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Weiterhin würde ich gerne von den 80% der für Möglichkeit 2 abstimmenden Leute wissen, ob sie sich schon jemals Gedanken gemacht haben, wo in Deutschland Arbeitsplätze herkommen. In meinen Augen denken solche Leute, die sagen, "ja die sollen ruhig auswandern und im Ausland fertigen", nur an sich selbst. Und selbst das nicht über die Spieldauer des Spiels hinaus. |
Man muss natürlich zugeben, dass SOWOHL entsprechende Filme, ALS AUCH entsprechende Spiele tatsächlich die Denkstruktur beeinflussen. In welchem Maße und auf welchem Wege, das wäre zu klären, aber ganz ohne Einfluss sind sie definitiv nicht.
Dennoch halte ich ein Komplettverbot für aktionistischen Schwachsinn. |
Kennt man hier denn immer noch nicht den einen feinen Unterschied, bei einem Film einem Schauspieler zuzuschauen, wie er in einer erzählten Geschichte Leute "killt", oder in Spielen a la Crysis selbst zu zielen und dem immer realistischeren Gegner in den Kopf, Arme oder Beine zu schießen, wie man lustig ist?
Ist das wirklich so schwer, diesen entscheidenden psychologischen Unterschied zwischen, "ich schaue zu" und "ich tu es selbst" zu verstehn? Und damit zu kapieren, dass man einen (Action-)Film nicht mit einem Egoshooter vergleichen kann?
Leute, Leute.... Leider verwechselt du da etwas. Dein "ich tue es selbst" bezieht sich auch "nur" auf eine "virtuelle Handlung". Nur weil ca. 5-10 von ca. 5-6 Milliarden Menschen vielschichte Probleme haben schließt man gleich vom virtuellen Schiessen auf relles Töten. Das ist unseriös und den vielen Gamern weltweit gegenüber einfach unfair. Bevor man "Killerspiele" verbietet, sollte man sich Gedanken über den Mißbrauch von echten Waffen machen, von bösen Filme ganz zu schweigen usw usw.....
Es gab Zeiten, da wurden Filme für verfallende Moral und sinkende Hemmschwellen verantwortlich gemacht.....aber heute scheint wohl alles anders zu sein - mein Fehler, Sorry !!!
Jo, damit hatte das Medium von Anfang an an (ca. 1900) bis in die späteren Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts zu kämpfen.
Ich befürchte, den Spielen steht ähnliches bevor... |
Zitat: (Original von TheChicky)Kennt man hier denn immer noch nicht den einen feinen Unterschied, bei einem Film einem Schauspieler zuzuschauen, wie er in einer erzählten Geschichte Leute "killt", oder in Spielen a la Crysis selbst zu zielen und dem immer realistischeren Gegner in den Kopf, Arme oder Beine zu schießen, wie man lustig ist? Ist das wirklich so schwer, diesen entscheidenden psychologischen Unterschied zwischen, "ich schaue zu" und "ich tu es selbst" zu verstehn? Und damit zu kapieren, dass man einen (Action-)Film nicht mit einem Egoshooter vergleichen kann? Leute, Leute.... Es gab Zeiten, da wurden Filme für verfallende Moral und sinkende Hemmschwellen verantwortlich gemacht.....aber heute scheint wohl alles anders zu sein - mein Fehler, Sorry !!! |
Ein Verbot von Spielen, die nichtmal klar definiert sind zu verbieten, oder Elternorganisationen gegen World of Warcraft sind mit Sicherheit keine Lösung für Probleme, die in Einzelfällen auftreten. WoW ist eine Herausforderung für den Willen. Aber darauf will ich jetzt gar nicht eingehen. Die Bevölkerung ist einfach übersättigt von Wohlstand und Medienkonsum, und mit erschreckender Geschwindigkeit bahnt sich ein riesen Kollaps an. Es geht uns einfach zu gut. Damit kann der Mensch nicht umgehen. Zumindest muss er lernen, das wir es hier gut haben. Was meint ihr? Warum macht der Mensch sich dauernd selbst Probleme? Noch vor 20 Jahren stand die Mauer. Und davor ging es noch schlimmer zu. Jetzt sitzen wir an unseren Rechnern, essen dabei Pizza und können uns nach dem Kacken mit warmen Wasser die Hände waschen. Man muss noch nichtmal arbeiten gehen. Extreme Arbeitsunlust kann schließlich auch arbeitsunfähig machen Glück und Zufriedenheit haben erst mal nichts mit Geld und Wohlstand zu tun. Nur weil heute die meisten von uns nicht tagtäglich um das nackte Überleben kämpfen müssen, heisst das nicht, dass wir keine Probleme haben. Ich kann auch diese ständigen Vergleiche nicht nachvollziehen, á la "im Vergleich zu den armen Menschen in Afghanistan geht es uns viel zu gut." Es macht niemanden glücklicher zu wissen, dass es anderen Menschen schlechter geht als einem selbst! Sehr viele Menschen in Deutschland haben grundlegende existenzielle Probleme und Ängste, nur offenbaren die sich nicht so deutlich wie noch vor 500 Jahren, wo es darum ging, sich einen Hirsch zu schiessen, damit man etwas zu Essen auf dem Tisch hat. Heutige Probleme sind wesentlich subtiler, nicht mehr so greifbar... Lösungen sind bei Weitem nicht mehr so offensichtlich und alleine diese Unsicherheit und Ungewissheit, wie es weitergehen soll, löst biologisch betrachtet dieselben Stressoren und Ängste aus, die ein Neandertaler hat, der vor einem Säbelzahntiger steht. Es geht uns einfach zu gut? Lies diese viel zu schnell ausgesprochene Floskel noch mal in Ruhe und mach dir Gedanken zu der Schwachsinnigkeit dieser Aussage, denn zwischen den Zeilen bedeutet dass, das es uns "viel besser gehen würde, wenn es uns schlechter geht."
Du hast meinen Text etwas falsch interpretiert. Wie du schon sagtest, heutige Probleme sind subtiler und schlecht greifbar. Es lässt sich aber nicht von der Hand weisen, dass wir zu negativ eingestellt sind. Wirkliche Probleme werden eher in den Hintergrund gerückt. Stattdessen regen wir uns über banalere Dinge auf. Und genau das will ich damit sagen: egal, was wir tun. Egal, wie die Lage ist. Es geht uns gefühlt immer schlecht. Das ist ein gesellschaftliches Problem. Stichwort "Wir-wandern-aus-Boom". Medien werden immer komplexer und wir MÜSSEN einfach lernen, verantworlich damit umzugehen. Das Internet allein hat sich in den letzten 10 Jahren extrem gewandelt. Früher war es sozusagen noch frei. Jetzt erzählen uns die Medien, Internet sei für jedermann und kinderleicht. Aber ich komm vom Thema ab... Diese Kinderporno-Sperre treibt die Wut in mir hoch. In acht Jahren Internetkonsum bin ich nie auf so eine Seite gestossen. Und dieses "Gesetz" ist nur der Türöffner für die Zensur im Internet. Vor Jahren habe ich schon gesagt: "Geniessen wir das Internet, solange es noch frei ist." Egal, was wir tun: das Internet ist nicht mehr frei und wird immer weiter eingeschränkt. Je mehr Menschen das Internet nutzen, desto größer das Bestreben, davon zu profitieren und es zu vermarkten. Naja, ziemlich zusammenhangslos, mein Text. Ich lass´ das mal so an dieser Stelle stehen ^^ |
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