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07.01.2010 09:47 Uhr
EA DLC

EA-Prognose: Spiele kürzer, Spiele billiger. Und: Mehr DLC für die kommenden Jahre

Download-Content nimmt einen zunehmend starken Einfluss auf Spielentwicklung, Preisgestaltung und Veröffentlichungszyklen. Jason DeLong von EA Kanada blickt in die Zukunft.

EA-Logo
Spiele werden günstiger, sagt Jason DeLong, Senior-Produzent von EA Kanada, dafür weniger umfangreich. Die Zukunft, so seine Prognose, gehöre den episodischen Zusatzinhalten zum kostenpflichtigen Download. Im Interview mit dem US-amerikanischen Magazin GameInformer wagt er einen Blick in die Glaskugel: "Ich gehe davon aus, dass das klassische Hauptspiel in naher und ferner Zukunft im Preis sinkt, dafür aber an Umfang einbüßt. Die Möglichkeit, Spiele durch episodische Zusatzinhalte zu erweitern, wird meiner Meinung nach stärker ausgenutzt." Worin begründet sich diese Entwicklung? "Spiele werden teurer, die Zeiten sind hart - wer kann schon all das kaufen, was er spielen will? Die Idee dahinter: Menschen kontinuierlich zum Spielen zu bringen, ohne ihr Bankkonto zu sprengen."
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37 Kommentarezum Artikel

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Pope - 08.01.2010 18:46
Die Preispolitik bei DLC kann man durchaus mit der Abschöpfungspreisstrategie in der Modebranche vergleichen. Zu Preisen mit für den Anbieter sehr hohen Margen werden Produkte an diejenigen verkauft, die es nicht abwarten können. Und später wird dann wie im Winterschlussverkauf reduziert.
Ich bin auch skeptisch, ob der vermeintlichen Marktmacht der Käufer. Denn wenn alle Anbieter mitmachen und nur noch kurze Basisspiele mit kostenpflichtigen DLC anbieten, werden die Spieler doch nicht alle aufhören zu spielen. Vielleicht werden es weniger werden. Aber die Industrie scheint es miteinzukalkulieren, dass immer mal wieder ein paar Käuferschichten verloren gehen, wie die aktuelle Entwicklung bzgl. DRM zeigt. Es wird versucht, der Käuferschaft etwas aufzuzwängen. Und diejenigen, die sich das nicht gefallen lassen, kaufen nicht mehr und sorgen dann für sinkende Umsätze.
Am Ende sind es aber wieder die bösen Raubkopierer. Das die Spieleindustrie ggf. ein für die Käufer unwillkommenes Geschäftsmodell an den Mann bringen wollte, stellt komischerweise kaum jemand in Frage. Mit den Raubkopierern steht ja auch stets ein vortrefflicher Sündenbock parat, mit dem man sinkende Verkaufszahlen fluchs begründen kann.
Marcinator2 - 08.01.2010 03:57
Hi allerseits,
ich muss ja sagen, dass ich DLCs nicht unbedingt
abgeneigt bin. Ich finde die Idee eher gut. (quasi n kleines Addon).
Allerdings muss ich sagen das es, wie bei E:TW (welches ich eigentlich
gerne spiele) eine Frecheit ist. Für ein paar neue Einheiten (die schon
auf der DVD sind, aber nicht in Spiel integriert wurden) 3€ oder so zu
verlangen, ist ne Schweinerei. Die Zusatzkampangne hab ich mir auch net
geholt weil ich net soviel gutes darüber gehört hab. Außerdem ist das
Spiel immernoch viel zu buggy, als das ich einsehen würde für
Zusatzinhalte Geld zu zahlen.
Früher waren neue Einheiten oder
irgendwelche Erweiterungen in Patches enthalten, was zwar
Kundenfreundlich ist, aber die Kassen nicht füllt.

Zum Thema Sharewaregames, was hier auch angesprochen wurde: Ich
kenn die Sharewarespiele nur noch aus Zeiten, als man ne ganze CD (Für
die ganz jungen unter uns: Da waren z.T. weit über 100 Spiele drauf)
für 5 DM oder so bekam. Aber ich mein das eine Shareware (z.B. Cosmo,
wers net kennt, ein Jump´nRun) länger gedauert hat wie z.B. heutzutage
MW2. Und ich mein das man Shareware auf keinen Fall mit ner Demo
vergleichen kann, weil die Spielzeit einer SW weit höher war als die
vonner Demo heutzutage.

OK, jetzt kann einer sagen das die
Grafik u.s.w. mehr Zeit kostet, allerdings sitzen da jetzt auch mehr
Entwickler an einem Spiel..... Oh ich hab da grad nen Gedankenblitz:
Als ich angefangen hab PC zu spielen, haben die Spiele 90 DM gekostet,
aber ich mein das es auch PC-Spiele gegeben hat die 120DM gekostet
haben. Die älteren können das hoffentlich bestätigen (mitte - ende der
90ger)...(Die Spiele sind eigentlich in 10 Jahren net teurer
geworden)... Blitz ende...
Aber was ich sagen wollte: DIe Entwicklungskosten steigen zwar (wie auch bei Kinoflimen),
aber der Absatz steigt ja auch munter weiter. Grad wenn ich mir Spiele
wie L4D2 oder MW2 anschau... Also bitte... Was soll der Scheiß mit
L4D2? Ich hab die Demo gespielt. Das ist doch net mehr wie ein
Grafikupdate mit neuen Waffen! Oder MW2 Was soll ich mit 5-6h
Singleplayer?? Auch wenn alle sagen das es auf den Multiplayer ankommt,
soviel gutes hab ich von dem auch net gehört...Da spiel ich lieber CS:S
(und MODS!!!!) oder Battlefield2
Allerdings find ich es peinlich wenn ich irgendwelche Screenshots von Steam seh, bei denen die Boykottgruppe von L4D2
alle online L4D2 zocken. Ich würd als Entwickler die Jungs/Mädels auch
net für voll nehmen. Und Sachen wie: MeinKumpel hats mir geschenkt!
glaub ich net  
Ich denk die Entwickler machen aus
Marktwirtschaftlicher sicht alles richtig. N Spiel zu Vollpreis
verhökern, dann n paal kostenpflichtige DLCs nachliefern und fett Kohle
kassieren. Hätt ich ne Firma, ich würds auch so machen. Ich hoff hier
denkt net wirklich jemand das die Spiele in Zunkunft billiger werden.

Aber ein negativer Trend für die Spieleentwickler ist sicher, wie vorher schon erwähnt,
dass irgendwann der Absatz sinken wird (wenn die ganzen Fanboyz (sorry
Leute)merken das sie verarscht werden). Ich weiß garnet wann ich mir
meinen letzten Egoshooter gekauft habe. Wenn keine Onlineaktiverung
notwending ist, hol ich se mir für 3-4€ aus der Videothek. Ein
Wochenende reicht für jeden Shooter. Ich bin kein Fan von illegalen
Downloads, und ich hoffe das die Hersteller trotzdem n bissle Kohle für
ausgeliehene Spiele bekommen, aber ich sehs net ein für max. 10h Spass
45€ auszugeben. Da kann ich lang für trinken  

Ich mein auch das DLCs am Anfang kostenfrei waren,
oder täusch ich mich da (wurden aber glaub ich noch nicht als DLC
betitelt)? Das erste Spiel bei dem ich von DLCs gehört hab war Fallout3
(geiles Spiel, aber die DLCs wurden auch net so dolle bewertet). Egal,
war nur ein Einwurf...

Was hier noch nicht genannt wurde, was aber meiner Meinung nach, einen nicht kleinen Beitrag zur Entwicklung leistet, ist Steam. Ich bin zwar ein kleiner Steam-Fanboy, aber ich seh auch die negativen Seiten.
Steam hat sich ja mittlerweile zu einer riesigen Plattform für Spieler (ich hasse das Wort Gamer) entwickelt.
Über Steam ist es allzueinfach DLCs zu vermarkten, da (wenn man es net
ausstellt) bei jedem Start Angebote angezeigt werden. Ich liebe die
Weekend-Deals, und die letzten Wochen waren immer geile Angebote dabei,
aber ohne viel Schreibarbeit und evtl. Anwälte (hab ich gelesen, weiß
also net obs wirklich stimmt) kann man die Spiele halt auch nemme
weiterverkaufen. Allerdings muss ich sagen, dass ich noch nie ein Spiel
weiterverkauft hab. Auch kann es sein das ein Spiel ohne Einwilligung
verändert oder gelöscht wird (Bsp.: Kindle (Onlinebücher von Amazon.
Bsp. bezieht sich auf 1984, welch Ironie))

Ach verdammt, ich
wollt noch viel mehr schreiben, aber mir fällts nemme ein. Aber ich
denke der Text is a) lang genug und b) eh schon n bissle durcheinander.
Gedanken im Kopf auf "Papier" zu bringen ist garnet so einfach... Rechtschreibfehler möge man mir verzeihein  
Grüße
Kokirikid - 07.01.2010 23:18
Sehr innovative ein Spiele mit Lego kombiniert. Bevor man spielen kann muss man erst voller freude sein Spiel zusammenbauen. Damit man später merkt es ist doch nicht sowie erhofft. Davon abgesehen ist DLCs nicht in einem Test enthalten, man kann deshalb davon ausgehen das die Entwickler nur ein halbes "gutes" Spiel programmieren damit dieses später mit schlechten Inhalt "vervollständigt" wird. Momentan sind die Entwickler am Fuße eines Berges der wirklich hoch erscheint. Ich für mein Teil kaufe keine Spiele deren Spielzeit gering ist. Somit sind für mich solche Spiele schon im vornherein ausgeschlossen. Schade das solche Unternehmen damit sogar Chancen haben. Ich wäre froh würde man wieder zurück in die "Vergangenheit" reisen. Wo ist der Doc wenn man ihn brauch? Geniest wohl fullcontentgames.

PS: Blöd ist wer bezahlt!
(Aufruf zum boykottieren und nicht zum raupkopieren,
wobei mir egal ist was ihr davon macht allerdings macht das erstere mehr Sinn)
RedDragon20 - 07.01.2010 20:04
Zitat: (Original von Sheggo)
EA kann das ja gerne so machen. Müssen sie halt auf mich als Kunden verzichten

Als ob es Firmen, wie EA, interessieren würde, wenn sie auf einen Kunden verzichten müssten.  


Ne, mal im Ernst...an sich ja keine allzu schlechte Idee, zumindest wenn man es aus der Sicht einer Firma sieht (ganz gleich, welche). Das Hauptspiel beinhaltet die Hauptkampagne und ein paar Nebenmissionen und ggf. einen guten Multiplayer-Modus, was ja eine der wichtigsten Aspekte eines Spiels darstellt. Und für zusätzliche Inhalte bezahlt man eben.
Ein Maurer baut auch keine zusätzliche Mauer, ohne dafür was auf die Kralle bekommen zu wollen, auch wenn die Mauer nur ein Kleinod darstellt. Material, Arbeiter etc. muss zusätzlich ja auch bezahlt werden. Und genauso ist es mit den DLCs und anderen Inhalten.
Ich bin auch kein Freund von DLCs, da sie mir für den Umfang meist ein wenig zu teuer sind (Bsp.: Dragon Age-DLCs = etwa 1 Stunde Spielzeit= 5-6 Euro, was in keinem guten Verhältnis zum Preis des Hauptspiels steht (1x durchspielen=70-100 Stunden= 50 Euro)), aber ich sehe doch deshalb nicht ein, den Publisher zu verteufeln. Warum auch? Solange das Spiel trotz allem gut wird, ist es mir egal, wer das Spiel produziert. Ich selbst brauch keine DLCs, solange das Hauptspiel interessant wird und auch bleibt.
LostHero - 07.01.2010 17:52

Irgendwie tut diese Branche echt alles dafür, dass auch irgendwann der ehrlichste Spieler lieber zur Raubkopie greift.

Schon jetzt bei diesem ganzen DLC hab ich mir oft gedacht: Wenn die
Entwicklung so weitergeht, dann kaufst dir das Spiel und lädst die
Zusatzinhalte einfach von anderen Seiten. Je mehr darauf gesetzt wird,
desto mehr verliert man die Scheu davor, das auch irgendwann zu tun -
das sage ich mal knallhart ehrlich.


wahre worte... in zukunft sparen sich die raubkoprierer nicht nur den stress mit den lästigen kopierschutzmethoden mit denen sich ein "legaler käufer" nicht selten rumplagen muss, nein, sie bekommen in zukunft dann auch ein "komplettes" prodkut released und müssen es nicht aus zig einzelteilen zusammenpuzzeln...

ich stell mir ja gerade COD7-MW3 in diesem "DLCKonzept" vor...
Basisspiel mit 5 missionen a 10-20 min spielzeit,
pro weiterer mission 1 dlc?
10-20 min spielzeit pro mission für 5-10 euro?


sorry aber wtf?!?!

das einzige mal das ich mir ein DLC gekauft hab, war für dragon age und zwar die wardenskeep und ich hätte mir danach in den hintern beißen können, wenn ich denn dran käme.
der mist war nach 20 min vorbei und hat ~7 euro gekostet!!!!
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