Open World, Realismus-Zwang und Co.: Fünf Spiele-Trends, die uns negativ aufstoßen
Der Lauf der Dinge verändert PC-Spiele: Es gibt Features die kommen und Features die gehen, neue Trends und Schwerpunkte. Aber: Nicht alles was neu ist, ist uneingeschränkt gut. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen fünf Spiele-Trends, die uns zumindest teilweise missfallen.
Open World
Quelle: pcgames.de
Sie könnten ... aber Sie dürfen auch ... oder ... vielleicht da lang? Äh, hä?
Ein streitbares Thema: Wer regelmäßig im Internet nach Testberichten recherchiert, der stößt nicht selten auf den Contra-Punkt "Sehr linear, wenig zu entdecken". Open World hat sich gemausert, von der extravaganten Spielidee zum vermeintlichen Standard. Eine Entwicklung, die wir trotz ihrer zahlreichen Vorteile mit einem weinenden Auge beobachten. Vor Entscheidungen, mit denen wir unsere eigene Geschichte schreiben, stellt uns das Leben nur allzu häufig. Da braucht es keine virtuelle Realität, die Ähnliches fordert.
Download-Content
Quelle: pcgames.de
Jetzt den Super-Duper-Mega-Zusatzinhalt* herunterladen (* kostet Geld).
An sich eine gute Idee, um Fans über einen langen Zeitraum an ein Spiel zu binden. Biederer Nachgeschmack: Oftmals erscheinen die ersten Download-Inhalte nur wenige Tage beziehungsweise Wochen nach dem Release des Spiels. Das wirft die Frage auf, ob es denn tatsächlich nicht möglich gewesen wäre, entsprechende Inhalte in die Verkaufsversion zu integrieren. Letztendlich plagt uns das Gefühl, etwas Unvollständiges gekauft zu haben.
Der Drang zum Realismus
Quelle: pcgames.de
Realistischer Hubschrauber, realistischer Schauplatz, realistische Spielfigur, realistische Waffe. Alles realistisch.
Ein seltsames Phänomen: Obgleich das künstlerische Handwerk grenzenlose Kreativität zulässt, werben nahezu sämtliche Publisher mit enormer "Realitätsnähe". Außergewöhnliche - mittlerweile möchte man sagen: mutige - Spieldesigns finden sich lediglich im Independent-Sektor, wo Braid, Eufloria oder Plants vs Zombies zu Hause sind. War es nicht einst Sinn und Zweck der Spiele, uns aus dem Alltag zu reißen und in fremde, unfassliche Welten zu entführen?
Profillose Protagonisten
Quelle: pcgames.de
Und dann sagte er "... .... .... ... ... ........... ...." und ging.
Sie durchleben die Hölle auf Erden, bereisen gefahrvolle Fantasy-Welten und schrammen dutzende Male am Tode vorbei - und trotzdem, sie sagen kein Wort, zeigen kein Gefühl. Der typische Protagonist, er wird von Spiel zu Spiel profilloser. Entwickler nehmen ihm die Sprache, die Gestik, die handelnde Interaktion mit anderen Charakteren. Der scheinbare tragende Grund: Vermeintlich bessere Identifikation, das Gefühl, nicht die Figur stehe im Handlungs-Zentrum sondern man selbst.
Lieblose Mehrspieler-Modi
Quelle: pcgames.de
Natürlich MIT Mehrspieler-Modus!
Der Mehrspieler-Modus scheint ein Feature zu sein, ohne das kein Spiel mehr auf den Markt darf. Die Gefahr, von Presse und Kunde abgestraft zu werden, ist hoch. Die traurige Konsequenz: Er dümpelt so nebenher, lieblos und uninteressant. Verschwendete Entwicklungszeit, die dem Einzelspieler-Modus oftmals besser getan hätte. Wenn Mehr, dann bitte konsequent und fokussiert!
Wenn Sie wissen möchten, was unsere Kollegen von videogameszone.de zum Thema denken, lesen Sie den Artikel "Diese zehn Videospieltrends gehen uns auf die Nerven".

Realismus heißt für mich NICHT, dass das Spiel eine 1:1-Kopie der Realität ist, sondern dass die virtuelle Welt mit dem, was sie darstellen soll, logisch schlüssig ist. Dennoch kann man in eine mittelalterliche Fantasy-Welt eintauchen, die so "realistisch" ist, als hätte es sie gegeben. DAS ist Realismus für mich: Das Vermitteln des Eindruckes, dass es möglich sein KÖNNTE (in einer anderen Welt).
Wikipedia: Authentizität
Also ich kann mich dem Bericht nur anschließen, das sind genau die Krtikpunkte die mir auch in der letzten Zeit häufiger auffiehlen.
Das Spiel (v. althochdt.: spil für „Tanzbewegung“) ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird. Es ist eine Beschäftigung, die um der in ihr selbst liegenden Zerstreuung, Erheiterung oder Anregung willen.
Wie kann etwas, was es garnicht in Wirklichkeit gibt realistisch dargestellt werden? DAS ist ein Paradoxon, Herr KatieKen. ;-)
Also Ich wusste auch schon als Jugendlicher, dass Krieg nicht toll ist. Weiß ja nicht, wann du das erste Mal NAchrichten geguckt hast und bemerkt hast "ach, Krieg ist ja kacke"?! Mit 21?
EDIT:
1. eine möglichst "echt aussehende" Grafik
2. eine möglichst realistische Physik (die sich auf alles auswirkt, also auch Ballistik usw sollte beachtet werden)
3. eine Atmosphäre, die mir suggeriert, dass ich mich in einem echten Szenario befinde und nicht in einem Comic oder einer Traumwelt
4. allgemein muss das Szenario in sich selbst geschlossen und glaubwürdig sein, bzw. logisch aufgebaut
5. keine Fantasie-Waffen in Ego-Shootern und kein "grünes Blut"
6. ich möchte - wie in Wirklichkeit - selbst entscheiden können, was, wie, wann und ob ich mache (open world)
7. ich will nicht als Superheld Horden von Gegner ausschalten, sondern ein Teil eines großen Ganzen sein (Operation Flashpoint)
Dass man in Sachen "Wundversorgung" und "Tod" nicht ganz so realistisch ist, ist imo schon in Ordung, weil es sonst wohl echt keinen Spaß machen würde. Also ZU realistisch muss es dann auch nicht sein.^^
Wobei ich natürlich sagen muss, dass ich auch mit "Comic"-Spielen Spaß haben kann. Ich spreche da oben nur von meinem IDEAL.
Realismus in Spielen... ein Paradoxon aus 3 Worten, denn Spiele spielt man aus Zeitvertreib, um sich anderen Welten anzuschließen. Dinge zu tun, die am RL nicht kann.
Definition lt. Wikipedia
Das Spiel (v. althochdt.: spil für „Tanzbewegung“) ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird. Es ist eine Beschäftigung, die um der in ihr selbst liegenden Zerstreuung, Erheiterung oder Anregung willen.
Daher
Realismus heißt für mich NICHT, dass das Spiel eine 1:1-Kopie der Realität ist, sondern dass die virtuelle Welt mit dem, was sie darstellen soll, logisch schlüssig ist. Dabei ist das Setting des Spiel (Rollenspiel) oder Spiele mit Comic-Grafik absolut egal. Orks, Drachen etc. hat es nie gegeben. Dennoch kann man in eine mittelalterliche Fantasy-Welt eintauchen, die so "realistisch" ist, als hätte es sie gegeben. DAS ist Realismus für mich: Das Vermitteln des Eindruckes, dass es möglich sein KÖNNTE (in einer anderen Welt).
Von den "realistischen" Ballerspielchen halte ich absolut nichts. Fand sie in meiner Jugend auch toll. Aber wenn man sich die Nachtrichten ansieht, sieht man, dass Krieg nicht so "geil" ist, wie es die Spiele zeigen wollen. Dass nicht alle Rambos sind, die finanziellen und logistischen Mittel begrenzt. Krieg spielen ist albern.
Physik wird leider nicht realistisch werden in nächster Zeit. Mit DX11 könnte sich das ändern, da dieses Physik-Berechnungen inne hat, die Grafikkarten-Hersteller unabhängig sind. Endlich weg von PhysX!
Wenn ich mir die 7-Punkte-Liste ansehe, kann ich nur Kopf schütteln:
zu 1: Echt aussehende Grafik - unwichtig bei einem Spiel, da diese nicht zwingend den Kern des Spiels wiedergibt.
zu 2: Physik JA, dann aber nur per DX11, damit auch AMD ATI-User Profit davon haben.
zu 3: Comic, Traumwelt... grade Letzteres, ist der SINN eines Spiels (da hat wohl jemand Realitätsbezug verloren).
zu 4: Glaubwürdig JA (wiederspricht sich aber zu seinem Punkt 3, der Herr Mothman^^)
zu 5: Grünes Blut, Fantasy-Waffen, DOCH, siehe Punkt 4.
zu 6: Wer alt genug ist, weiß, dass man eben NICHT alles im Leben selbst entscheiden kann. Logistik, finanzielle Mittel, Religion, Umfeld, Vorgesetzter, Moral, Ethik... sie alle bestimmen, nicht man selbst. Kann man nur in sinnfreien Ballerspielchen, die sich selbst als "realistisch" titulieren.
zu 7: Kann ich so unterschreiben. :) (endlich mal ein sinnvoller Punkt^^)
Geht mir hier nicht um das Anprangern einzelner Leute, die evtl. nett sind im wahren Leben, sondern um den Sinn von Spielen.
Grüße,
Katie Ken
1. eine möglichst "echt aussehende" Grafik
2. eine möglichst realistische Physik (die sich auf alles auswirkt, also auch Ballistik usw sollte beachtet werden)
3. eine Atmosphäre, die mir suggeriert, dass ich mich in einem echten Szenario befinde und nicht in einem Comic oder einer Traumwelt
4. allgemein muss das Szenario in sich selbst geschlossen und glaubwürdig sein, bzw. logisch aufgebaut
5. keine Fantasie-Waffen in Ego-Shootern und kein "grünes Blut"
6. ich möchte - wie in Wirklichkeit - selbst entscheiden können, was, wie, wann und ob ich mache (open world)
7. ich will nicht als Superheld Horden von Gegner ausschalten, sondern ein Teil eines großen Ganzen sein (Operation Flashpoint)
Dass man in Sachen "Wundversorgung" und "Tod" nicht ganz so realistisch ist, ist imo schon in Ordung, weil es sonst wohl echt keinen Spaß machen würde. Also ZU realistisch muss es dann auch nicht sein.^^
Wobei ich natürlich sagen muss, dass ich auch mit "Comic"-Spielen Spaß haben kann. Ich spreche da oben nur von meinem IDEAL.