Tropico 3-Test: Gelungene Fortsetzung mit jeder Menge Tropico-Charme

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Test Christian Schlütter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Kalypso schafft es tatsächlich, mit Tropico 3 die altehrwürdige Tropico-Serie wiederzubeleben. In unserem Test erfahren Sie, warum Haemimont Games und Kalypso respektable Arbeit geleistet haben!

Nach Atomtests ist die Insel in eine trügerische, heimelig warme Umgebungsfarbe getaucht. Quelle: PC Games Nach Atomtests ist die Insel in eine trügerische, heimelig warme Umgebungsfarbe getaucht. Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche", meinte bereits Ernesto "Che" Guevara. Wie diesem Credo folgend, haben Publisher Kalypso und Entwickler Haemimont die fast unschaffbare Aufgabe gemeistert, Fans des ersten Tropico einen würdigen Nachfolger in zeitgemäßem Gewand zu präsentieren. Dabei bleibt das Spielprinzip beim Altbewährten. Wie schon in den ersten Teilen der Serie herrschen Sie über ein kleines Inselparadies in der Karibik, müssen die Infrastruktur aufbauen, die Bürger an der kurzen Leine halten und den Kurs Ihrer Banenrepublik in Richtung Kapitalismus oder Kommunismus bestimmen. Vor jeder Partie wählen Sie einen Diktator, der Sie in der Spielwelt repräsentiert. Bereit stehen historische Persönlichkeiten wie Fidel Castro und Augusto Pinochet, aber auch fiktive Charaktere wie der Voodoo Pizzaman. Besonders interessant ist aber die Möglichkeit, einen eigenen Avatar zusammenzustellen. Sie bestimmen nicht nur dessen Aussehen, sondern dürfen auch seinen Hintergrund, seine guten und schlechten Eigenschaften sowie die Umstände festlegen, durch die er zur Macht gekommen ist. Die Wahl wirkt sich auch im Spiel selbst aus. So zieht Evita Peron als Popsängerin ganze zehn Prozent mehr Touristen an. Da sie aber gleichzeitig eine zwanghafte Spielerin ist, verschwinden jedes Jahr 300 bis 1.500 Dollar aus der Staatskasse. Diese Kombinationen machen es interessant, einige Missionen noch einmal mit einem anderen Diktator durchzuspielen.

Allgemein ist der Diktator- Avatar eine ausgefuchste Idee der Entwickler. In den Missionen dürfen Sie ihn nämlich benutzen, um beispielsweise die Arbeiter auf einer Baustelle anzutreiben oder vom Balkon Ihres Palastes motivierende Ansprachen zu halten. Wenn Sie Ihrem Alter Ego keine konkrete Anweisung geben, wandert er auf der Insel herum und sucht sich selbst Arbeit. Wo El Presidente gerade wirkt, sehen Sie an kleinen Sonnen, die über den beeinflussten Gebäuden kreisen.

Ein Touristendock im Industriegebiet führt zu schlechten Besuchszahlen. Quelle: PC Games Ein Touristendock im Industriegebiet führt zu schlechten Besuchszahlen. Um Ihre Insel zum Erfolg zu führen, bauen Sie hübsch gestaltete Wohnunterkünfte, Minen, Farmen, Kliniken oder Kirchen und befriedigen damit die Bedürfnisse Ihrer Einwohner nach Arbeit, Nahrung, Gesundheitsversorgung oder Religion. Der Einstieg fällt zwar nicht leicht, zum Glück unterstützen aber regelmäßige Einblendungen und kleine Hilfen wie eine Einfluss anzeige für Gebäude beim Regieren. Genre-Veteranen merken schnell, dass Haemimont viel von Grand Ages: Rome übernommen hat. Sowohl Engine als auch Bausystem erinnern stark an das letzte Projekt des bulgarischen Teams. Dementsprechend ausgereift ist die Benutzeroberfläche, auch wenn einige Knöpfe recht klein sind. Mit wenigen Klicks setzen Sie Baustellen in die Landschaft oder verschaffen sich in Untermenüs einen Überblick über die Wünsche und Gedanken Ihrer Bürger.

Allerdings kommt es oft vor, dass Sie für wichtige Gebäude oder Straßen zu wenig Platz finden, weil Steine und Abhänge im Weg sind. Hier hätten die Leveldesigner noch einmal nachbessern müssen. Spielspaßbedrohend wird diese kleine Macke aber nie. Nachdem durch Öl, Rohstoffe, Tourismus oder Güter wie Zigarren, Schmuck und Rum Geld in die Staatskasse geflossen ist, können Sie sich den größeren Problemen widmen. Denn im Gegensatz zu anderen Aufbau-Strategiespielen ärgert Sie Tropico 3 nicht mit allzu viel Mikro-Management. Viel wichtiger ist es im karibischen Idealstaat, die einzelnen Fraktionen im Auge zu behalten. Kapitalisten, Kommunisten, Intellektuelle, Religiöse, Militaristen, Umweltschützer und Nationalisten haben nämlich alle eigene Anliegen und Ziele, die sich teilweise gegenseitig in die Quere kommen. Das Gleichgewicht zwischen diesen Interessensgruppen zu halten, ist die eigentlich knifflige Aufgabe als Diktator.
Tropico 3 Benchmark von PC Games Hardware Quelle: PC Games Hardware Tropico 3 Benchmark von PC Games Hardware Wenn Sie nun wissen wollen, wie das Spiel auf Ihrem System laufen würde, empfehlen wir Ihnen die Benchmark-Tests und Hardware-Analysen für Tropico 3 von PC Games Hardware.

Weiterführende Bildergalerie zum Tropico 3-Test

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Tropico 3-Test: Einleitung, der eigene Avatar und erste Erfolge
  2. Seite 2 Tropico 3-Test: Parteien, Humor und Supermächte
  3. Seite 3 Tropico 3-Test: Herausforderungsmodus, Testergebnis und Meinung
    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Hier mal eine wie ich finde schöne Meldung aus dem Forum von kalypso:

        "
        Ich denke, ich kann es ganz kurz beantworten: Das Spiel ist alles andere als ein wirtschaftlicher Flop - ganz im Gegenteil! ...
        Also T3 ist ein absoluter wirtschaftlicher Erfolg und wir beschweren uns nicht :-) "

        das ganze3 kam von einem Kalypso Admin.

        forum.kalypsomedia.com/showthread.php
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Hier mal eine wie ich finde schöne Meldung aus dem Forum von kalypso:

        "
        Ich denke, ich kann es ganz kurz beantworten: Das Spiel ist alles andere als ein wirtschaftlicher Flop - ganz im Gegenteil! ...
        Also T3 ist ein absoluter wirtschaftlicher Erfolg und wir beschweren uns nicht :-) "

        das ganze3 kam von einem Kalypso Admin.

        forum.kalypsomedia.com/showthread.php
      • Von Kristian Hobby-Spieler/in
        So! Hab das Spiel durch binnen vier Tagen.

        Mein Fazit: Es gibt wirklich Besseres aber auch sehr viel Schlechteres. Das Spiel wirkt ein wenig unausgewogen. Es lassen sich zu leicht Gewinne einfahren. Das ist nicht wirklich herausfordernd. Mit dem Ausschalten der Zuwanderer wird das Spiel etwas langsamerer, weil man auf die heranwachsende Generation warten muss, aber schwerer wird das Spiel dadurch nicht.

        Die Grafik finde ich angemessen für eine WiSim. Ein wenig dürftig finde ich jedoch die Vielfallt an Gebäuden. Hier hätte ich mir einwenig vom öden SimCity Societies abgeguckt gewünscht. Es wirkt alles viel zu brav und aufgeräumt. Ganz anders als auf den Screenshots von vor paar Monaten.

        Genz nett gelungen ist der Wuselfaktor und dass man wie schon in Tropico 1 jede Person individuell beobachten und anklicken kann. Das sorgt für bissl Nähe zum eigenen Volk. Leider tritt hierbei jedoch das Mikromanagement der Einwohner in den Hintergrund. Das Bestechen oder Eliminieren trägt nicht wirklich zum Spielgeschehen bei.

        Schön finde ich, dass jedes Gebäude einzeln gebaut werden muss durch ein Bauteam. Das ist Siedler-like und genau so etwas hätte ich mir in Anno1404 gewünscht. Damit gewinnt jedes Gebäude na Bedeutung und ist nicht so einfach ersetztbar.

        Ein wenig dumm verhalten sich die Bewohner bei der Wohnungssuche. Nicht immer ist erkennbar, warum sich ein Bauer entscheidet direkt neben einem netten Haus, das umsonst zur Verfügung steht, in einer Wellblechhütte zu wohnen.

        Schade finde ich auch, dass der Tag und Nacht Wechsel nicht wirklich Einfluss auf die Geschehnisse hat. Es gibt nichtmal wirklich einen Nacht-Modus. Hier wurden eindeutig Punkte verschenkt.

        Beim "Endlos"-Spiel muss man zusätzlich bemängeln, dass das Zeitlimit viel zu knapp bemessen wurde. Im Endlosspiel ist man meistens im Zeitraffer, da das Wachstum nicht schnell genug voranschreitet, doch dabei läuft der Kalender viel zu schnell ab. Sehr schade.

        Das Spiel kann man doch trotzallem gut empfehlen. Es bietet Unterhaltung für längere Zeit, doch man kann auch große Fortschritte in sehr kurzer Zeit erzielen... wenn man dies möchte.
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Zitat von chschluetter
        Zitat von "Boesor, post: 8209717, member: 2101177"
        Kollege Schlütter hört wohl zuviel rage against the machine würde ich vermuten.

        Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...


        Bei mir auch. PM mit Adresse! Dann sehen wir mal, was in der Kiste des Todes herumgammelt! *G*

        Done!

        ich hoffe du greifst nicht in die ganz üblen regionen der Todeskiste.
      • Von ChristianSchluetter Mitglied
        Zitat von Boesor
        Kollege Schlütter hört wohl zuviel rage against the machine würde ich vermuten.

        Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...


        Bei mir auch. PM mit Adresse! Dann sehen wir mal, was in der Kiste des Todes herumgammelt! *G*
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Kollege Schlütter hört wohl zuviel rage against the machine würde ich vermuten.

        Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...
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