
Erneut in der Diskussion von Forschern und Medizinern: World of Warcraft.
Sie werfen der Industrie vor, die Abhängigkeit der Spieler zu intensivieren. So sagte Florian Rehbein vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, dass die Industrie eine Spielerbindung erreichen wolle und die Sucht daher als Kollateralschaden billigend in Kauf nehmen. Er forderte von den Herstellern, mehr Verantwortung zu übernehmen. Außerdem dürften Spiele wie das Online-Rollenspiel World of Warcraft erst für Volljährige verfügbar werden. Laut einem
Bericht von Spiegel Online sei die Möglichkeit der Suchterkrankung bei Spielen nicht mehr umstritten. Vor allem aufgrund der höheren Immersion als bei Filmen, Musik oder Literatur. Schließlich ist es bei Spielen Pflicht, in die virtuelle Welt einzutauchen. Aus dem einfachen Grund, erst dann möglichst viel Spaß zu empfinden.
In einer Studie mit rund 45.000 Schülern zeigten rund drei Prozent der männlichen 15 Jahre alten Probanden Symptome der Spielsucht. 15 Prozent wiesen sogar exzessives Spielverhalten auf, so Rehbein. Bei den weiblichen Spielern sei der Anteil wesentlich geringer. Nur 0,3 Prozent der Mädchen wiesen Suchtmerkmale auf. Vor allem die Online-Rollenspiel gelten als besonders gefährdend, da sie neben dem Spiel auch noch die Möglichkeit der sozialen Kontakte böten. Außerdem hätten Spieler bei diesen Spielen das Gefühl, immer mithalten zu müssen.