Ensemble, Pandemic und Co.: Diese Entwicklerstudios überlebten das Krisenjahr 2009 nicht
Ensemble: Geschlossen, Anfang 2009. Pandemic: Geschlossen, Ende 2009. Traurig, aber wahr: Das sind nur zwei von vielen Entwicklerstudios, die im Verlauf ihren Hut nehmen mussten.
2009 geht in die Geschichtsbücher ein als das Jahr der Krise. Eine Krise, die auch die Spielindustrie maßgeblich beeinflusst hat, was jüngst in der Schließung des Star Wars: Battlefront-Entwicklerstudios Pandemic mündete. Doch Pandemic gehört nicht als einziges Unternehmen zu den Leidtragenden der wirtschaftlichen Depression, obgleich zahlreiche Faktoren für den Fortbestand einer Firma verantwortlich sind. Ob krisenverschuldet oder nicht: In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen all jene Studios und Publisher, die sich 2009 gezwungen sahen, ihre Pforten zu schließen, darunter die Ensemble Studios (Age of Empires-Serie), Grin (Bionic Commando) und 3D Realms, maßgeblich durch die Entlassung des kompletten Duke Nukem Forever-Teams. Unter dem jeweiligen Firmen-Logo finden Sie einen kurzen Text über die Schließungs-Hintergründe, danach folgen 1 bis 3 bekannte Spiele des entsprechenden Studios.
Bildergalerie: Geschlossene Entwicklerstudios 2009

mit kommentaren wie "ganz sicher" wäre ich vorsichtig, wenn man keinen wirklichen einblick in die tatsächichen vorgänge hat.
und mal wieder ganz generell: publisher sind wirtschaftsunternehmen, die es sich nicht leisten können irgendwelche kreative jahrzehntelang an ein und demselben spiel werkeln zu lassen (ok - sony und nintendo können das, sonst aber fast keiner). es kommt eben nur auf das maßhalten an und darüber wissen wir auch in diesem fall eben wieder nicht bescheid.
Es ist doch verständlich wenn die Studios Probleme bekommen. Die Games verkaufen sich schlecht oder zu wenig, die massiven Fehlerteufelchen halten Kunden vom Kauf ab und an der RB Front wird dann auch noch gearbeitet.
Dazu kommt die massive Geldumverteilung von den Studios zu den Publishern und dem Einzelhandelsketten. Egal ob nun Downloadportale oder Handel im klassischen Sinne, werden gute 50-80% des Preises auf dem Wege dieser Händler erwirtschaftet und gehen am Studio vorbei. Das Studio indes hat dann den Kampf mit Support und somit verbundenen Kosten zu tragen.
Wenn da also ein paar "schlechte" Games waren oder welche mit schlechterem Umsatz ist es um das Unternehmen schlecht bestellt. Dann noch ein umsatzschwaches Jahr und "bumm". Zum einem ganz gut, da nun schlechte Unternehmen verschwinden, dies muss man jedoch im Finanzsektor betrachten.
Zum anderen schlecht, da evtl. gute Ideengeber vom Markt verschwinden.
Also ne Engine, die auf rund die Hälfte der Grafikkarten am Markt allergisch reagiert, wird ja nun nicht erst in der Betaphase entwickelt. Da müssen also schon lange vor der Ankündigung der Schließung massive Fehler begangen worden sein. Aber spielerisch ist es doch nach allem, was ich gehört habe sehr ausgereift. Wenn es also ein hastiger Push-Release wäre, müsste man das im Gameplay auch wesentlich stärker merken.
Ne, ne, die 0815 Publisher-Sündenbock-These funktioniert hier einfach nicht.
Vor allem hat EA ja bereits angekündigt, dass sie selbst den Patch-Support übernehmen werden und es sind ja auch einige der Pandemic-Mitarbeiter in andere Firmenbereiche übernommen worden. Die Erklärung war doch einfach, dass der Standort zu teuer war. Das finden Maulhelden-Kiddies hier, die glauben Spiele entwickeln sich umsonst und Publisher die einem nicht alles schenken seien geldgeil, zwar derbst kacke, aber das ändert ja nichts an wirtschaftlichen Realitäten. Die Leute müssen bezahlt werden können und das geht nur, wenn sich ihre Produkte mindestens kostendeckend verkaufen. EA stampft mit Sicherheit nicht aus Spaß mal einfach so ein Studio ein, dass ihnen Gewinn bringt.
Am Stand von Saboteur ist ganz sicher auch EA schuld, das Studio wurde ja schon geschlossen, bevor die Goldmeldung kam - also wird da 100%ig auch Druck dahinter gewesen sein.
Mich würde allerdings interessieren, wer jetzt die Patches für Saboteur schreibt.
Oder ist EA wieder so schlau keinen zu bringen.