
Patch 3.2. Selbst wenn er installiert wurde kann es bis zum Spielspaß noch etwas dauern.
Heute wurde der langersehnte
Patch 3.2 auf die Server aufgespielt. "Wurde" ist vielleicht zu voreilig ausgedrückt, denn für viele Server dauern die Wartungsarbeiten immer noch an. Waren diese gestern auf acht Stunden begrenzt, wurde der Zeitraum heute erst auf 15 Uhr, dann auf 17.30 Uhr und zuletzt bis auf 18.40 Uhr erweitert. Unser
MMore-Kollegen Patrick Neef hat festgehalten, wie es ihm heute erging.
10:50: Ich starte erst jetzt den WoW-Launcher. Vor 11:00 Uhr soll ja eh noch nichts passieren. Zum Glück habe ich den Patch bereits vorher
runtergeladen.
10:52: Beim Patchen spinnen entweder der Launcher, meine Firewall oder beides. Bricht immer bei zehn Prozent ab. Erst bei Firewall-AUS geht's weiter.
11:00: Patch ist fertig. Beim Einloggen kommt genau das, womit ich bereits gerechnet hatte: Verlängerung der Wartungsarbeiten bis 15:00 Uhr. Na toll...

Patrick Neef spielt WoW seit der Beta und gehört zum MMore-Team.
13:18: Ich versuch's mal auf gut Glück. Alle Server down. Na gut, weiterarbeiten.
14:50: Die Server sind immer noch nicht online. Ich lese mir noch einmal die Patchnotes durch, für meine Klasse (Schurke) gibt's fast nichts Neues. Ich deute das mal so, dass die Klasse keine Änderungen benötigt.
16:00: Einloggen ist langsam möglich. Nur ist der Server, auf dem ich spiele, immer noch offline. Im Informationsfenster beim Einloggbildschirm ist die Rede von erweiterten Wartungsarbeiten, um erneut an den Instanzkapazitäten zu schrauben.
17:10: Endlich schaffe ich es ins Spiel. Doch leider nicht auf den Server, auf dem sich mein Hauptcharakter befindet. Denn einige Server sind immer noch offline. Stattdessen spiele ich jetzt mit meinem Hexenmeister-Twink und töte Eber in der Scherbenwelt. Das hab' ich mir anders vorgestellt.
18:00: Tja, was soll ich sagen. Never play on Patchday. Meine Twink-Server sind mir schnuppe, ich würde jetzt sehr gerne einloggen und mir alles Neue rund um das Argentumturnier anschauen. Doch leider spielt Blizzards Technik immer noch nicht mit. Das Informationsfenster sagt mir, dass die Wartungsarbeiten bis mindestens 18.40 andauern werden. Draußen sind 27 Grad, vielleicht dreh' ich noch 'ne Runde mit dem Fahrrad. Sport soll ja auch beruhigen.
MMore meint: Stellen Sie sich vor, Firma X baut ein Notebook, das perfekt ist. Bis auf das DVD-Laufwerk, das klemmt, liest keine DVDs und klappert. Und jetzt stellen Sie sich vor, die Firma baut dieses Laufwerk auch in die nächste Generation Notebooks ein, und in die nächste, und immer so weiter.
Was ich damit sagen will ist: Man lernt aus Fehlern. Technische Hürden kann man erkennen, sich oder die Hardware anpassen, mehr Ressourcen nutzen oder neue Techniker einstellen. Mir will einfach nicht in die Birne, wieso bei jedem großen Patch das gleiche Theater abläuft. Seit vier Jahren. Natürlich ist der Patch groß und umfangreich, keine Frage, so ein Patch ist etwas anderes als das tägliche Update des Virenscanners. Und ich weiß auch, dass gerade an einem Patchtag viele Spieler ins Spiel reinschauen wollen, die wochenlang nicht gespielt haben. Der Patch wurde aber wochenlang getestet, die Wartungsarbeiten gibt es wöchentlich (sozusagen ein Training für die Server), und aus all den vergangenen großen Patches müsste man eigentlich gelernt haben.
Dabei geht es hier noch glimpflicher zu als in den U.S.A. Dort sind einige Server 24 Stunden offline. Ich habe nichts gegen geplante Wartungsarbeiten. Aber entweder lernt man bei Blizzard, die benötigte Zeit besser einzuschätzen oder findet Wege, den Patchprozess tatsächlich in acht Stunden zu bewältigen. Sie wollen ja schließlich auch nicht abends um acht ins Kino gehen und dann fünf Stunden warten, bis der Techniker den Film eingelegt hat.
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