Die Preispolitik der Publisher: Kein "Fair Pay" für Europäer?
Seit Monaten läuft im Steam-Forum eine (überwiegend einseitige) Diskussion über die Preispolitik der Publisher. Scheinbar lautet die Umrechnungsformel: 1 Euro = 1 US-Dollar. Wie viel mehr zahlt der Europäer tatsächlich?
Quelle: steampowered.com
Diskussions-Thread im Steam-Forum: 1$ = 1€?
Knecht Ruprecht hat Verspätung. 11 Tage, um genau zu sein, der Nikolaus ist schön längst über alle Berge. Am 14. Dezember 2008 klopft Knecht Ruprecht an die Türen der Deutschen, der Schweden, ja sogar der Malteser, und er packt aus, was niemand sehen will: Seine Rute. Auf der geschrieben steht, in großen Buchstaben, erkennbar für jedermann: "Ich komme im Auftrag von Steam und überbringe frohe Kunde, Sie können ab sofort in Ihrer Währung zahlen, in Euro also. Auf Wiedersehen." Und Schwups, Knecht Ruprecht war von dannen.
Über seine Kunde, stellte sich heraus, war wahrlich niemand froh. Der Beschwerde-Thread im offiziellen Steam-Forum fasst mittlerweile 430 Seiten, sein Urheber ist längst gesperrt, er vergaß im Beschwerde-Rausch die Benimmregeln. Stranded war sein Name. Stranded eröffnete den Thread noch am gleichen Tage des Knecht-Ruprecht-Besuchs. Sein Statement war kurz, wohlgleich bebend im Kern: "1 US-Dollar = 1 Euro. Soll das die Zukunft sein?".
Bis zum 14. Dezember 2007 listete Valves Vertriebsplattform jegliche Store-Produkte in US-Dollar. Ein attraktiver Umstand für den geneigten Europäer, denn er konnte sparen. Und das nicht zu knapp. 40 Euro bei Amazon oder 40 US-Dollar bei Valve, wer muss da schon lange nachdenken? Ende 2008 belief sich der Umrechnungskurs auf 1 zu 1,54, ein Euro entsprach also 1,54 US-Dollar. 40 Euro gegen 26 Euro, Netto gegen Brutto: Traditionell vergisst der Amerikaner beim Ausschreiben der Preise mit Absicht die Steuern. In den 40 US-Dollar fehlen also 19 Prozent Umsatzsteuer, die es zu addieren gilt:
40 US-Dollar x 1,19 Prozent = 47,6 US-Dollar.
47,6 US-Dollar / 1,54 = 30 Euro.
Immerhin: Es bleibt eine Ersparnis von 10 Euro gegenüber dem Kauf in Deutschland. Ein ähnliches Bild zeichnet sich vielerorts auch außerhalb der digitalen Distribution. Zum Beispiel bei Amazon.com: Wer dieser Tage mit dem Gedanken spielt, Assassin's Creed 2 vorzubestellen, der bestellt zu einem Preis von 46,99 US-Dollar, plus Steuern, plus Versand. Der Endpreis liegt, grob kalkuliert, bei knapp 40 Euro. 8 Euro und 45 Cents weniger als bei Amazon Deutschland (Stand: 15. September 2009, 10 Uhr).
Quelle: Eidos
Batman: Arkham Asylum: Eidos bietet das Fledermaus-Abenteuer in Europa und den USA zum (umgerechnet) gleichen Preis an.
Bisweilen ein Fakt, der gerne verallgemeinert wird: Das sei ja immer so, der arme Europäer, er werde ständig über den Tisch gezogen. Nein, wird er nicht; zumindest nicht immer. Batman: Arkham Asylum (PC) kostet bei Amazon.com 44,99 US-Dollar (ca. 31 Euro), inklusive Steuern und Versand gar 37 Euro, was 1,45 Euro weniger ist, den Sie löhnen müssten, wollten Sie denn die deutsche Wirtschaft unterstützen. Eine Ausnahme, die die Regel bestätigt, betrachtet man das gesamte Spektrum des PC- und Videospiel-Angebots. Der arme Europäer, er hat tatsächlich Grund zum Quengeln.
Nun drängt sich die Frage auf: Warum ist das so? Aus zwei Gründen, die eigentlich einer sind, weil sich der eine aus dem anderen ergibt. Der erste: Die Preise werden gemacht von denen, die das Produkt herstellen und vertreiben: den Publishern. Nicht von der Plattform, auf dem die Produkte angeboten werden. Die machen lediglich Preisvorschläge. Ein solcher Preisvorschlag wird dem Publisher vorgelegt, quasi als Entwurf des finalen Angebots an den Kunden, und der Publisher darf entscheiden: Ja oder Nein.
Der zweite Grund: Der arme Europäer, er kauft ja trotzdem! 430 Seiten Beschwerden im offiziellen Steam-Forum, auf jeder Seite mindestens zwei Kommentatoren, die drohen, nie wieder bei Steam zu kaufen, sollte an der Preispolitik nichts geändert werden. Und siehe da, an der Preispolitik ändert sich nichts. Solange der Kundenrückgang abgefedert wird durch Preise, die unfair sind, ja sogar dem EU-Recht ein Dorn im Auge sein sollten, solange wird der Europäer zur Extra-Kasse gebeten. Verbraucherschutz geht anders.

http://www.direct2drive.c...
NfS Shift: 29 Pfund, was etwa 34€ entspricht. Da gibts dann weder Versandkosten, noch Steuern oben drauf.
Übrigens kann man auch Steam Spiele im Handel kaufen und sie hinterher bei Steam eintragen! :D
Genauso mache ich es auch....
Am Beispiel von "RISE of FLIGHT" wirds wieder einmal deutlich:
Bei http://www.aerosoft.com kostet das Game in der englishen Downloadversion 37,99€
Bei http://www.direct2drive.c... kostet das selbe Game in der selben Verison £23.95 = 27,94 €
macht gute 10€ Einsparung....
Da machen die deutschen Publisher einem die Entscheidung leicht ;)
Über Steam würd ich mehr eh nix holen, Steam war nur das notwändige Übel für Halflife2 und CSS. Und Steam war mir so unsympatisch, das ich seit dem nie wieder ein Spiel für diese Platform angefasst habe. Da kann das Game noch so gut sein, auch die Halflife Episoden konnte ich nicht spielen.
Wenn ich schon Geld für Spiele bezahle, will ich DVD, Verpackung und möglichst ne Special-Edition mit viel sinnlosen Gimmicks :)
Ich kaufe eigentlich auch nix über Steam.. höchstens diese Weekend Deals weil man da manchmal richtig gut sparen kann auch wenn man dann leider keine Verpackung hat.. Aber an sich ist die Plattform doch ganz okay wenn man gut euf seinen Account aufpasst ^^
Darum - kauft die Spiele erst ein paar Wochen/Monate später, davon werden sie auch nich schlechter.
Über Steam würd ich mehr eh nix holen, Steam war nur das notwändige Übel für Halflife2 und CSS. Und Steam war mir so unsympatisch, das ich seit dem nie wieder ein Spiel für diese Platform angefasst habe. Da kann das Game noch so gut sein, auch die Halflife Episoden konnte ich nicht spielen.
Wenn ich schon Geld für Spiele bezahle, will ich DVD, Verpackung und möglichst ne Special-Edition mit viel sinnlosen Gimmicks :)
Geschäfte wo 5t PCGames hingeliefert werden?^^ Weiß ja nicht wirklich
wie das vonstatten geht, aber die Druckereien werden wohl Tag für Tag
versch. Hefte von Thema A-Z liefern und an zentralen Punkten werden
dann Pakete für die Läden geschnürt. Die Extratour die ein LKW zur
Verteilerzentrale der Schweiz oder Österreich machen muss, kann ja
nicht Tausende Euro kosten, die den Aufpreis rechtfertigen könnten? Die
eig. Verteilung bleibt ja wohl das gleiche System.
den mengen, die ein kiosk bekommt nix zu tun. ich weiß auch nicht, was
der verlag für einen verteiler-vertrag mit der druckerei hat.
normalerweise läuft es so, dass großhändler beliefert werden die
wiederum kiosks und geschäfte beliefern. es macht aber sehr wohl einen
unterschied, ob ich eine palette oder 10 paletten zum selben ort
transportiere (das kann ja jeder mal bei seiner örtlichen spedition
anfragen).