Tales of Monkey Island im Test - Viele Wünsche bleiben unerfüllt

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Test Florian Stangl - Autor Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Unser Test zu Tales of Monkey Island: Launch of the Screaming Narwhal zeigt: Wie man's auch macht, macht man's verkehrt: Lucas Arts erhört die Gebete der Fans, lässt aber einige Wünsche unerfüllt.

Das Klagen und Flehen hat ein Ende: Lucas Arts kehrt nach vielen abstinenten Jahren zum geschmähten Adventure-Genre zurück und präsentiert seinen treuen Fans ein brandneues Monkey Island-Spiel. Entwickelt wurde das Werk von Telltale Games, die bereits mit Sam & Max sowie Wallace and Gromit gute Adventure-Arbeit geleistet hatten.

Tales of Monkey Island im Test (3) Quelle: Telltale Games / LucasArts Tales of Monkey Island im Test (3) Für Telltale typisch erscheint Tales of Monkey Island im Episodenformat. Fünf Folgen sind geplant, die ab Juli im monatlichen Rhythmus erscheinen und jeweils drei bis vier Stunden Spielzeit bieten sollen. Anders als etwa bei Sam & Max sind die Folgen aber keine in sich geschlossenen Mini-Geschichten, sondern müssen nacheinander gespielt werden, um das gesamte Spiel zu ergeben - im Grunde so, als habe man ein großes Adventure in fünf Stücke zerteilt. Das hat zwei Nachteile: Erstens muss man sich am Ende jeder neuen Episode mit einem Cliffhanger zufrieden geben. Zweitens ist der Spieler gezwungen, gleich alle fünf Folgen zum (günstigen) Preis von 33 Euro zu kaufen - wer einzelne Episoden erstehen oder einfach nur die erste Folge ausprobieren will, muss gleich die Katze im Sack kaufen.

Tales of Monkey Island ist keine direkte Fortsetzung zu Flucht von Monkey Island (2000), dem enttäuschenden vierten Teil der Reihe. Das Spiel kehrt vielmehr zu seiner Ursprungsformel zurück: Die Gouverneurin Elaine befindet sich anfangs in den Klauen des Zombieschurken LeChuck, ihr Ehemann und Möchtegern-Pirat Guybrush Threepwood versucht, sie zu befreien. Dieser leicht verwirrende Einstieg wird zwar nicht weiter erklärt, doch er ist ohnehin nur Mittel zum Zweck, um die Handlung in Gang zu bringen: Guybrush durchbohrt LeChuck mit einem magischen Säbel, wird dabei von einem Voodoo-Fluch verhext und strandet auf einer neuen Insel, von der er zu flüchten versucht - dies ist das Spielziel der ersten Episode Launch of the Screaming Narwhal.

>>> Weiter geht es mit Tales of Monkey Island auf Seite 2!

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Eberhard Hobby-Spieler/in
        Zitat von DeiMuddaInSchoen
        Zitat
        Wenn des nichtmal deutsche Sprachausgabe hat, is es für mich Tabu.
        Wenn ich mal wieder Bock auf MI hab, greif ich zum Original.
        Und irgendwie hab ich des Gefühl, dass ich da nicht allein so denke.
        Nun ja, "tabu" ist ein sehr starkes Wort.
        Wieso sollte es gleich tabu sein?
        "Momentan nicht geeignet" geht doch genauso gut, und signalisiert nicht so stark, dass man partout nicht bereit ist, seine Englischkenntnisse zu verbessern, um dann irgendwann doch die Originalausgabe zu spielen.

        Sicher handelt es sich um umgangssprachliches, amerikanisches Englisch, was auch mit guten Kenntnissen aus dem Schulunterricht an manchen (wenigen) Stellen nicht einfach zu verstehen ist, aber dennoch kann man sich ja mal neuen Herausforderungen stellen!
        Beim Preis von rund 26 EUR für alle 5 Episoden ist's ja auch nicht so tragisch, wenn man nur 80% der Jokes mitbekommt.
        Den Rest kann man ja beim zweiten Durchspielen nachholen, wenn (und falls) das Spiel mit deutscher Sprache raus kommt. Spaß machen wird so ein zweiter Durchgang definitiv.
        Ich selber habe jede Episode eh zweimal gespielt, um beim zweiten Mal eben mehr auf sprachliche Feinheiten zu achten, die mir beim ersten Mal verborgen blieben.
        (Für Besitzer der Erstversion wird es für eine deutsche Sprachausgabe später bestimmt auch Rabatte geben, da ist Telltale recht generös). Angedacht ist auf jeden Fall, auch fremde Sprachen zu veröffentlichen, aber es wird, selbst wenn es dazu kommt, ganz sicher dauern.

        Wer nicht so lange warten möchte, ein definitv gutes, äusserst unterhaltsames, würdiges und kurzweiliges Sequel der MonkeyIsland Reihe zu spielen, der muss halt an seinen Englischkenntnissen feilen. Zum Nachteil für's Leben ist das sicher nicht. Also, wie groß muß ein Anreiz noch werden?
      • Von Eberhard Hobby-Spieler/in
        Zitat von DeiMuddaInSchoen
        Zitat
        Wenn des nichtmal deutsche Sprachausgabe hat, is es für mich Tabu.
        Wenn ich mal wieder Bock auf MI hab, greif ich zum Original.
        Und irgendwie hab ich des Gefühl, dass ich da nicht allein so denke.
        Nun ja, "tabu" ist ein sehr starkes Wort.
        Wieso sollte es gleich tabu sein?
        "Momentan nicht geeignet" geht doch genauso gut, und signalisiert nicht so stark, dass man partout nicht bereit ist, seine Englischkenntnisse zu verbessern, um dann irgendwann doch die Originalausgabe zu spielen.

        Sicher handelt es sich um umgangssprachliches, amerikanisches Englisch, was auch mit guten Kenntnissen aus dem Schulunterricht an manchen (wenigen) Stellen nicht einfach zu verstehen ist, aber dennoch kann man sich ja mal neuen Herausforderungen stellen!
        Beim Preis von rund 26 EUR für alle 5 Episoden ist's ja auch nicht so tragisch, wenn man nur 80% der Jokes mitbekommt.
        Den Rest kann man ja beim zweiten Durchspielen nachholen, wenn (und falls) das Spiel mit deutscher Sprache raus kommt. Spaß machen wird so ein zweiter Durchgang definitiv.
        Ich selber habe jede Episode eh zweimal gespielt, um beim zweiten Mal eben mehr auf sprachliche Feinheiten zu achten, die mir beim ersten Mal verborgen blieben.
        (Für Besitzer der Erstversion wird es für eine deutsche Sprachausgabe später bestimmt auch Rabatte geben, da ist Telltale recht generös). Angedacht ist auf jeden Fall, auch fremde Sprachen zu veröffentlichen, aber es wird, selbst wenn es dazu kommt, ganz sicher dauern.

        Wer nicht so lange warten möchte, ein definitv gutes, äusserst unterhaltsames, würdiges und kurzweiliges Sequel der MonkeyIsland Reihe zu spielen, der muss halt an seinen Englischkenntnissen feilen. Zum Nachteil für's Leben ist das sicher nicht. Also, wie groß muß ein Anreiz noch werden?
      • Von DeiMuddaInSchoen Spiele-Novize/Novizin
        Wenn des nichtmal deutsche Sprachausgabe hat, is es für mich Tabu.
        Wenn ich mal wieder Bock auf MI hab, greif ich zum Original.
        Und irgendwie hab ich des Gefühl, dass ich da nicht allein so denke.
      • Von bumi Spiele-Kenner/in
        Zitat von bAdCyphox am 19.07.2009 16:58

        Wenn man sich mit den Episoden nicht anfreunden will, wartet man eben 6 Monate bis das komplette Spiel fertig is. Sollte kein Problem sein.
        Dann bleibt noch immer die Tatsache, dass nach jedem Kapitel ein Abspann folgt und man wieder auf dem Desktop landet ;-)

        Zitat

        Natürlich hatter nicht den Humor gemeint, Herr "Humor kann in seiner Form kaum "light" sein"! Aber ein Adventure besteht nunmal nicht nur aus Rätseln! Das Drumherum ist ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger! Was will ich mit einem Spiel, das wundervoll fordernde Rätsel hat, dafür aber ne beschissene Hintergrundstory, langweilige Charactere und den Humor einer Klobürste?!?
        Oh, sind wir mit dem falschen Fuss aufgestanden? :]
        Du hast mit deiner Umschreibung eines gelungenen Spiels natürlich völlig recht, nur wie ich bereits geschrieben habe stimmen hier (für MI-Verhältnisse) weder der Humor noch die Rätsel oder die Charaktere. All diese Punkte hinken den Originalen um Längen hinterher und das ist nunmal eine Tatsache. Und was will ich mit einem Spiel bei welchem weder Humor noch Rätsel noch Charaktere stimmen? ;-)
      • Von bAdCyphox Anfänger/in
        Zitat von bumi am 19.07.2009 13:52
        Nun, doch, ein gewisser markanter Unterschied besteht da sicherlich. Natürlich gab es in jedem Monkey Island Titel bislang 4 verschiedene Kapitel - nur musste man diese nicht einzeln bezahlen und konnte sie v.a. am Stück durchspielen, ohne jeweils wieder einen Monat auf den neuen Download warten zu können.
        Wenn man sich mit den Episoden nicht anfreunden will, wartet man eben 6 Monate bis das komplette Spiel fertig is. Sollte kein Problem sein.

        Zitat von bumi am 19.07.2009 13:52
        Ich denke kaum, dass er mit der Bezeichnung "Light-Produkte" den Humor gemeint hat, da Humor in seiner Form kaum "light" sein kann. Ich denke das bezog sich eher auf die doch sehr leichten Rätsel, welche in keiner Weise mit denen des Originals mithalten konnten.
        Natürlich hatter nicht den Humor gemeint, Herr "Humor kann in seiner Form kaum "light" sein"! Aber ein Adventure besteht nunmal nicht nur aus Rätseln! Das Drumherum ist ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger! Was will ich mit einem Spiel, das wundervoll fordernde Rätsel hat, dafür aber ne beschissene Hintergrundstory, langweilige Charactere und den Humor einer Klobürste?!?
      • Von bumi Spiele-Kenner/in
        Zitat von bAdCyphox am 19.07.2009 02:35
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Nun, doch, ein gewisser markanter Unterschied besteht da sicherlich. Natürlich gab es in jedem Monkey Island Titel bislang 4 verschiedene Kapitel - nur musste man diese nicht einzeln bezahlen und konnte sie v.a. am Stück durchspielen, ohne jeweils wieder einen Monat auf den neuen Download warten zu können. Des weiteren wird bei Episodenspielen dieser Art jede Episode einzeln installiert und auch einzeln von Windows heraus gestartet - das war bereits bei Sam & Max so. Und sonderlich komfortabel find ich das eigentlich auch nicht. Ich hab schon öfters die Monkey Island Spiele am Stück genossen und es hätte mich extrem gestört, nach jedem Kapitel einen Abspann zu sehen und dann auf den Desktop zurückgehen zu müssen.

        Zitat von bAdCyphox am 19.07.2009 02:35
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Ich denke kaum, dass er mit der Bezeichnung "Light-Produkte" den Humor gemeint hat, da Humor in seiner Form kaum "light" sein kann. Ich denke das bezog sich eher auf die doch sehr leichten Rätsel, welche in keiner Weise mit denen des Originals mithalten konnten. Und das selbe ist nun auch bei TOMI der Fall: die Rätsel sind viel zu seicht und lösen sich schon fast von alleine. Da ist einfach zu viel verschenktes Potential, es wird kaum mehr an die Kenner der alten Teile gedacht, an Adventureprofis für jene Spiele dieser Art lediglich ein Klaks sind.
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