Dawn of Magic 2 im Test: Merkwürdig, interessant und dennoch sinnlos
Ein Spiel wie das RTL-Nachmittagsprogramm: merkwürdig, interessant, aber brauchen tut es keiner.
Quelle: PC Games
Kämpfe arten oft in wildes Geklicke aus, Feinde laufen Ihnen über die halbe Karte hinterher.
Dawn of Magic fuhr vor zwei Jahren eine Durchschnittswertung von 52 Prozent Spielspaß ein. Der Nachfolger ist ebenso verwirrend und unzugänglich, bietet aber auch die gleiche Spieltiefe. Geschichte und Setting sind dabei Standardkost. Die Fantasy-Welt von Absolute wird durch Legionen von Untoten belagert. Natürlich stellen Sie sich als Held dem anbrandenden Unheil entgegen. Die vier wählbaren Charaktere haben so gar nichts von den Lichtgestalten anderer Rollenspiele. Wahlweise als Bäckersfrau, trotteliger Professor, Zigeunerin oder versoffener Mönch gehen Sie auf Monsterjagd. Die ungewöhnlichen Protagonisten spielen sich angenehm unterschiedlich und bekamen sogar eigene Quests spendiert. Leider geht die Charakterentwicklung in einem großen Chaos aus Menüs und Werten unter.
Aus zwölf Magieschulen sollen Sie beim Stufenanstieg neue Zaubersprüche und Fähigkeiten auswählen. Hinzu kommen Runen, Tätowierungen, Verzauberungen, ein Crafting-System und eine Menge verschiedene Attribute bei Rüstungen. Obendrauf fallen ideenreich gestaltete Waffen wie Regenschirme oder Nudelhölzer, aber auch Schwerter und anderes Standardwerkzeug.
Klingt zunächst perfekt für Spieler, die sich in ein Rollenspiel vertiefen wollen. Leider ist Dawn of Magic 2 so sperrig und unzugänglich, dass die anfängliche Freude über die Vielfalt bald in Frust und Langeweile umschlägt. Zudem sind die fein animierten Gegner reichlich wahllos in den weitläufigen Regionen verteilt, was dazu führt, dass Ihr Charakter schon recht früh an die Grenzen seines Könnens gelangt.
Auch grafisch und akustisch kann Dawn of Magic 2 nicht punkten. Umgebungen und Figuren kränkeln oft an verwaschenen Texturen und könnten direkt aus dem letzten Jahrzehnt stammen. Zum Glück liegen darüber liebevoll gestaltete Effekte wie Blätterregen oder Blitze. Ein besonderes Problem bei der Entwicklung war anscheinend die Übersetzung. Da werden Sie als Professor auch mal mit "junges Fräulein" angesprochen und viele Missionsbeschreibungen sind völlig unverständlich.
Kopierschutz:
Keine Angabe vom Publisher. Keine Online-Aktivierung nötig, direkte DVD-Installation.

interessante Charaktere und viele Gestaltungsmöglichkeiten: Gut!
Die deutsche Synchro is mir egal, ich zock eh alles auf Englisch.
Unzugängliches System... mhm naja. wird sich rausstellen wie umständlich, werd wohl nen Kommilitonen finden müssen ders hat und dann mal ausprobieren.
Veraltete Grafik... bei PC-Spielen zählen die inneren Werte. zumindest sind die etwas wichtiger als die Fassade.
Recht hoher Schwierigkeitsgrad? das formuliere ich mal frei als "endlich mal eine Herausforderung".
Die Sache mit der Missionsbeschreibung könnte sich als nervig erweisen...
Zusammenfassend: Einen Hype werde ich wohl weniger entwickeln, aber so schlecht scheints mir garnicht...
Schade, denn der Vorgänger war zumindest von der Idee ungewöhnlich, jedoch teilweise sogar gut bewertet (ich habe eine PCG - Wertung von 7x in Erinnerung). Der Nachfolger scheint eniges an Potential zu verschenken.