
Armin Gessert verstarb am vergangenen Sonntag.
Am Sonntag, den 8. November um ca. 00:30 Uhr verstarb Armin Gessert, Chef der Spellbound Entertainment AG und Urgestein der deutschen Spielebranche, an einem Herzinfarkt. Armin Gessert war bereits seit 1984 Spieleentwickler. Zu seinen ersten Erfolgen gehörten das legendäre The Great Giana Sisters und The Great Courts / Pro Tennis Tour. 1994 gründete er Spellbound und arbeitete unter anderem an der
Desperados- und der Airline Tycoon-Serie. Momentan entwickelt Spellbound für JoWood
Arcania: A Gothic Tale.
"Vielen von uns ist Armin auch persönlich sehr nahe gestanden. Wir können noch gar nicht fassen, dass er nicht mehr unter uns weilt", bedauert Andreas Speer, Studio Manager der Spellbound Entertainment AG den Tod von Armin Gessert. "Wir werden Armins Ziele weiterverfolgen, wie er es gewollt hätte".
"Ich habe mit Armin mehr als 15 Jahre eng zusammengearbeitet und werde ihn sehr vermissen", ergänzt Jean-Marc Haessig, Creative Director der Spellbound Entertainment AG. "Er war ein guter Freund mit dem ich viel gemeinsam hatte. Wir hatten die gleichen Vorstellungen darüber, was ein großartiges Spiel ausmacht. Armins Philosophie wird unsere Spiele auch in Zukunft prägen, dafür werde ich sorgen."
Gessert hat er sich frühzeitig um seine Nachfolge gekümmert. Seine Position als Vorstand wird Andreas Speer übernehmen, die kreative Leitung liegt weiterhin in den Händen von Jean-Marc Haessig.
Nachruf:Es war im Januar 1987. Als 16-jähriger Bursche unternahm ich eine gefühlte Weltreise. Zwölf Stunden im Zug von Regen in Niederbayern über Nürnberg, Würzburg und Hannover nach Gütersloh - zum Sitz der aufstrebenden Softwarefirma Rainbow Arts. Ich sollte mein erstes Spiel mastern und wurde empfangen von Gründer Marc Alexander Ullrich, dem Grafiker und späteren Ascaron-Gründer Holger Flöttmann, dem Programmierer und späteren Blue Byte-Gründer Thomas Hertzler und dem Programmierer und späteren Spellbound-Gründer Armin Gessert.
Die Nachricht, dass Armin von uns gegangen ist, hat mich tief getroffen. Armin war einer der angenehmsten, menschlichsten und besten Personen in der Spielebranche. Der Kontakt ist nie ganz abgerissen, jedes Treffen mit ihm war eine Freude. Mit ihm geht ein wunderbarer Mensch, ein grosses Stück Menschlichkeit der Spieleindustrie und ein guter Freund. Mein Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, seinen Kollegen und Freunden.
Danke für Alles, Armin!
Hans Ippisch