The Guardian: Leser wählen die besten Spiele des Jahrzehnts
Die Leser des britischen Guardian haben die 50 besten Spiele des Jahrzehnts gewählt. Den ersten Platz konnte sich Valves Multi-Millionen-Dollar-Epos Half Life 2 sichern. Auf den Plätzen folgen Blizzards Mega-Erfolg World of Warcraft und das apokalyptische Rollenspiel-Abenteuer Fallout 3. Interessanterweise konnte sich unter den Top 10 kein einziges reines Konsolenspiel platzieren, auch sucht man Titel aus dem Hause Nintendo dort vergebens.
Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends neigt sich dem Ende zu, was gewisse Teile der Menscheit dazu veranlasst zurückzublicken und in der Vergangenheit zu schwelgen.
The Guardian
So auch die renommierte britische Tageszeitung The Guardian, die und das macht das Thema für PCGames erst relevant, unter anderem die besten 50 Computer- und Videospiele der vergangenen zehn Jahre von ihren Lesern wählen ließ.
Die Top 10 der Guardian-Leser (die übrigen 40 Plätze sind auf der Homepage des Guardian nachzulesen):
1. Half Life 2 (2004, PC, Xbox, Xbox 360, PS 3)
2. World of Warcraft (2004, Mac, PC)
3. Fallout 3 (2008, PC, PS3, Xbox 360)
4. Portal (2007, PC, PS3, Xbox 360)
5. Grand Theft Auto: San Andreas (2004, PC, PS2, Xbox)
6. Grand Theft Auto: Vice City (2002, PC, PS2, Xbox)
7. Resident Evil 4 (2005, Gamecube, PS2, Wii)
8. Bioshock (2007, PS3, Xbox 360)
9. Call of Duty 4 Modern Warfare (2007, PC, PS4, Xbox 360, Wii)
10. Civilization IV (2007, PC, Mac)
Welchem Titel würden Sie den Preis "Bestes Spiel des Jahrzehnts" verleihen?
Bildergalerie(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
Ich finde die Liste leier recht dürftig, was meinen Geschmack angeht. Ich probier mal spontan eine Zusammenzustellen. Ich berücksichtige keine Nachfolger, nur komplette Spielserien.
1. Gothic 2. Grand Theft Auto 3. Wizardry 4. Baldurs Gate/ DAO 5. Wing Commander/ Privateer 6. Deus Ex 7. Ultima (und Underworld) 8. Trackmania 9. Doom 10. Drakensang 11. Need for Speed (Porsche und Shift^^)
Nun um in Half Life 2 so einzutauchen wie die Entwickler das vorgesehen hätten, muss man eine gewisse Menge an Neugier, Faszination und vorallem auch an "Hineinversetzungsvermögen" aufbringen (können).
Genau dieser Spielertyp bin ich, aber trotzdem habe ich diesen Hype um HL2 nie verstehen können
- Das Freeman nicht spricht ist Anfangs Ok, aber spätestens wenn man Charactere (die wirklich gut integriert sind) stärker mit deinem Avatar "Freeman" agieren lässt, verliert sich die "Beobachter Rolle" in die man den Spieler gesteckt hat und die Wirkung bzw der Sinn verfliegt... ja... ich würde sogar soweit gehen und sagen das es ein schwerer Designfehler ist den man nicht bis zum Ende durchdacht hat. - Die Gravitygun ist sicherlich spaßig, aber letztendlich nicht mehr als ein Physikmod den man reinbauen wollte um etwas "besonderes" drin zu haben... es kommt für mich nie wirklich über "Gimmick" hinaus. - Die Fahrsequenzen sind das Gleiche wie die Gravitygun, ersetzbar, und nur drin um sie drin zu haben und auf leichte Art Abwechslung zu schaffen... so einen richtigen Zweck (außer die Spielzeit zu erhöhen) erfüllen sie nicht. - Die Story wird kaum im Spiel näher gebracht, bzw, man könnte die Story wohl richtig schnell erzählen wenn man es möchte... allerdings zieht man sie noch durch was weiß ich wiviele Spiele und ärgert nur damit "nein, wir sagen dir auch DIESMAL nicht wer der G Man ist"
Nein es ist kein schlechtes Spiel und vorallem dürfte es einer der besten Shooter der letzten Jahre sein... aber den Hype der darum gemacht wird ? Sorry, den hat es nicht verdient, dafür war HL1 in vielen Punkten einfach besser
Nun um in Half Life 2 so einzutauchen wie die Entwickler das vorgesehen hätten, muss man eine gewisse Menge an Neugier, Faszination und vorallem auch an "Hineinversetzungsvermögen" aufbringen (können).
Genau dieser Spielertyp bin ich, aber trotzdem habe ich diesen Hype um HL2 nie verstehen können
- Das Freeman nicht spricht ist Anfangs Ok, aber spätestens wenn man Charactere (die wirklich gut integriert sind) stärker mit deinem Avatar "Freeman" agieren lässt, verliert sich die "Beobachter Rolle" in die man den Spieler gesteckt hat und die Wirkung bzw der Sinn verfliegt... ja... ich würde sogar soweit gehen und sagen das es ein schwerer Designfehler ist den man nicht bis zum Ende durchdacht hat. - Die Gravitygun ist sicherlich spaßig, aber letztendlich nicht mehr als ein Physikmod den man reinbauen wollte um etwas "besonderes" drin zu haben... es kommt für mich nie wirklich über "Gimmick" hinaus. - Die Fahrsequenzen sind das Gleiche wie die Gravitygun, ersetzbar, und nur drin um sie drin zu haben und auf leichte Art Abwechslung zu schaffen... so einen richtigen Zweck (außer die Spielzeit zu erhöhen) erfüllen sie nicht. - Die Story wird kaum im Spiel näher gebracht, bzw, man könnte die Story wohl richtig schnell erzählen wenn man es möchte... allerdings zieht man sie noch durch was weiß ich wiviele Spiele und ärgert nur damit "nein, wir sagen dir auch DIESMAL nicht wer der G Man ist"
Nein es ist kein schlechtes Spiel und vorallem dürfte es einer der besten Shooter der letzten Jahre sein... aber den Hype der darum gemacht wird ? Sorry, den hat es nicht verdient, dafür war HL1 in vielen Punkten einfach besser
Ich sehe HL² definitiv und vollkommen berechtigt auf Platz 1. Warum?
- Es hat Physik-Spielereien in Games salontauglich gemacht. Und zwar durch den sinnvollen Einsatz der Physik, nicht einfach nur deswegen, dass man eine Dose durch die Gegend ballern kann. - Es war so ziemlich der erste Shooter, der eine packende Geschichte erzählt hat (ja, es gibt noch HL und Deus Ex sowie System Shock davor, trotzdem war HL² cineastisch inszeniert, dass es kracht), und zwar über einen längeren Zeitraum als die shooterüblichen 8-10h. - Die Atmosphäre war grandios. Nennt mir ein Spiel, dass einen Überwachungsstaat so gut umgesetzt hat. - Das Spiel ist überdurchschnittlich abwechslungsreich. Dies sowohl von der Grundstimmung her, als auch vom spielerischen Aspekt aus betrachtet. Vom städtischem Totalstaat über eine Kanalflucht in eine Geisterstadt. Von dort aus weiter weg von der Zivilisation über Strände in ein Gefängnis, nur um danach mit dem Widerstand den totalitären Staat aufzumischen. Action wechselt sich immer wieder mit ruhigeren Passagen ab, die trotz allem nicht weniger fordernd sind (Marke "bastel dir einen Weg über den Sand). Während dem gesamten Geschehen eine Gegnervielfalt, die eine Seltenheit im Genre ist. Nimmt man noch Episode 1+2 dazu, sei noch das spektakuläre Finale von Episode 2 erwähnt, nur um einen der Höhepunkte zu nennen. - Die Charaktere - bis auf Freeman - sind großartig ausgearbeitet und vertont. Das trägt sehr zur Atmosphäre bei, womit wir wieder bei Punkt 3 wären.
Was aber vermutlich sicher auch zur Wahl beigetragen hat, ist Steam. Ich denke, viele Spieler verbinden HL² automatisch mit der Einführung von Steam. Und das hat mittlerweile nunmal eine Menge Aufsehen erregt und sich als sehr erfolgreiches Geschäftsmodell durchgesetzt.
Soviel dazu. Ob man jetzt persönlich andere Spiele an die Spitze setzen will, ok (für mich ist und bleibt BG2 die Nummer 1). Aber ganz nüchtern und objektiv betrachtet ist HL² für die Spielebranche das Maß aller Dinge. Und selbst wenn nicht, gibt es wohl kaum ein Spiel, dass die Spielegemeinde (und damit auch die Entwickler) so beeinflusst hat, wie HL².
- ob der Einsatz der Physik in HL2 nun "sinnvoll" war oder nur der Selbstdarstellung des Features diente, ist wohl eher Ansichtssache... ich z.B. fand die Physikspielereien eher unisinnig. Was hat sich z.B. derjenige (unbekannte) NPC gedacht, der diese doofe Rampe für das Sumpfboot gebaut hat? Klar, ich hab ja auf der Flucht auch ewig Zeit, erst haufenweise Regentonnen zu sammeln und umständlich in Position zu bringen, nur damit ich weiterfahren kann? Sorry, ne gut platzierte Granate hätte diesen Schrottberg wesentlich effektvoller und ohne Unterbrechung des Spielflusses beseitigt. - so packend fand ich die Geschichte eigentlich gar nicht. Um ehrlich zu sein gehört HL2 für mich zu den Spielen, die ich eher mit Umschreibungen wie "zäh" und "langatmig", um nicht zu sagen "langweilig" verbinde. Es passiert zwar genug um einen herum... aber irgendwie hat man es schwer der wirren Geschichte zu folgen (das selbe Problem wie in CoD-MW/MW2). Mir ist z.B. bis heute nicht wirklich klar, wie sich HL1 und HL2 miteinander verbinden lassen? Ich fragte mich schon damals, was das nocht mit "HalfLife" zu tun haben soll... - was den Abwechslungsreichtum angeht, hab ich ja oben schon was geschrieben... Irgendwie wollte bei mir der Funke wohl nicht so recht überspringen - aber ich fand HL2 über weite Strecken einfach nur lahm (fast langweilig) und hab irgendwie nur deshalb weitergespielt, weil ich sehen wollte, obs irgendwann noch besser wird. Vielleicht hat dazu auch die eintönige Farbgebung beigetragen - mag ja sein das es gut zum Setting gepasst hat, dennoch fand ichs über die Dauer des gesamten Spiels zu farb- und trostlos... etwas mehr > Abwechslung < hätte hier nicht geschadet. Auch die verschiedenen Aufgaben, welche man im Spielverlauf zu erfüllen hat, weichen kaum vom Genretypischen Einheitsbrei ab. Erschwerend hinzu kommt, das man mit fortschreitendem Spiel immer mehr den Bezug zu seiner Figur verliert und es irgendwann nur noch ein stumpfes Dauergeballer mit vielen Explosionen und überflüssigen Rätseln ist - man quält sich nurnoch zum Levelausgang weil man wissen will, wies ausgeht, anstatt den Weg als Ziel zu sehen. Das haben MoH oder CoD davor schon wesentlich besser und weit cineastischer inszeniert zu lösen vermocht.
Wie gesagt, ich kann nur für mich sprechen. Halflife 2 ist ganz bestimmt kein schlechtes Spiel, reiht sich aber für mich eher in die Durchschnittssparte ein, als neben die Toptitel. Toptitel sind für mich z.B. SystemShock2, Tron2.0, Outcast, The Darkness, Halflife1, WoW (obwohl ich schon lange nicht mehr selbst spiele und auch keine Lust mehr drauf hab...) Unreal Tournament, Battlefield... HL2 war für mich nicht mehr als "nur ein weiterer Shooter" ...
Hm, da sind für meinen Geschmack zuviele aktuelle Titel dabei. So entsteht der Eindruck, die haben einfach alle ein zu schlechtes Gedächtnis. In den letzten 10 Jahren kamen jede Menge geniale Games raus, nicht nur in den letzten 2, 3 Jahren
... stimmt schon, allerdings erinnert man sich an ältere Spiele immer mit so einem "Retro"-Gedanken & verblendet ein wenig die Wirklichkeit.
Was nicht heißen soll, dass es in den letzten Jahren wirklich keine Knaller gab, aber ... mir fällt z.B. kein Spiel ein, was ich auf eine Stufe mit meinen Evergreens Police Quest, Space Quest etc. stellen würde.
Man hat damals einfach eine schöne Zeit mit diesen Spielen verbracht ... jetzt verbringt man diese Zeit mit seiner Freundin / Ehefrau.
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