Star Wars: The Old Republic Preview - Biowares Machtwort
Die legendären Bioware Studios wagen sich mit Star Wars: The Old Republic erstmals in MMO-Gefilde. In unserer Vorschau finden Sie alle Fakten zum epischen Online-Rollenspiel.
Dieser Sith setzt den Würgegriff ein und beherrscht den Umgang mit zwei Lichtschwertern.
Ein ehrfürchtiges Raunen ging durch den Saal, als der E3-Trailer zu The Old Republic über die Leinwand flimmerte. Eine große, amerikanische Website titulierte kurz darauf: "Dieses Filmchen ist besser als die [neuen] Episoden 1 bis 3 zusammen!" Zugegeben, so ein Cinematic-Trailer bietet in der Regel wenige bis keine Übereinstimmungen mit dem späteren Spiel und dessen Gameplay. Nichtsdestotrotz entfachte die E3-Präsentation aber neue Hoffnung in Millionen von Star Wars-Fans weltweit, die nach der ersten Ankündigung aufgrund der billig wirkenden Comic-Grafik und des MMO-Aspekts schwer enttäuscht waren. Hier der Trailer, der für so viel Aufsehen sorgte:
Für die Klasse des Schmugglers implementierte Bioware ein Deckungssystem ins Spiel.
Doch mit dem nun veröffentlichtenMaterial beweisen die kanadischen Rollenspielexperten Bioware, das wenig Grund zur Sorge besteht: Hier arbeiten noch immer die Star Wars-Fanatiker, die mit Knights of the Old Republic eine der besten Versoftungen dieses Stoffes ablieferten. Optisch blieben die Designer zwar dem ursprünglichen Konzept des "stilisierten Realismus" treu, drehten allerdings die comichafte Darstellung etwas zurück und schraubten an der Detaildichte. Mit den optischen Referenzen eines Age of Conan kann The Old Republic (Gameplay-Video) zwar nicht mithalten, doch das Gesamtbild wirkt mittlerweile ausgesprochen stimmig.
Allgemein stehen eine dichte Atmosphäre und intensive Rollenspielerfahrung ganz oben auf der Prioritätenliste der Entwickler. So fährt The Old Republic beispielsweise an der Klangfront nicht nur die legendären Star Wars-Melodien auf, sondern veredelt zudem als erstes Online-Rollenspiel überhaupt sämtliche Dialoge und Charaktere mit individueller Synchronisation. Ein unfassbarer Aufwand, der die Konkurrenz mit ihren bisher üblichen Textboxen verdammt alt aussehen ließe.
Knights of the Old Republic als MMO
Kopfgeldjäger setzen auf High-Tech-Ausrüstung wie Jetpacks oder Flammenwerfer.
Doch nicht nur in Sachen Sound plant Bioware Großes. Auf die Frage nach einem eventuellen Offline-KotOR 3, antwortete Spieldesigner James Ohlen: "Was wir eigentlich machen, ist ein Knights of the Old Republic 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 und mehr. So viel Inhalt und so viele Geschichten haben wir." Was auf den ersten Blick übertrieben und/ oder größenwahnsinnig scheint, bleibt dies auch auf den zweiten. Doch die Schmiede mit dem praktisch makellosen Ruf hält an ihrem Vorhaben fest und ließ verlauten, dass für jede Klasse eine vollkommen eigene Storyline mit diversen Verzweigungen bereitstünde.
Ob der Spieler einen guten oder bösen Charakter verkörpert, legt er nicht allein durch die Wahl der Fraktion fest. Stattdessen entwickelt er die Gesinnung seines Alter Ego durch sein Verhalten im Spielverlauf. So können faszinierende Charaktere entstehen: Ein Jedi-Anhänger, der im ständigen inneren Zwiespalt mit den dunklen Seiten der Macht steht, wäre genauso denkbar, wie ein Kopfgeldjäger, der seine tödlichen Waffen zu guten Taten nutzt. Der Wiederspielwert steigt durch diese Vielzahl an möglichen Enden ins schier Unermessliche.
Im Nahkampf kann es ein Jedi-Ritter auch locker mit zwei Gegnern aufnehmen.
Darüber hinaus gewinnen Entscheidungsmomente durch das Speichersystem eines Onlinetitels zusätzlichen Reiz: Sie können nicht einfach das fiese Schlitzohr raushängen lassen, um "mal eben zu schauen", was passiert. Wo alte Bioware-Abenteuer durch eine Schnelllade-Funktion Schutz vor Konsequenzen und Raum zu Experimenten boten, müssen Sie sich hier vorher überlegen, welche Auswirkungen Ihr Handeln haben könnte und ob Sie dies wirklich wünschen - denn es gibt bei The Old Republic kein Zurück!
The Old Republic spielt 3.700 Jahre vor den Filmen
Neben charakterspezifischen Ereignissen und Handlungen bleibt der grundlegende Hintergrund natürlich für alle Spieler identisch. Etwa drei Jahrhunderte vergingen seit dem Fall von Darth Malak, herbeigeführt durch den Protagonisten des ersten Knights of the Old Republic. So tragen Sith und Jedi den Konflikt des Online-Ablegers rund 3.700 Jahre vor den Geschehnissen der sechs Kino-Episoden aus. Bekannte Figuren brauchen Sie also nicht zu erwarten. Dafür räumt die Wahl dieser Epoche einige typische Lizenzprobleme beiseite.
Schmuggler und Trooper setzen Feinden mit Blastern im Fernkampf zu.
So unterliegt Bioware'sche Kreativität kaum Beschränkungen, die Entwickler können das Setting nach eigenen Wünschen und unabhängig von Film- und Spielvorlagen gestalten. Außerdem schafft die Wahl dieses Zeitalters einen weiteren Kritikpunkt aus der Welt, der dem letzten Star Wars-MMO Galaxies noch schwer zusetzte: Verständlicherweise will praktisch jeder als lichtschwertschwingen-der Held oder dunkler Lord durch die Welt stapfen, was die Leinwandvorlage jedoch inhaltlich zu keiner Zeit hergibt. Zu Zeiten der alten Republik bevölkerten Jedi und Sith hingegen zu Tausenden die Schlachtfelder, wodurch Bioware Logikfehler umgehen kann.
Die Story hinter The Old Republic
Die Ausgangslage ergibt sich folgendermaßen: Nach einer langen Periode des Friedens starten die Sith überraschend eine groß angelegte Offensive gegen die Republik. Die Truppen beider Fraktionen werden in einem grausamen Krieg aufgerieben, bis es schließlich zum Waffenstillstand kommt. Kurz vor dessen Unterzeichnung starten die Sith jedoch einen letzten, fatalen Schlag: Sie legen Coruscant, das Zentrum der Republik, in Schutt und Asche und reißen den Jedi-Tempel, den Sitz des Hohen Rates, bis auf die Grundmauern nieder.
Nach diesem Schlag liegt die Republik am Boden. Sie ist gezwungen, ein äußerst unvorteilhaftes Friedensabkommen zu unterzeichnen. Doch der brüchigen Waffenruhe scheint keine sonderlich lange Verweildauer beschieden zu sein. Schon nach kurzer Zeit erhitzt sich dieser Kalte Krieg zu einem brodelnden Grenzkonflikt. Die Republik zieht sich gezwungenermaßen in das Zentrum der Galaxie zurück.
Das Sith-Imperium weitet währenddessen seinen Einfluss auf das ressourcenreiche Outer-Rim-Territorium aus und Schmugglerringe feiern Hochkonjunktur. Wer soll in dieser finsteren Zeit die Republik beschützen? Nach der Zerstörung des Tempels haben sich die Jedi auf ihren Heimatplaneten Tython zurückgezogen. Meditierend ersuchen sie dort den Rat der Macht, während Sith-Truppen und Kopfgeldjäger eine Saat aus Tod und Verderben verbreiten. Doch noch besteht ein Funken Hoffnung. Denn wer Wind sät, soll bekanntlich Sturm ernten ...
Zitat: (Original von RoTTeN1234 am 09.07.2009 16:53)
Zitat: (Original von redcrush am 08.07.2009 20:51)
Zitat: (Original von RoTTeN1234 am 08.07.2009 02:11)
Hab ich das richtig gelesen? Es gibt ENDEN? Bei einem MMO? Was soll das denn?
gibts ja auch in guild wars...ne story mit nem ende...
Ich zocke kein Guild Wars... aber funktioniert das? Ich mein da bau ich mir meinen Helden ewig lang auf und dann heißts "Ok, das wars" ? Kann ich mir nicht so gut vorstellen.
Gibt ja auch SP Rollenspiele bei denen man nach dem Ende trotzdem weiterspielen kann und so wird es auch hier sein
muß auch sagen das ich lieber ein 3 teil gehabt hätte als ein online game aber es kann auch was gutes bei raus kommen und irgentwann hat jedes spiel ein ende auch wenn es sich um ein online game handelt
Zitat: (Original von redcrush am 08.07.2009 20:51)
Zitat: (Original von RoTTeN1234 am 08.07.2009 02:11)
Hab ich das richtig gelesen? Es gibt ENDEN? Bei einem MMO? Was soll das denn?
gibts ja auch in guild wars...ne story mit nem ende...
Ich zocke kein Guild Wars... aber funktioniert das? Ich mein da bau ich mir meinen Helden ewig lang auf und dann heißts "Ok, das wars" ? Kann ich mir nicht so gut vorstellen.