Runaway: A Twist of Fate im Test: Das würdige Finale einer tollen Serie
Die Entwickler tauschen in Runaway: A Twist of Fate Aliens gegen die Mafia und kriegen so die Kurve zum würdigen Serienfinale.
Quelle: PC Games
Die schicke Comic-Grafik des Vorgängers wurde deutlich aufgebohrt und um Effekte bereichert. Hier erhellt ein Blitz die Szenerie.
Totgesagte leben länger. Dieses Sprichwort gilt auch für Brian Basco, den Helden der Runaway-Serie. Zu Beginn des dritten Teils namens A Twist of Fate täuscht er seinen Tod vor, um aus der Nervenheilanstalt Happy Dale zu entkommen. Dort sitzt er nämlich ein, seit er wegen Mordes an einem hochrangigen Offizier verurteilt wurde - sich aber an nichts erinnern kann. Was an der ungeheuerlichen Anschuldigung wirklich dran ist, finden Sie in den kommenden etwa acht Stunden bester Adventure-Unterhaltung heraus.
Klassisch per Point&Click-Steuerung scheuchen Sie zunächst Brians Freundin Gina Timmins über einen Friedhof und dann durch eine Waldhütte, fliehen mit Brian aus der Klapsmühle und müssen schließlich Ihre Widersacher loswerden, die Ihnen den eingangs erwähnten Mord anhängen wollen. Rückblenden auf der Psychiatercouch in Happy Dale erklären Neulingen die Handlung (und das offene Ende) des Vorgängers. In den wunderschönen, aber auch etwas steril wirkenden Schauplätzen stopfen Sie Gegenstände in Ihr Inventar, reden mit neuen und bereits bekannten Charakteren der Serie und lösen natürlich jede Menge Rätsel.
Quelle: PC Games
Die Krankenschwester fordert von Brian vehement die Einnahme seiner Medikamente.
Die Kopfnüsse sind mit wenigen Ausnahmen zu logischen Ketten verknüpft, meist witzig und nie unfair. So müssen Sie etwa eine Kopie Ihres Körpers herstellen, um Ihren Tod vorzutäuschen. Technik und Präsentation des Spiels sind vorbildlich: Cineastische Zwischensequenzen, hervorragend besetzte Sprecher (erneut Christian Stark und Jennifer Harder-Boettcher für Brian und Gina), tolle Comicgrafik, wechselnde Blickwinkel, butterweiche Animationen, eine witzige Hilfefunktion und durchgehende Spannung legen die Messlatte für das Genre einen Tick höher.
Kopierschutz:
Securom, keine Onlineaktivierung. DVD wird bei Spielstart überprüft.
Grafik:
Handgezeichnete Comic-Grafik mit butterweichen Animationen und schicken, aber teils auch etwas sterilen Hintergründen. Schöne Effekte wie Dampf oder Blitze.
Sound:
Ausgezeichnete Sprecher, toller, atmosphärischer Soundtrack. Insgesamt aber etwas zu wenig verschiedene Klänge im Spiel.
Steuerung:
Standard-Point&Click mit fummeligem Inventar und umständlicher, da nur indirekt nutzbarer Hotspot-Anzeige. Schnellreise-Funktion per Doppelklick. Innovative und sehr witzige Hilfefunktion.

Gerade das rätseldesign hab ich äusserst schwach gefunden!
Wer will schon sinnlos herumprobieren da haben wir dieses jahr schon besseres gesehen!