Vorschau

07.02.2010 13:40 Uhr
Brink - Vorschau - Preview

Brink-Vorschau: Dieses Spiel wird neue Standards für Ego-Shooter setzen

Brink setzt neue Standards - Sie werden Ego-Shooter nie mehr mit den gleichen Augen sehen!

Die Nebenaufgaben beinhalten zum Beispiel auch Begleitschutz.
Wie Wikipedia zu berichten weiß, ist Brink "ein gemeingermanisches Wort, das in geografischen Namen seit dem Frühmittelalter eine leicht erhöhte Stelle, einen Rand oder eine Küste bezeichnete." Danke, Wikipedia, aber das klingt nicht gerade nach einem Schauplatz für ein Computerspiel. Außer man ersetzt gedanklich "leicht erhöht" durch "schwebend", "Stelle, Rand oder Küste" durch "vom Bürgerkrieg gezeichnetes Möchtegern-Utopia" und "Frühmittelalter" durch "2025" - und voilà, schon trifft die Beschreibung einwandfrei auf Brink zu. Zu kompliziert? Dann noch mal langsam: Brink schickt Sie in ein vom Bürgerkrieg gezeichnetes Möchtegern-Utopia (die sogenannte Ark), das auf der Meeresoberfläche der überfluteten Erde im Jahr 2025 schwimmt. Abgefahren, oder?

Nachdem wir vor Kurzem bereits bei Splash Damage in London reinschneiten, um uns Brink vorführen zu lassen, stürmten wir jetzt noch einmal die Spieleschmiede - dieses Mal durften wir auch tatsächlich selbst Hand anlegen! Der Schauplatz ist, wie auch schon bei der vorherigen Präsentation, die Containerstadt, auf der wir als Mitglied der Security-Truppen einen Roboter zu einem Container der rebellischen Resistance-Fraktion geleiten müssen. Wir landen an einem kleinen Pier außerhalb der ehemaligen Hafenanlage, an unserer Seite sieben computergesteuerte Mitspieler, die theoretisch auch (ebenso wie die gegnerische Partei) von menschlichen Mitspielern gelenkt werden könnten. Alle Matches finden immer mit 16 Spielern statt, erklärt man uns, der Computer füllt unvollständige Teams einfach auf. So verschwimmen die Grenzen zwischen On- und Offline-Spiel zusehends.

Kreativdirektor Richard Ham, der uns bei der Anspielstunde betreut, reißt uns aus den Gedanken: "Mit dem Command Wheel könnt ihr euch jetzt einen Auftrag schnappen." Wir drücken die entsprechende Taste und ein Ringmenü erscheint auf dem Bildschirm, das uns verschiedene Aufgaben vorschlägt. Die Mini-Aufträge, die wir dort vorfinden, tragen alle zum Teamerfolg bei und sind nach Belohnungen eingestuft. Aktionen, die die Mannschaft schnell zum Sieg führen, sind wertvoller als Unternehmungen, die nur einen kleinen Vorteil einbringen. Logisch. Das Teil integriert sich gut ins Spiel und unterbricht den Spielfluss nicht. Für bestimmte Anschläge, Bombardierungen oder Ähnliches ist es zudem notwendig, zwischen den vier Spielerklassen hin und her zu wechseln. Nur der Medic kann andere Spieler heilen, nur der Commando kann sich tarnen und unbemerkt hinter die feindlichen Linien schleichen, nur der Engineer kann Maschinen aufstellen oder reparieren und nur der Soldier ist ... na ja, der typische Soldat eben.

Durch unzählige freischaltbare Objekte gestalten Sie Ihren Charakter ganz individuell.
Unsere erste Aufgabe: als Engineer unsere Mitspieler "buffen". Wie in einem Rollenspiel kann der Techniker der Mannschaft seine Kollegen vorübergehend aufwerten. Also folgen wir dem Missionskompass und verteilen Waffenverbesserungen an die Kameraden. An einer Barrikade entsteht derweil ein wüstes Feuergefecht mit dem Feind; wir müssen das Teil unbedingt in die Luft jagen, um unserem Roboter den Weg freizuräumen. Wir schnappen uns den entsprechenden Auftrag, bauen uns an einem der entsprechenden Terminals zur Commando-Klasse um und schleichen uns von hinten an die Widerständler heran. Dabei fällt uns ein erstes ernsthaftes Problem ins Auge: die Freund-/Feind­erkennung. Trotz der herrlichen Optik ist es verdammt schwer, in dem Getümmel Gegner von Verbündeten zu unterscheiden. Da­ran arbeiten die Entwickler derzeit noch mit Hochdruck, immerhin ist das Spiel noch fast ein Jahr von der Veröffentlichung entfernt. Allerdings haben sie sich dabei selbst einen großen Stein in den Weg gelegt. In Brink sieht nämlich jeder Charakter anders aus. Nein, nicht jeder. JEDER! Körperumfang, Kleidung, Waffen, Farben, Tattoos - fast alles lässt sich dem eigenen Geschmack anpassen. Durch massig freischaltbare Gegenstände, Klamotten und Körperschmuck sieht man so auch sofort, ob das Gegenüber ein totaler Neuling oder ein absoluter Pro-Spieler ist. Da liegt auch das Problem: Wenn jeder Aussehen und Klamottenfarben nach Gutdünken ändert, wie soll man dann erkennen, wer zu wem gehört? Fest steht aber: Die Grafik ist verdammt lecker und bietet technisch auf jeden Fall genug Potenzial, die Teams optisch ausreichend voneinander abzugrenzen.

Wie Sie sicher schon selbst erkannt haben, bekommen Sie es hier mit einem missionsorientierten, kooperativen Mehrspieler-Shooter zu tun, der durch Klassen, persistente Charakterentwicklung, ein kreatives Bewegungssystem und zwei gegenläufige Storylines auffällt. Nein? Also dann mal ganz langsam und von vorne: Die beiden verfeindeten Fraktionen Security und Resistance haben jeweils eine eigene Version der Story. Sie dürfen beide spielen und folglich jeden Schauplatz zweimal erleben - und das auf Wunsch alleine, im Koop- oder im Mehrspieler-Modus. Durch das Erledigen von Aufträgen und Gegnern entwickeln Sie dabei Ihre Spielfigur weiter und schalten Waffen, Kleidungsstücke und Accessoires frei.



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18 Kommentarezum Artikel

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der-jan - 14.02.2010 10:56
Zitat: (Original von nikiburstr8x)
Seit Unreal Tournament macht mir ein schnelles Gameplay mehr Spass als ein Taktikshooter samt Briefing. Sowas ist für's Online-Zocken ungeeignet, imho.

auch ich mag oldschool shootergameplay wie dm, ctf etc. deutlich mehr, aber die zeiten und der spielergeschmack haben sich geändert

heute wollen sich nur wenige mit dem trainieren von skills beschäftigen, titel in denen man sich auch als "phlegmatischer anfänger" irgendwo hinhocken kann um andere in den rücken zu schießen, oder halt "mitlaufen und dabei gewinnen" kann, die kommen seit der battlefield reihe deutlich besser an ;-)

brink wird aber bestimmt nicht der große wurf werden...die angesprochene zielgruppe ist zu klein
ähnliches los wie vorher quake wars, global operations etc (aber hoffentlich besser als solche blindgänger wie new world order, bet on soldiers, team factor, the club)

btw brink hat ja als feature, daß die spielfigur zig unterschiedliche optische möglichkeiten haben wird...
wie steht es eigentlich um das spiel parabellum, was ja auch damit wirbt? dafür daß parabellum das erste quartal 2010 rauskommen soll, ist es extrem ruhig um den titel
 
nikiburstr8x - 14.02.2010 10:10
Zitat: (Original von Shadow_Man)
Zitat: (Original von oceano)
.... nur wars leider zu kompliziert für die breite Masse  :-|

Genau das vermisse ich bei vielen Spielen, vor allem Shootern heutzutage. Das man sich Gedanken machen muss, wie man vorgeht usw. Bei den meisten Shootern rennen die Leute heute einfach mit Dauerfeuer in ein Haus und mähen die Gegner im Sekundentakt um. Das ist so dumpf!
Ich wünsch mir einfach mehr Shooter mit Hirnschmalz!
 
Inwiefern soll man sich den Gedanken machen? Ob man einer herannahenden Kugel eines Feindes im Matrix-Stil ausweicht oder doch lieber den Becker-Hecht probiert?  

Seit Unreal Tournament macht mir ein schnelles Gameplay mehr Spass als ein Taktikshooter samt Briefing. Sowas ist für's Online-Zocken ungeeignet, imho.
Dragontear - 13.02.2010 11:39
Dieses Spielprinzip wurde schon vor einigen Jahren aufgeschnappt. "The Crossing" hieß das Game, wurde aber gecancelt. Mal gucken, ob sie dieses Online-Offline-Erlebniss diesmal auf unsere Rechner bringen und ob es wirklich so viel Spaß macht, wie es sich anhört.  
EarthGrom - 10.02.2010 07:58
hört sich nach irgendeinem werbetext an, mal demo abwarten. könnte im mp cs:s als zwischendurch shooter ablösen  
Deathmaker1987 - 08.02.2010 10:16
Klar gibt es viele Dinge schon, die es auch in anderen Shootern gab/gibt, das ist ja klar.
Aber wenn man mal genau hingeschaut hat gibt es schon einige Neuerungen die ich so bisher in keinem Shooter gesehen habe.
Zum Beispiel das "verschwimmen" von Off- und Online Erlebniss. Das jede Mission zu einer Onlineschlacht werden kann ohne sich auf neue Server verbinden zu müssen. Und das ist, in meinen Augen, schon ein großer Schritt...
Zumal diese Mehrspielerschlachten trotz dessen immer Missionen bleiben die man selber abschließen muss um weiter zu kommen was die Motivationskurve arg nach oben schraubt.
Zum anderen find ich dieses "SMART"-System sehr schön. Über Rohre springen, unter Brücken durch hechten etc. Daraus können sich sehr schöne Moves ergeben. Wo man dann wieder beim Skill des Spielers wäre.
Wenn selbst das elegante laufen zu einer Herrausforderung wird um das Level zu überstehen oder sich einen Vorteil zu verschaffen.

Ein äußerst interessantes Projekt, freu mich schon auf erste Videos und/oder Beta.
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Allgemeine Infos

Name Brink
Genre Actionspiel
Webseite keine Angabe
Hersteller Splash Damage
Anbieter Bethesda Softworks
Veröffentlichung 4. Quartal 2010
Preis nicht bekannt
Plattformen: pc.gif
ps3.gifxbox360.gif
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