Order of War-Test: Frech kopiert bei World in Conflict - Aber nur Durchschnitts-Strategie
Mit einer frechen Kopie wagt Square Enix erste, unbeholfene Schritte auf dem westlichen Strategie-Markt! Heraus kommt ein solides, aber unauffälliges Echtzeit-Strategiespiel.
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Quelle: PC Games
Sogar die kleinen blauen Ringe um ausgewählte Einheiten erinnern stark an World in Conflict und Company of Heroes.
Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht, heißt es oft. Bei Order of War wurde aber übertrieben. Kameraführung, Spielsystem und Grafik - bis hinunter zu den Einheitensymbolen - gleichen Massives 2007er-Erfolg World in Conflict wie ein Ei dem anderen. In diesem geborgten Gewand präsentiert das Spiel zwei Kampagnen mit je neun Missionen im Zweiten Weltkrieg. Der erste Missionsbaum führt Sie auf Seiten der Amerikaner durch - wie überraschend - die Normandie und später in den Süden Frankreichs. Die deutsche Kampagne hingegen spielt in Polen. Aufseiten der Reichswehr sollen Sie den Vormarsch der Russen gen Berlin stoppen. Gesehen hat man das alles schon einmal. Kein, aber auch gar kein Einsatz bringt einen großartigen eigenen Gedanken mit. Trotzdem hält Order of War bei der Stange und bietet ordentliche Unterhaltung.
Während der Missionen zeigt sich, dass die Japaner von Square Enix sich gerade erst an westliche Befindlichkeiten herantasten. Strategie-Experten werden auf den normalen Schwierigkeitsgraden kaum gefordert. Meistens geht es nur darum, alle Einheiten dem Feind entgegenzuwerfen und abzuwarten. Manöver wie Flankenangriffe sind selten gefragt - wohl ein Zugeständnis an amerikanische Genre-Vorlieben. Auf der anderen Seite des großen Teiches mag nur ein Bruchteil der Spielermeute taktisch fordernde Strategiespiele. Für den deutschen Markt hat Vertriebspartner Koch Media deshalb noch einen Hardcore-Modus einbauen lassen. Der ist dann auch knackhart, allerdings nur, weil Statuswerte geändert wurden. Die Missionen an sich bleiben gleich.
Als eher hinderlich stellt sich auch die künstliche Intelligenz dar. Des öfteren ärgern Sie sich darüber, dass Gruppen von Fahrzeugen nicht mit Maximalgeschwindigkeit fahren oder an Hindernissen ein Stau entsteht. Zum Glück bedroht die KI nicht in großem Stil den Spielspaß. Was Genreveteranen allerdings vermissen ist ein aktives Deckungssystem. Ihre Mannen huschen kreuz und quer in Büsche oder hinter Mauern. Eine direkte Anzeige für Deckungsmöglichkeiten, die viele Konkurrenten mittlerweile anbieten, wäre nützlich gewesen.

Schade drum. Eine WiC WK2-Total Conversion hätte eig. richtig gut werden können.
"(-) Heftig von Genre-Größen kopiert"
Da kann man nur sagen das das woll in jedem Spiel gemacht wird.
Insgesamt fehlen mir auch in diesem Test wirkliche Infos zum Gameplay. So fande ich z.B. in der Demo das Rohstoffsystem doch deutlich besser als bei WiC (nicht unendlich viel) und auch dieser Action Kamara Modus war spassig wenn er mal richtig funktionierte. Also ich würde mir in einem Test einfach ein paar mehr Infos zu Gameplay wünschen. Ich denke mal wenn man sich die mühe macht das Spiel über Stunden zu testen sind ja auch ein paar Seiten mehr drin.
EDIT.
Oder zumindest so einbauen, dass man NICHT dauernd an ein anderes Spiel erinnert wird.
Zentrale Frage ist für mich immer, ob der Spielspaß beeinträchtigt wird. Und das ist hier der Fall: Alle paar Minuten denkst du dir: Böh, das hab ich schonmal fast genau so gesehen. Nur besser!