PC-Games-PrakTICKER: "20 % auf alles - außer gewöhnlich"
Was die Mitarbeiter von PC Games so treiben, lässt sich täglich auf pcgames.de oder in den PC-Games-Magazinen besichtigen. Doch was sich TATSÄCHLICH hinter den Kulissen des zweiten Stocks in der Dr-Mack-Straße 77 in Fürth abspielt, das blieb bislang verborgen.
Bislang! Denn ab sofort berichten unsere für gewöhnlich gut informierten Praktis (= Praktikanten) und Trainees live und ungefiltert aus dem Backstage-Bereich - näher dran ist niemand. Wie kommen die Damen und Herren zu diesen Job? Wie viele Unternehmen bietet auch COMPUTEC MEDIA die Möglichkeit eines mehrmonatigen Praktikums als Teil eines Studiums an - oder wie Wikipedia es erklärt: "Ein Praktikum ist eine auf bestimmte Dauer ausgelegte Vertiefung zuvor erworbener theoretischer Kenntnisse in praktischer Anwendung bzw. das Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten durch praktische Mitarbeit in einer Organisation".
Den Anfang unseres exklusiven PC-Games-PrakTICKERs macht unser Geburtstagskind Robert Horn, dem wir einige Fragen zum Redakteurberuf stellten.
Hi Robert. Alles Gute zum Geburstag.
Danke.
Was hast du denn bekommen?
Sag ich nicht. Na im Ernst: Der Kollege Schütz hat mir aus den USA eine Riesenportion Cookies mitgebracht, die unfassbar lecker sind.
Alles weitere wird sich nach der Arbeit klären.
Was ist das Besondere/Beste an deinem Beruf?
PC Games-Geburtstagskind Robert Horn
Ui, das ist schwer in wenigen Sätzen zu erklären. Ich liebe es einfach, am "Puls der Spiele" zu sein, praktisch als erster mitzubekommen, wenn ein Titel wie Max Payne 3 angekündigt wird, oder wenn ich die Legenden von id software persönlich treffen darf. Ich mag die Branche, die voll ist von verrückten und netten Spielefans, die Lockerheit und gleichzeitige Ernsthaftigkeit mit der Spiele behandelt werden. Die großen Titelstorys haben es mir angetan, das Reisen und Quatschen mit Entwicklern, der Blick hinter die Kulisse. Außerdem habe ich supertolle Kollegen, die mit der gleichen Liebe zu Spielen arbeiten und gleichzeitig so voller witziger Ideen sind, dass wir eigentlich immer was zu lachen haben. Kurzum: Traumberuf.
Gibt es Momente, in denen dich deine Arbeit nervt? Und, falls ja, welche?
Klar gibt es die. Oft ist das aber Meckern auf hohem Niveau. Etwa, wenn man nach London fliegt, 100 Mal umsteigen muss und nachts total gerädert ankommt. Oder wenn sehr wenig Zeit für einen Artikel bleibt, man bis in die Nacht schreibt. Oder wenn eine Aussage missverstanden wird, ein Artikel nicht so ankommt, wie man sich das erhofft, wenn man von Spielefans "zerpflückt" wird, das kann schon an den Nerven zehren. Oder, wenn man das erhoffte Superspiel testet und merkt, dass die Entwickler ganz großen Murks fabriziert haben.
Was ist das Schwierigste an deinem Job?
Nicht zu viel Kaffee zu trinken und sich vernünftig zu ernähren. Schwierig ist eigentlich nichts, wenn man mit der entscheidenden Portion Aufopferung und Liebe zu Werke geht. Uh, das klingt schmalzig, ist aber so. Wenn ein wirklich, wirklich großer Termin ansteht, ist der Druck, vernünftiges Material zu erarbeiten, schon groß. Aber genau diese Herausforderungen liebe ich eben an meinem Job. Und ich habe noch lange nicht genug.
Was ist die wichtigste Fähigkeit eines PC Games-Redakteurs?
Eine gute Schreibe. Man muss mitunter schnell sein, sich bei vielen verschiedenen Aufgaben gut organisieren können und immer den Überblick behalten um nicht gnadenlos unterzugehen. Bei Terminen ist es wichtig, jede noch so kleine Information aufzusaugen und dem Star-Entwickler, der gerade vor dir sitzt und sein oberflächliches und eingeübtes PR-Gewäsch loslässt, die Antworten aus der Nase zu ziehen, die wirklich wichtig sind. Schüchtern darf man da auf keinen Fall sein.
Auf welche Titel freust du dich am meisten?
Max Payne 3 sicherlich, weil ich mir nach den Screenshots immer noch ein großartiges Spiel erhoffe. Das Warhammer 40K-MMO wird sicher auch groß. Dazu kommt noch Rage, Half-Life 3, wenn sie es denn machen und Mafia 2.
Wie und wann bist du zu PC Games gekommen?
Das ist mittlerweile fast drei Jahre her. Vor fünf Jahren habe ich in der Branche angefangen, damals bei den Kollegen der Gamestar in der DVD-Abteilung. Ich war für Mods und Maps auf den Datenträgern verantwortlich und habe zusätzlich diverse Sonderheft-DVDs gemacht. Danach wurde ich dann Redakteur bei PC Games. Direkt, ohne Umwege über Praktikum oder Volontariat. Seitdem schreibe ich hier, habe kurzzeitig mal für Online gearbeitet und teilweise beim Videoschnitt ausgeholfen. Mein Herz liegt aber beim Schreiben.
Was macht ein gutes Spiel aus?
Das ist unterschiedlich. Gute Grafik ist sicherlich wichtig, besonders bei Shootern, aber längst nicht mehr alles. Mich persönlich fesselt eine gute Geschichte oft an den Bildschirm, auch wenn das Gameplay eher mau ist (Super Beispiel: Kane & Lynch. Ich habe es geliebt, die Spieler draußen haben es gehasst und mich und meine Wertung verdammt). Ein Spiel sollte freundlich zum Spieler sein, ihn anfangs an die Hand nehmen, aber nicht zu simpel sein. Komplexität ist gut. Es darf auch gerne schwer sein. Niemand will alles geschenkt. Generell muss mir ein Spiel in erster Linie Spaß machen. Da verzeihe ich auch gerne den ein oder anderen Fehler.
Zum letzten Punkt "Was macht ein gutes Spiel aus?": Ich finde man wird heute leider bei vielen Spielen zu sehr an die Hand genommen und die meisten Spiele sind zu seicht. Da würde ich mir allgemein wieder mehr Komplexität wünschen. Man kann ja am Anfang des Spieles ein Tutorial machen, das alle Spielelemente erklärt, danach sollte das mit dem an die Hand nehmen aber aufhören. Gerade bei Rollenspielen mit Quest-Ziel-Markierungen etc. finde ich das total übertrieben. Man sollte da schon die Welt alleine erkunden müssen. Genauso dieser Unsinn bei Shootern, dass sich die Spielfigur selbst heilt, wenn man sich in die Ecke hockt.
Quest-Ziel-Markierungen wie z:B. in Warhammer finde ich eigentlich sehr gut. Obwohl ich damals in WoW ohne diese Fähigkeit auch immer mein Ziel gefunden habe (lesen und so :-D )
Aber es ist schon bequem, und nimmt meiner Meinung nach auch keine Atmosphäre. Sondern erleichtert das Spielen.
Diese Backstage-News sind klasse, bitte mehr davon. %-)
*scnr*
achja und häppieh börsdäieh so höflichkeitsfloskeln- und unbekanntenhalber
Zum letzte Punkt:
Kane & Lynch wwird von wesentich mehr Spielern geschätzt als vielleicht bekannt ist, besonders seit es als Budget-Titel zu haben ist hör ich von immer mehr bekannten das Sie es gespielt und für klasse befunden haben.
Liegt woll daran, dass man für einen interaktiven Film (was es quasi) ungern 45 €+ ausgibt. So wird es eventl. noch ein Klassiker.
und nen paar cookies hätt ich auch gerne :(