Tales of Monkey Island im Test - Viele Wünsche bleiben unerfüllt
Unser Test zu Tales of Monkey Island: Launch of the Screaming Narwhal zeigt: Wie man's auch macht, macht man's verkehrt: Lucas Arts erhört die Gebete der Fans, lässt aber einige Wünsche unerfüllt.
Das Klagen und Flehen hat ein Ende: Lucas Arts kehrt nach vielen abstinenten Jahren zum geschmähten Adventure-Genre zurück und präsentiert seinen treuen Fans ein brandneues Monkey Island-Spiel. Entwickelt wurde das Werk von Telltale Games, die bereits mit Sam & Max sowie Wallace and Gromit gute Adventure-Arbeit geleistet hatten.
Quelle: Telltale Games / LucasArts
Tales of Monkey Island im Test (3)
Für Telltale typisch erscheint Tales of Monkey Island im Episodenformat. Fünf Folgen sind geplant, die ab Juli im monatlichen Rhythmus erscheinen und jeweils drei bis vier Stunden Spielzeit bieten sollen. Anders als etwa bei Sam & Max sind die Folgen aber keine in sich geschlossenen Mini-Geschichten, sondern müssen nacheinander gespielt werden, um das gesamte Spiel zu ergeben - im Grunde so, als habe man ein großes Adventure in fünf Stücke zerteilt. Das hat zwei Nachteile: Erstens muss man sich am Ende jeder neuen Episode mit einem Cliffhanger zufrieden geben. Zweitens ist der Spieler gezwungen, gleich alle fünf Folgen zum (günstigen) Preis von 33 Euro zu kaufen - wer einzelne Episoden erstehen oder einfach nur die erste Folge ausprobieren will, muss gleich die Katze im Sack kaufen.
Tales of Monkey Island ist keine direkte Fortsetzung zu Flucht von Monkey Island (2000), dem enttäuschenden vierten Teil der Reihe. Das Spiel kehrt vielmehr zu seiner Ursprungsformel zurück: Die Gouverneurin Elaine befindet sich anfangs in den Klauen des Zombieschurken LeChuck, ihr Ehemann und Möchtegern-Pirat Guybrush Threepwood versucht, sie zu befreien. Dieser leicht verwirrende Einstieg wird zwar nicht weiter erklärt, doch er ist ohnehin nur Mittel zum Zweck, um die Handlung in Gang zu bringen: Guybrush durchbohrt LeChuck mit einem magischen Säbel, wird dabei von einem Voodoo-Fluch verhext und strandet auf einer neuen Insel, von der er zu flüchten versucht - dies ist das Spielziel der ersten Episode Launch of the Screaming Narwhal.

Wenn ich mal wieder Bock auf MI hab, greif ich zum Original.
Und irgendwie hab ich des Gefühl, dass ich da nicht allein so denke.
Wieso sollte es gleich tabu sein?
"Momentan nicht geeignet" geht doch genauso gut, und signalisiert nicht so stark, dass man partout nicht bereit ist, seine Englischkenntnisse zu verbessern, um dann irgendwann doch die Originalausgabe zu spielen.
Sicher handelt es sich um umgangssprachliches, amerikanisches Englisch, was auch mit guten Kenntnissen aus dem Schulunterricht an manchen (wenigen) Stellen nicht einfach zu verstehen ist, aber dennoch kann man sich ja mal neuen Herausforderungen stellen!
Beim Preis von rund 26 EUR für alle 5 Episoden ist's ja auch nicht so tragisch, wenn man nur 80% der Jokes mitbekommt.
Den Rest kann man ja beim zweiten Durchspielen nachholen, wenn (und falls) das Spiel mit deutscher Sprache raus kommt. Spaß machen wird so ein zweiter Durchgang definitiv.
Ich selber habe jede Episode eh zweimal gespielt, um beim zweiten Mal eben mehr auf sprachliche Feinheiten zu achten, die mir beim ersten Mal verborgen blieben.
(Für Besitzer der Erstversion wird es für eine deutsche Sprachausgabe später bestimmt auch Rabatte geben, da ist Telltale recht generös). Angedacht ist auf jeden Fall, auch fremde Sprachen zu veröffentlichen, aber es wird, selbst wenn es dazu kommt, ganz sicher dauern.
Wer nicht so lange warten möchte, ein definitv gutes, äusserst unterhaltsames, würdiges und kurzweiliges Sequel der MonkeyIsland Reihe zu spielen, der muss halt an seinen Englischkenntnissen feilen. Zum Nachteil für's Leben ist das sicher nicht. Also, wie groß muß ein Anreiz noch werden?
Wenn ich mal wieder Bock auf MI hab, greif ich zum Original.
Und irgendwie hab ich des Gefühl, dass ich da nicht allein so denke.
Wenn man sich mit den Episoden nicht anfreunden will, wartet man eben 6 Monate bis das komplette Spiel fertig is. Sollte kein Problem sein.
Natürlich hatter nicht den Humor gemeint, Herr "Humor kann in seiner Form kaum "light" sein"! Aber ein Adventure besteht nunmal nicht nur aus Rätseln! Das Drumherum ist ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger! Was will ich mit einem Spiel, das wundervoll fordernde Rätsel hat, dafür aber ne beschissene Hintergrundstory, langweilige Charactere und den Humor einer Klobürste?!?
Du hast mit deiner Umschreibung eines gelungenen Spiels natürlich völlig recht, nur wie ich bereits geschrieben habe stimmen hier (für MI-Verhältnisse) weder der Humor noch die Rätsel oder die Charaktere. All diese Punkte hinken den Originalen um Längen hinterher und das ist nunmal eine Tatsache. Und was will ich mit einem Spiel bei welchem weder Humor noch Rätsel noch Charaktere stimmen? ;-)