Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima Test: Ein Handheld-Hit als Computer-Witz
Vom Konsolen-Megahit zum PC-Abräumer? Wir lassen mit Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima (PC) unsere grauen Zellen für Sie rauchen!
Quelle: PC Games
Schöner als auf diesem Bild ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt – der Sound ist noch fieser.
Nintendo hat mit der Dr. Kawashima-Serie einen echten Megaseller gelandet: Alleine in Deutschland wurden über 2,2 Millionen Exemplare des IQ-Trainings verkauft. Kein Wunder also, dass sich einige clevere Kerlchen bei Namco Bandai dachten, eine PC-Umsetzung des DS-Knallers könnte ebenso einschlagen. Sie erkennen es bereits am verwendeten Konjunktiv: Wir glauben nicht an einen Verkaufsschlager! Denn die Büroknecht-Variante ignoriert konsequent alle Stärken des Originals.
Die größte Besonderheit des Nintendo DS ist sein Touchscreen respektive die zugehörige Kontrolle mittels Plastikstift. Ebendiese intuitive Art der Steuerung funktioniert bei der Handheld-Version von Dr. Kawashima prächtig. Schließlich muss der Spieler Zahlen und Buchstaben möglichst schnell eingeben oder antippen. PC-Besitzer werden nun mit einem Mix aus Tastatur- und Mausbefehlen konfrontiert, der an Ungenauigkeit kaum zu überbieten ist. Außerdem sind die Erklärungen einiger der über 30 Aufgaben derart dämlich formuliert, dass nicht einmal Einstein sofort auf die richtige Ausführung käme.
Hinzu kommt eine Präsentation, die direkt aus der 386er-Steinzeit zu stammen scheint: 640 x 480 Pixel mögen mathematisch immerhin 307.200 Stück sein. Hier hat diese Rechnung aber nur ein Ergebnis: Augenschmerz! Apropos Schmerz: "Jesus, Maria und Josef - was sind das für Soundeffekte", jammerte Kollege Schütz in seinem Test zu Gobliiins 4. Und ich behaupte: Gehirn-Joggen ist mit seiner billigen Synthesizer-Musik und den quälenden Piepgeräuschen ein noch größerer Trommelfell-Killer. Aber vielleicht ist das Spiel auch nur ein einziger, großer IQ-Test: Wer es kauft, ist als doof enttarnt!

"...27...28...30- NEIN 29!...30...31...34....35...Stopp, zurück!...33...12..." :ugly:
Als ich dann aber schon bei der dritten Übungsaufgabe LAUT INS MIKROFON bis 50 zählen sollte, habe ich sehr schnell den Deinstallationsvorgang eingeleitet.
Aber mal vom Mikrofon abgesehen, was ist das denn für eine dämliche Aufgabe?
Und wenn man es sich ausgeliehen hat? Ist man dann "halb-doof"? :-D
Ich hatte es mir mal ausgeliehen (vor eurem Test), weil ich soviel davon gehört hatte von Nintendo und neugierig war, ob es wirklich so gut ist.
Als ich dann aber schon bei der dritten Übungsaufgabe LAUT INS MIKROFON bis 50 zählen sollte, habe ich sehr schnell den Deinstallationsvorgang eingeleitet.