wurdenUnfassbar schlechte GrafikExtreme Detail-ArmutMangelnde AbwechslungNur eine Handvoll GegnertypenKonfuse Handlung ohne wirklichen roten FadenAmateurhafte ZwischensequenzenKein freies Speichern, Speicherpunkte teils weit auseinanderSteife, fast schon lächerliche Animationen und BewegungenUngenaue Kollisionsabfrage
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