Painkiller: Resurrection im Test: Technisch veraltet, spielerisch vorhersehbar
Der Untertitel von Painkiller: Resurrection bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie "Wiederauferstehung". unser Test zeigt: "Totgeburt" hätte es besser getroffen.
Quelle: pcgames.de
Solche Comicstrips erzählen die Resurrection-Geschichte. An manchen Stellen hört der Spieler aber einfach einen Dialog zwischen der Hauptfigur und Engeln/Dämonen.
Eine Fehlermeldung, deren Überschrift "Fatal Error" (schwerwiegender Fehler) lautet, sonst aber keinerlei Informationen über die Absturzursache des Spiels enthält, ist kein gutes Zeichen. Das Problem tritt in unserem Test sporadisch auf - mal mitten im Kampf gegen ein Dutzend Höllenkreaturen, mal im Spielmenü, mal beim Laden eines Spielstandes. Unsere Version: die Verkaufsfassung. Ein Update, das wir kurz vor Redaktionsschluss erhalten haben, lässt den Fehler zwar entscheidend seltener auftreten, beseitigt ihn aber nicht. Und es fügt einen neuen hinzu: Alle paar Schritte (oder besser Sprünge) im Vorhof der virtuellen Hölle schreit William Sherman, die Hauptfigur in Resurrection: "Aaaah! Aaargh! aaaa-aaa-aaah!" Hört sich nach einem spontanen Lustschrei an, ist aber der Schrei, den der Protagonist ausstößt, wenn er von einem Monster getroffen wird. Fälschlicherweise ist dieser Schrei aber wohl mit dem Sprung-Sound verbunden. Der Fehler tritt etwa alle 30 Sekunden auf. Sehr nervig!
Die Handlung von Painkiller: Resurrection beginnt ebenfalls mit einem "Fatal Error". William Sherman ist ein Attentäter. Er töten Drogenbosse, unliebsame Politiker oder zwielichtige Waffenhändler - alles auf Befehl seiner Vorgesetzten, wie der Spieler in einem billigen Intro aus Standbildern erfährt. Immerhin klingt die deutsche Sprecherstimme von William kernig-machohaft, wie Fans der Reihe es gewöhnt sind. Aber zurück zur Handlung: Bei einem seiner Attentate jagt William einen Bus voller Unschuldiger in die Luft und geht dabei auch noch selbst drauf. Eigentlich müsste er seine Taten in der Hölle büßen, doch er findet sich im Fegefeuer wieder. Die Mächte des Himmels geben ihm eine Chance, seine Sünden zu bereinigen. Und Painkiller wäre nicht Painkiller, wenn jene Bereinigung nicht mit einem Haufen durchschlagkräftiger Wummen zu vollziehen wäre. Also ballert, schnetzelt und sprengt sich der Protagonist durch Horden widerwärtiger Monster, um der ewigen Verdammnis zu entkommen. Viele dieser Monster und Waffen kennt der Spieler schon aus dem ersten Painkiller, genauso wie das Spielprinzip: schießen, rennen, springen, schießen, rennen, springen, schießen ... Oh, wieder ein Absturz! Ist wohl ein neues Spiel- Element!
Quelle: pcgames.de
Nein, das ist nicht der russische Boxer Nikolai Walujew, sondern der Bossgegner im ersten Level. Insgesamt kämpfen Sie sich durch sieben Areale.
Die Levels fallen größer als in vorigen Spielen der Reihe aus. Sie verlieren auch ihre einstige Schlauchform: Es gibt viele Verzweigungen, Tunnels und versteckte Gänge. William folgt nicht nur stur einem vorgegebenen Pfad, sondern erkundet hier und da die Gegend. Der Lohn seiner Mühe sind versteckte Waffen, Rüstungen oder Schätze, die sich in seiner Erfolgsstatistik am Ende eines jeden Levels niederschlagen. Und hier findet sich der Spieler in einem Dilemma wieder. Einerseits gehört es zum typischen Painkiller-Gefühl, möglichst schnell durch die Levels durch zu hüpfen und alle Gegner im Weg umzunieten, andererseits halten ihn diverse Verzweigungen unnötig auf. An manchen Stellen verlangt Resurrection nämlich, auch in versteckten Gängen sämtliche Widersacher auszuschalten, bevor der Weg zum Endboss endlich frei wird. Das frustriert gerade dann, wenn man am Ende eines Levels ankommt und plötzlich zurück muss, um irgendwo eine verlorene gegnerische Seele zu finden.
Stichwort Seele: Der Spieler sammelt Seelen besiegter Gegner, um damit etwa den Berserker-Modus (stark gesteigerter Schaden) auszulösen. Die Seelen erscheinen aber erst fünf bis zehn Sekunden nach dem Ableben eines Feindes. Also steht William nach vielen Kämpfen herum und wartet darauf, dass die Leichen der Gegner deren Seele freigeben. Technisch wirkt Resurrection ähnlich attraktiv wie ein Grammofon. Für Oldie-Liebhaber und andere Verrückte top, ansonsten in sämtlichen Bereichen veraltet: Grafik, Sound, Spielfluss. An vielen Stellen weiß man ganz genau: "Wenn ich jetzt diese Munitionskiste/ Waffe aufhebe, erscheint unmittelbar danach ein halbes Dutzend Monster. Die Entwickler machen sich keine Mühe, das plötzliche Erscheinen der Widersacher zu vertuschen: Viele Gegner tauchen einfach direkt vor Williams Nase auf. Das spricht heutzutage kaum noch einen Spieler an. Sollten Sie trotzdem zu den unglücklichen Käufern oder Beschenkten gehören, geben wir Ihnen einen Tipp: Installieren Sie sämtliche Patches, die rauskamen oder noch rauskommen. Ohne sie macht Resurrection noch weniger Spaß, als unsere Wertung es ausdrückt. Sogar Oldie-Liebhabern.
Bildergalerie zu Painkiller: Resurrection

Die Ladezeit ist unerträglich. Das Spiel ist wirklich übelst veraltet. Und es gibt noch nicht mal neue Zombies zum killen! Vom Multiplayer Modus brauch ich erst gar nicht anfangen weil nach 10- 20 sec. spielen fliege ich gleich wieder raus. :-$ Und es kann nicht an meinen Rechner liegen, da er neu ist. Ich bleibe lieber bei den älteren Versionen von Painkiller !
Aber bei PainKiller Ressurection hat mich das grottige Leveldesign des ersten Levels schon so genervt dass Jowood woanders melken muss. Ich mein, Gegner die einem direkt vor der Nase auftauchen, einfach so ohne jeden Effekt, das hat selbst Doom 1 besser gemacht.
der titel war doch mal als mod gestartet glaub ich (klar, die original painkillermacher people can fly sind ja von epic aufgekauft worden), daher hätte ich zumindest midprice erwartet...
erwartet hat ich, daß der titel mit "technisch veraltet" (wie gesagt, mod/hobbyprojekt) in den spielemagazinen abgekanzelt wrd, aber die flosel "spielerisch verhersehbar" zu gebrauchen... ich meine mehr als 90 % der shooter sind spielerisch vorhersehbar....
Seid ihr sicher, dass ihr da nicht Teil 1 nochmals getestet habt? Die gleichen Waffen, die gleichen Gegner, die gleichen Umgebungsdetails, das gleiche Interface, die gleiche Grafik ... das sah doch auf früheren screens viel besser aus? oO