Das neue Apple iPad: Das kostet es, das kann es - Was sagen die Spiele-Experten zum Tablet?
Was Apple da am heutigen Abend zelebrierte, grenzte schon an eine Zeremonie. Der Microblogging-Dienst Twitter ging in die Knie, sämtliche Blogs wurden binnen Sekunden mit Informationen geflutet, Live-Ticker und Live-Streams waren zeitweise überlastet. Das alles wegen des neuen iPad. Ja, es ist offiziell. Und es sieht aus wie ein überdimensioniertes iPhone. Doch was kann die neue Wunderwaffe von Apple und ist sie auch für Spieler interessant? PC Games gibt Antworten.
Quelle: Apple
Das Apple iPad beherrscht auch Spiele. Momentan allerdings nur diese, welche für iPod und iPhone programmiert wurden. Das dürfte sich bald ändern.
Update vom 28. Januar 2010:
Mittlerweile haben sich diverse Spielexperten zum Thema iPad und Games geäußert. Darunter auch Mark Rein, Chef von Epic Games. Er ist laut eigenen Aussagen beeindruckt vom iPad, von der Qualität des Materials und dem riesigen Bildschirm. „Alles scheint sehr gut zu laufen und die iWorks App hat mich echt umgehauen!“ Doch was ist mit Spielen? „Ich war wirklich beeindruckt von den Demos. Ich überrascht wie gut sie waren, auch wenn die Entwickler nur wenige Wochen Entwicklungszeit hatten. Ich glaube, das iPad wird großartig für Gaming und ich gehe davon aus, dass viele Games von der Form des iPad Gebrauch machen“, so Rein im iPad-Gespräch mit kotaku.com. Und auch Cliff Bleszinski, Projektleiter der Gears of War-Reihe, scheint begeistert vom iPad. Schließlich wirft er den Kritikern entgegen: „Wisst ihr, ihr habt die gleichen Witze schon gemacht als die Wii angekündigt wurde.“ Und diese verkaufte sich schließlich blendend.
Michael Pachter, Analyst von Wedbush Morgan, sieht das iPad eher nüchterner: „Das Apple Tablet ist recht hochpreisig eingestuft. Also dürfte es für den Gamer recht uninteressant werden, auch wenn manche Leute es natürlich trotzdem kaufen. Ich denke, die ersten Angebote gehen in die Richtung von iPod-Games. Dann werden Sie langsam die Richtung des Nintendo DS einschlagen, bis sie schlussendlich PSP-Niveau erreichen.“
Jesse Divinch, Analyst der EEDAR (Electronic Entertainment Design and Research) hingegen sagt: “Der Erfolg jeder Gaming-Hardware hängt von der Menge und der Qualität der Third-Party-Titel ab. Wenn das iPad als ernstzunehmende Gaming-Plattform angesehen werden will, ist die Unterstützung der großen Publisher wichtig. Diese hingegen müssen davon überzeugt werden, dass sich iPad-Spiele verkaufen. Niemand macht tolle Games, wenn sie sich nicht verkaufen.
Originalmeldung vom 27. Januar 2010:
Das iPad ist flach. Sehr flach. Nur 1,3 Zentimeter dick. Der Bildschirm, ein IPS-Panel mit LED-Backlight und einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel, misst rund 25 Zentimeter und das Gewicht beläuft sich auf federleichte 680 Gramm. Laut Apple soll die Batterielaufzeit bei zehn Stunden liegen, die Standby-Zeit sogar bei bis zu einem Monat. Als Prozessor kommt die Apple-Eigenentwicklung A4 mit 1 GHz zum Einsatz. Das iPad verfügt über Lautsprecher und einen Mikrofoneingang. Was fehlt, ist eine Kamera. Interessierte Kunden sollen - ähnlich wie bei iPod und iPhone- zwischen der 16, 32 und 64 GB Variante wählen dürfen. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Wenn Sie das iPad nur mit W-Lan-Funktion kaufen wollen, müssen Sie 499, 599 oder satte 699 US-Dollar auf den Tisch blättern. Wenn neben W-Lan auch 3G möglich sein soll,müssen Sie 629, 729 oder 829 US-Dollar locker machen. Und das dürfen Sie bereits in rund 60 Tagen, dann nämlich soll das iPad weltweit ohne 3G-Unterstützung erhältlich sein. Die anderen Modelle sollen ca. 30 Tage später folgen.
Dass das iPad nicht nur für eBooks geeignet ist, davon überzeugte Steve Jobs das Publikum während der Keynote. Er zeigte Youtube-Videos in HD, öffnete Google Maps, las E-Mails - einzig Flash scheint das Wunderwerk nicht zu beherrschen. Dasselbe Manko wie schon bei iPod und iPhone. Und was ist mit den Apps, die über iTunes verfügbar sind? Kein Problem, denn sie laufen auf dem iPad entweder in einem Fenster oder in Fullscreen-Auflösung. Die Übertragung der Apps funktioniert wie gewohnt. Das iPad anschließen, mit iTunes synchronisieren, fertig. Und Spiele? Spiele gibt es auch. Ähnlich wie auf den anderen Apple-Produkten fallen diese aber - zumindest bislang - nicht ins Gewicht. Dennoch will Electronic Arts mit Apple zusammenarbeiten. Mit den bereits für iPod und iPhone erhältlichen Games verhält es sich ähnlich wie mit den Apps. Sie laufen und werden größer gezogen. Die Bedieung sei momentan aber noch umständlich. Doch die Entwicklungsumgebung ist ab sofort für Programmierer erhältlich. Spieler können demnach also in eine interessante iPad-Gaming-Zukunft blicken.
Quelle: Apple
Mit dem Apple iPad stellte der Hersteller auch iBook vor - quasi das iTunes für Bücher.
Für Nutzer mit Office-Notwendigkeit bietet Apple zum Start das Word-ähnliche Programm iWork an, natürlich speziell auf das iPad zugeschnitten. Das Programm soll rund 10 US-.Dollar kosten. Und auch Bücherwürmer kommen nicht zu kurz, denn das iPad soll dank iBook - quasi das iTunes für Bücher - Zeitungen, Magazine und ganze Bücher darstellen können. Die Preise für einzelne Bücher liegen, ersten Informationen und Vermutungen zufolge, bei rund fünf US-Dollar.
Doch nicht alle Apple-Fans sind zufrieden mit dem iPad. Der Bildschirm sei zu klein, die Ränder zu groß. Es sei lediglich ein überteuerter iPod XL. Es besitze keine Kamera, es laufe nicht mit dem aktuellen Mac OS. Insgesamt habe Apple die Erwartungen derjenigen nicht erfüllt, die vom iPad eine Revolution erwartet haben. Die Mehrheit hingegen schaut positiv in die Zukunft, was sich in der kurzfristigen Betrachtung des Aktientrends manifestiert. Zwar hatte die Apple-Aktie kurz nach dem Start der Keynote mit Einbrüchen zu kämpfen, wenig später erholte sich der Kurs aber und ging ins Plus. Ferner rechnen Experten damit - und das dürfte Fakt sein - dass sich zukünftige Tablets und eBook-Reader am Design und der Funktionalität des iPad messen müssen.
Noch mehr Informationen zum Apple iPad finden Sie auf spielefilmetechnik.de. Dort gibt es auch Bilder zu einigen Spielen und zum Zubehör des iPad. Und auch die Kollegen der PC Games Hardware haben sich des Themas iPad angenommen.
Steve Jobs enthüllt das iPad:
Steve Jobs zeigt die Funktionen des iPad:
Das Apple iPad in Aktion - Ein Demo-Video:

... Apps find ich übrigens nicht nur Spielerei, das bereits erwähnte TripIt wird uns in zwei Monaten gut durch Australien leiten. Vier haben insgesamt sechs Flüge und über drei Wochen fast jeden Tag ein anderes Hotel. Die ganze Verwaltung, sprich Flugnummern, Terminals, Hotelreservationnr. etc. speichert TripIt. Dazu kommen z.B. Apps, wo du deine Ausgaben ziemlich schnell eingeben kannst, z.B. zwei mal drücken und du hast eingespeichert für wieviel AUD du gerade getankt hast etc.
Da wir uns die Kosten für Benzin durch fünf teilen, ist sowas schon eine ziemliche Erleichterung ... aber du hast natürlich Recht, von den 120.000 Apps fürs iPhone / iPod brauch man(n) eigentlich nur eine Handvoll. ;-)
Schon wieder ein rückschrittliches Apple-Produkt...
http://media.techeblog.co...
Trotzdem danke für den Hinweis, du bist bereits der zweite, der auf die "günstigen" iPhones aus Italien angespielt. Boris Schneider-Johne, dreisechzig.net, meinte auch, er hätte sich für wenig(er) Geld ein iPhone aus Italien besorgt.
Vllt. wird es mal wieder Zeit für einen Liebesurlaub in Rom ... bzw. Shopping-Tour. :ugly:
Da bin ich ganz dicht bei dir.
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, sucht meine Freundin im Moment ein neues Handy. Sie hat überhaupt nichts mit "Apps" oder "mobilen Internet" am Hut ... sie will halt einfach ein schickes Telefon mit einer durchdachten Bedienoberfläche.
Sie kennt mein iPod, ist ja fast gleich zum iPhone ... nur das ist ihr zu teuer.
Das Problem ist halt, andere Handys bieten einfach mal eine absolut doofe Oberfläche bzw. Bedienungskomfort. Mal "eben über das Display" wischen ist nicht, alles fühlt sich träge & lahm an & man denkt jede Sekunde:
"Hmm, bei Apple gehts echt schneller, sieht besser aus und macht mehr Sinn!"
es gibt zwahr nich soviel apps aber solch spielereien brauch ich nicht .
Also ich finde es an sich überflüssig und mit sicherheit für das, was es leistet zu teuer. Allerdings macht es das, was es macht solide und scheint ja auch gut zu funktionieren. Optisch ist es auch nen hübsches Ding. Für den modernen Mensch mit zu viel Kohle im Portmonai sicherlich nen netter Einrichtungsgegenstand.
Wenn ich mir schon meine anderen wünsche erfüllt hätte und dann noch geld über hätte, würde ich mir son Teil wahrscheinlich auch fürs Wohnzimmer holen ;)
Man sollte nicht Dinge vom Hörensagen nachplappern, mein Fehler. ;)
Mir ist schon klar, was Multitouch und Multitasking ist, keine Sorge. Also Aussage zurückgenommen, das Ding ist Multitouch-fähig (nur halt nicht Multitask...aber das sind wir Männer ja im Allgemeinen auch nicht ;) .
Zum Thema überheblich. Nein, nur realistisch (wobei das ja nicht nur für Apple-Produkte, sondern auch für andere etablierte Marken gilt). Der Mensch ist ein Herdentier und wenn etwas als "cool", "in" oder "state-of-the-art" gilt, dann wird einfach gekauft, egal ob es bessere, billigere oder nützlichere Lösungen gibt (ist ja z.B. bei Games von gewissen Herstellern genau das Gleiche).
Auch ich habe einen IPod (Classic, nicht touch), weil es einer der besten MP3-Player ist, aber z.B. ein IPhone werde ich mir nie zulegen. Nicht nur weil es, wie du selber schon geschrieben hast, viel zu teuer ist, sondern weil das für mich gar kein Tele- oder Smartphone mehr ist, sondern irgend eine Spielerei, für die es bessere Lösungen gibt.
Und der Markt für ein IPad ist irgendwie nicht wirklich vorhanden. Wie schon bemerkt wurde ist es für unterwegs eigentlich ein zu unhandlich (das kann ein NetBook besser). Tippen ohne Tastatur ist nicht wirklich komfortabel und allzuschnell wird die Apple-CPU auch nicht sein. Was bleibt ist effektiv ein zu gross geratenes IPhone und in dieser Disziplin ist das IPhone um Längen besser. Apple macht sich also quasi selber Konkurrenz.
Wo ich den Einsatz für das Ding sehen würde, wäre höchstens in der multifunktionalen Wohnung als Steuergerät für sämtliche Aufgaben (HiFi, Hauselektronik, Licht usw.). Nur wer hat heute schon eine bereits voll vernetzte Wohnung?
Aber wie gesagt, verkaufen wird sich das Ding trotzdem, einfach weil es gut designt (ja das sind die Apple-Produkte tatsächlich) und halt "stylisch" ist.