Das sind die Entwickler von Dragon Age: Origins: Kult-Entwickler Bioware im Profil
Den Auftakt unseres großen Specials über Bioware macht die Unternehmensgeschichte des kanadischen Entwicklers
Quelle: PC Games
Das Firmengebäude in Edmonton, Alberta, Kanada.
Baldur's Gate, Neverwinter Nights, Jade Empire - mit diesen und mehr Spielen machte sich das kanadische Entwicklerteam Bioware einen Namen in der Spielebranche. Momentan werkelt Bioware eifrig daran, das Rollenspiel Dragon Age: Origins pünktlich am 5. November veröffentlichen zu können. Um die Wartezeit zu verkürzen, wirft pcgames.de einen Blick auf das Unternehmen, die Vergangenheit und die Zukunft von Bioware. Die Bioware Corporation wurde 1995 von Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip gegründet und hat ihren Sitz seit jeher in Edmonton, Alberta, Kanada. Interessant: Die Gründer des Unternehmens sind alle Mediziner. Einer von ihnen, Agustine Yip, unternahm nur einen kurzen Abstecher in die Unterhaltungsbranche und kehrte 1997 zur Medizin zurück. Ray Muzyka und Greg Zeschuk stehen nach wie vor an der Spitze des Unternehmens. Ersterer als General Manager und CEO (leitender Geschäftsführer), letzterer als General Manager und Firmenchef.
Quelle: PC Games
Der Baldur's Gate Meeting Raum.
Seit der Gründung hat Bioware mehrere Auszeichnungen erhalten. Zum einen wurde die Firma in den Jahren 2004, 2005, 2006 und 2008 als einer der 100 größten Arbeitgeber Kanadas geehrt. Im Jahr 2005 schaffte es das Unternehmen darüber hinaus in die Top 25 der besten Arbeitgeber der Provinz Alberta (ausgezeichnet durch die kanadischen Tageszeitungen Calgary Herald und Edmonton Journal). Außerdem erreichte Bioware in der Top 100 der am schnellsten wachsenden Firmen des Jahres 2003 den 24. Platz. Die komplette Liste der bis dato erhaltenen Auszeichnung ist auf der offiziellen Firmen-Webseite einsehbar.
Im November 2005 fusionierte Bioware mit den Pandemic Studios. Ein Privatunternehmen mit dem Namen Elevation Partners investierte fortan in die Fusion. Beide Entwicklerstudios behielten sowohl ihre Namen als auch ihre Franchises. Im März 2006 eröffnete Bioware ein zweites Entwicklerstudio mit Sitz in Austin, Texas. Die Leitung übernahmen die Branchenveteranen Gordon Walton (Ultima Online: Third Dawn und Ultima Online: Renaissance) und Richard Vogel (Ultima Online). Knapp zwei Jahre später, im Januar 2008, wurden Bioware und Pandemic von Branchenriese Electronic Arts aufgekauft. Bioware entwickelte im Laufe der Jahre drei Grafik-Engines, die ihren Spielen zu Grunde lagen und von anderen Unternehmen in Lizenz erworben werden konnten. Die Infinity-Engine wurde für die Entwicklung von 2D-Rollenspielen mit isometrischer (von schräg-oben) Perspektive konzipiert. Zum Einsatz kam sie in Battlegrounds Infinity, dem späteren ersten Teil der berühmten Baldur's Gate-Serie. Gekauft wurde die Engine unter anderem von Interplay Interactive für die Entwicklung der Icewind Dale-Reihe.
Quelle: PC Games
Greg Zeschuk und Ray Muzyka, Gründer von Bioware.
Nachfolger der Infinity Engine war die für Neverwinter Nights entwickelte und zum ersten Mal im Jahre 2002 zum Einsatz kommende Aurora Engine. Bioware schaffte den Sprung von 2D zu 3D und lieferte mit Neverwinter Nights den Startschuss zu einer ausgezeichneten Rollenspiel-Serie. Die Aurora Engine wurde unter anderem für The Witcher lizenziert. Für Star Wars: Knights of the Old Republic (Xbox und PC) kam die Odyssey Engine, ein auf der Aurora Engine basierender Grafikmotor, zum Einsatz. Der Nachfolger nutze ebenfalls diese Engine, wurde aber nicht von Bioware, sondern von Obsidian Entertainment entwickelt. Zurletzt arbeitete Bioware an einer neuen Engine mit dem Namen Eclipse, die in Dragon Age: Origins zum Einsatz kommt. Selbige unterstützt die PhysX-Karten und die PhysiX-Engine von Ageia. Mehr über Dragon Age: Origins erfahren Sie in der ausführlichen Vorschau von PC Games. Und wer mehr über legendäre Entwickler wie Greg Zeschuk und Ray Muzyka erfahren will, dem hilft das PC Games Entwicklerlexikon weiter.
Für die Entwicklung von Mass Effect nutzte Bioware keine hauseigene Engine, sondern die Unreal-Engine-3 von Epic. Mit Sonic Chronicles: The Dark Brotherhood wagte Bioware erstmals die Entwicklung eines Spiels für die Handheld-Plattform Nintendo DS. Angesichts der bisher veröffentlichten Spiele des kanadischen Entwicklerteams ist wohl niemand überrascht, dass es sich auch dabei um ein Rollenspiel handelt.
