Bioshock 2-Test: Fantastisch. Aber nicht ganz so fantastisch wie Bioshock.

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Test Jürgen Krauß Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Spiele, die was taugen und in denen was taucht, sind äußerst selten. Bioshock 2 ist so eines. In unserem Bioshock 2-Test sagen wir Ihnen, ob es Bioshock das Wasser reichen kann.

Die Big Sister ist so ziemlich die ärgste Bedrohung, die Ihnen in Rapture begegnet. Quelle: PC Games Die Big Sister ist so ziemlich die ärgste Bedrohung, die Ihnen in Rapture begegnet. Müssten wir Bioshock 2 mit einem Wort beschreiben, so wäre das "verwirrend". Keine allzu große Überraschung, immerhin erwartet jeder Fan des Vorgängers eine Geschichte, die eben nicht auf den ersten Blick all ihre Feinheiten offenbart und die eben nicht strikt geradeaus läuft - und genau das bietet die heiß erwartete Fortsetzung auch. Alles gut also? Fast, aber fangen wir doch mal am Anfang an: Seit Bioshock sind im gescheiterten Unterwasser-Utopia Rapture zehn Jahre vergangen. Zehn Jahre, in denen die Stadt weiter verrottete, die Splicer zusehends mutierten und die Führungsriege einmal komplett wechselte. Kein großes Wunder, schließlich haben wir ja annähernd alle Verantwortlichen im Laufe von Teil 1 aus dem Weg geräumt. Es ist also ein neuer Sheriff in der Stadt: Sophie Lamb. Und Sie, der erste aller Big Daddys, geraten schon im Laufe des Intro-Videos mit der guten Dame aneinander. Dass Ihr monströser Taucherhelmträger am Ende ebendieses Einleitungsfilmchens das Zeitliche segnet, nur um sich Sekunden später unter Ihrer Führung auf die Suche nach Töchterchen Eleanor zu machen, braucht Sie nicht weiter zu wundern - das ist einer der verwirrenden Umstände, die sich am Ende des Spiels relativ logisch auflösen. Lamb wird Ihnen sogleich als böse verkauft, immerhin scheint sie Ihren Sprössling entführt zu haben - die beiden zu finden, ist also erst einmal das erklärte Ziel.

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Lesenswert: Den Grafik-Vergleich zwischen Bioshock 2 auf PS3 und Xbox 360 finden Sie bei Videogameszone.de. Einen umfangreichen Technik-Test zu Bioshock 2 lesen Sie auf pcgameshardware.de.

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Erwischen Sie Ihre Gegner mit der Filmkamera, winken bei erfolgreichem Abschuss Boni. Quelle: PC Games Erwischen Sie Ihre Gegner mit der Filmkamera, winken bei erfolgreichem Abschuss Boni. Sinclair hingegen, ein Industrieller, dessen Namen aufmerksame Bioshock 1-Spieler vielleicht schon einmal gehört haben, scheint einer der Guten zu sein und steht Ihnen per Funk mit Ratschlägen und Wegweisern zur Seite. Die Handlung schlittert also knapp an den ungeklärten Umständen vorbei, die aus Teil 1 noch übrig geblieben sind, mischt jede Menge neue Mysterien hinzu und lässt uns am Ende mit einem unbefriedigend großen Sack voller Fragezeichen sitzen. Immerhin aber erfahren wir zwischen den Zeilen etwas mehr über die Little Sisters - Hinweise auf Andrew Ryan und die Geschichte der Stadt müssen wir uns hingegen mühsam selbst zusammenklauben. Handwerklich ist die Story einwandfrei, inhaltlich kann jeder davon halten, was er will - wer auf verworrene und leicht mysteriöse Geschichten steht, kann damit sicher mehr anfangen als jemand, der eher flaches Action-Kino bevorzugt. Ganz offensichtlich stimmt's aber beim Tempo nicht ganz: Während die Erzählgeschwindigkeit die meiste Zeit zwischen "Tröpfeln" und "leichtem Rinnsal" schwankt, nimmt das Spiel am Ende fast schon zu viel Fahrt auf. Da passieren plötzlich massenhaft Dinge annähernd gleichzeitig, sodass wir vor lauter "Ahh!", "Ohhh!" und (vor allem) "WTF?" mit dem Zuschauen kaum mehr hinterherkommen. Natürlich verraten wir Ihnen hier keine Details, aber die letzten zwei bis drei Spielstunden sprudeln vor kreativ und interessant inszenierten Ereignissen, worüber der Mangel an ebensolchen im restlichen Spiel beinahe in Vergessenheit gerät.

Die Raketenmunition des Speergewehrs wirbelt Gegner herum und steckt sie in Brand. Quelle: PC Games Die Raketenmunition des Speergewehrs wirbelt Gegner herum und steckt sie in Brand. Auch stehen wieder die obligatorischen Moralentscheidungen auf dem Programm: Little Sisters ausbeuten oder befreien? Held oder Arsch? Messias oder Mistkerl? Wenn Sie den Guten mimen, erhalten Sie weniger Adam, dafür aber kleine Belohnungen. Geben Sie sich aber der dunklen Seite hin, klingelt es nur so in der Adam-Kasse und schlussendlich flackert eine alternative Endsequenz über den Bildschirm. Das lief in Teil 1 ähnlich ab - schade, vom von den Entwicklern angekündigten "Grau" ist wenig zu sehen, es läuft letztendlich doch nur auf "Schwarz" oder "Weiß" hinaus. Auch die zugrunde liegende Spielmechanik ist im Grunde gleich geblieben: Spieler gegen Splicer - in Ego-Perspektive und mit Waffen und Plasmiden. Der Ego-Shooter-Kern ist immer noch etwas behäbiger als die Genrekonkurrenz, aber das stört überhaupt nicht. Im Gegenteil, betrachten wir lediglich den Shooter-Aspekt, so hat sich Bioshock sogar gehörig weiterentwickelt: mehr Waffen, mehr Munitionsarten, (aufwertbare) Plasmide und Waffen gleichzeitig, unterschiedlichere Gegner, verschiedene Schadensboni und, und, und - so viel Fortschritt hätten wir dem Spiel vorab gar nicht zugetraut! Was aber stört, ist die stete Gesundheits-, Geld- und Munitionsknappheit, die es erforderlich macht, die eigentlich sehr sehenswerten Levels vorzugsweise mit Blick gen Boden zu durchstreifen - immer auf der Suche nach Kugeln, etwas Essbarem oder Kleingeld.

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  1. Seite 1 Bioshock 2-Test: Figuren, Handlung, Tempo und Moral
  2. Seite 2 Bioshock 2-Test: Kammern, Rollenspielanleihen und gemischte Gefühle
  3. Seite 3 Bioshock 2-Test: Kopierschutz, Pro- und Contra, Wertung und Meinung
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von docdent Anwärter/in
        Ich war begeistert von Teil 1 und angesichts kritscher Kommentare hier skeptisch. Trotzdem muss ich sagen: Bioshock 2 ist absolut spielenswert. Klar ist der "Wow"-Effekt aus Teil 1 nicht mehr da. Aber dafür gibt es viele Veränderungen und Verbesserungen im Detail, so dass der Nachfolger seinen eigenen Reiz entwickelt.

        Die Welt von Rapture wurde noch besser in Szene gesetzt; die Grafik ist sehr ansprechend, wenn auch nicht an der Spitze des Machbaren. Die Story finde ich nicht viel verwirrender als die des ersten Teils.

        Der Kopierschutz wurde inzwischen entschärft: Unbeschränkte Installation mit einem CD-Key, aber Online-Aktivierung, eingelegte DVD und Games for Windows Live notwendig - für mich noch akzeptabel.
      • Von docdent Anwärter/in
        Ich war begeistert von Teil 1 und angesichts kritscher Kommentare hier skeptisch. Trotzdem muss ich sagen: Bioshock 2 ist absolut spielenswert. Klar ist der "Wow"-Effekt aus Teil 1 nicht mehr da. Aber dafür gibt es viele Veränderungen und Verbesserungen im Detail, so dass der Nachfolger seinen eigenen Reiz entwickelt.

        Die Welt von Rapture wurde noch besser in Szene gesetzt; die Grafik ist sehr ansprechend, wenn auch nicht an der Spitze des Machbaren. Die Story finde ich nicht viel verwirrender als die des ersten Teils.

        Der Kopierschutz wurde inzwischen entschärft: Unbeschränkte Installation mit einem CD-Key, aber Online-Aktivierung, eingelegte DVD und Games for Windows Live notwendig - für mich noch akzeptabel.
      • Von knarfe1000 Spiele-Kenner/in
        Habe am Wochenende ca. 3 Stunden Bioshock 2 angespielt und bin bisher sehr angetan. Natürlich fehlt ein wenig das große Aha-Erlebnis, das Teil 1 auslöste. Dennoch ist die Fortsetzung von der Atmo her sehr gelungen. Auch die Detailverbesserungen gefallen mir gut. Bis jetzt würde ich so um die 85% geben, für eine finale Wertung ist es aber natürlich noch viel zu früh.
      • Von BlackSaturn Anfänger/in
        hehe ja ich habe in einem forum ebenfalls dieses problem gepostt... mittlererweile aber das problem gefunden... es liegt daran das man als xp nutzer ne kleine veränderung in der zielleiste vornehmen muss ^^
      • Von Engadiner NPC
        Was mich wundert, es gibt massenhaft Foren, in denen steht, dass das Spiel im Singleplayermodus sich nicht starten lässt, im Multiplayer anstandslos spielt und es bisher noch keine Lösung gibt. Im Test des Spiels ist sowas nicht zu finden. Womit spielt Ihr. Bekommt Ihr von diesen Problemen nichts mit? Es sind mittlerweile Hunderte, die davon betroffen sind. Warum schreibt Ihr nichts darüber? Warum klappt immer alles bei Euch und nicht bei allen anderen? Bei soviel Betroffenen ist das Spiel doch mangelhaft. Was nützt mir die schönste Grafik und der Bericht dazu. Ich finde es eine Sau...und es müsst vielmehr Druck auf den Entwickler gemacht werden, auch von medialer Seite her, aber nicht zu finden.
      • Von sonderheft NPC
        Hey habt ihr immer noch nicht kopiert ? hier-

        BioShock 2 is a sequel inspired not by the Muses, but by quarterly financial reports.
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